| Toponym TP (aufgelöst): | Fluvius Renus (Fluvius Rhenus) |
| Name (modern): | Rhein/Rhine |
| Bild: | ![]() Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP |
| Toponym vorher | |
| Toponym nachher | |
| Alternatives Bild |
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| Bild (Barrington 2000) |
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| Bild (Scheyb 1753) | --- |
| Bild (Welser 1598) | --- |
| Bild (MSI 2025) | --- |
| Pleiades: | https://pleiades.stoa.org/places/109277 |
| Großraum: | Gallien/Germanien |
| Toponym Typus: | Fluss |
| Planquadrat: | 1A1 / 1A2 / 1A3 / 1A4 / 1A5 / 2A1 / 2A2 / 2A3 / 2A4 / 2A5 / 3A1 |
| Farbe des Toponyms: | schwarz/rot |
| Vignette Typus : | --- |
| Itinerar (ed. Cuntz): |   |
| Inschriften (EDCS-ID): | |
| Alternativer Name (Lexika): | Rhenus [2] (DNP) |
| RE: | Rhenus |
| Barrington Atlas: | Rhenus fl. (11 F1) |
| TIR / TIB /sonstiges: |   |
| Miller: | Fl´ Renus |
| Levi: |   |
| Ravennat: | Rhenus (4, 24) |
| Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff): | Ῥήνος (2,9,4f.; 2,9,14; 2,9,20; 2,11,1; 2,11,8 f.; 2,12,1; 2,12,5; 8,6,2) |
| Plinius: |   |
| Strabo: |   |
| Autor (Hellenismus / Späte Republik): |   |
| Datierung des Toponyms auf der TP: | frühe Kaiserzeit (einschließlich Flavier) |
| Begründung zur Datierung: | Erst durch Caesars Gallischen Krieg rückt der Rhein in den Fokus Roms. Eine entsprechende Aktualisierung der Karte dürfte spätestens in der frühen Kaiserzeit erfolgt sein. Einige Einträge in der Rhein-Region sind aber erheblich späteren Überarbeitungsstufen zuzuordnen (vgl. Kommentar). |
| Kommentar zum Toponym: |
Der Flussname Fl. Renus (auf der TP nicht Rhenus!), erstmals bezeugt bei Caesar (vgl. z.B. Gall. 1, 1, 1-3), ist auf der TP zweimal eingetragen, einmal in roter Schrift direkt am Unterlauf im Mündungsgebiet. Ein zweites Mal ist das Hydronym mit schwarzer Tinte vor der Mündung im Meer eingetragen und auf der dunkelbraun verfärbten, ursprünglich türkisgrünen Wasserfläche daher schwer lesbar. Diese Form der Beschriftung findet sich auch beim Brintesia (3B5), wohl der heutige Brenta, einem Nebenfluss des Po (Padus) und in variierter Form beim Tigris (Hostia Fl. Tygris, 10C4). Der Rhein ist auf der TP von seinem Quellgebiet in den Alpen (Mela 3, 23: Alpes; Tac. Germ. 1, 2: Raeticarum Alpes; nach Ptol. 2, 9, 5. 6; 2, 10, 1; 2, 12, 1; 3, 1, 1: Ἀδούλας ὄρος; vgl. auch Strab. 4, 4, 3 [192]; 4, 6, 6 [204]; 5, 1, 6 [213]; Marcian. peripl. 2, 27. 29; Avien. descr. orb. terr. 431), dem Durchfluss durch den Bodensee (Plin. nat. 9, 63: Lacus Brigantinus, bei den älteren Autoren namenlos, eingetragen ist nur Brigantio/Bregenz und das rätische Grenzkastell Arbor Felix/Arbon, auf der TP keine Binnenbeschriftung lesbar) bis zur Mündung als einer der längsten Flüsse in Europa eingetragen und als ein einziger Strom dargestellt - ohne die beiden Hauptquelläste Vorder- und Hinterrhein. Seine Länge macht den Rhein auf der TP neben der Donau optisch zu einem der längsten Flüsse der Oikumene. Gegenüber dem Nil als den längsten Strom im Süden erscheint der Rhein also als das Gegenstück im Norden. Entsprechende auf diese geographische Vorstellung anspielende Passagen finden sich z.B. in Mart. 4, 11, 7f. und Amm. 15, 4, 2: Letztgenannte Stelle vergleicht den als wilden Gebirgsbach geschilderten Alpenrhein mit dem Nil und seinen Stromschnellen am ersten Katarakt. Dabei stellt Ammianus Marcellinus m.E. nicht, wie Rollinger meint, einen „wohl etwas weit hergeholten Vergleich“ an (Ammianus’ Marcellinus Exkurs, 131), sondern vergleicht entsprechend geläufigen römischen Raum- und Herrschaftsauffassungen zwei Fließgewässer an den äußersten Rändern der bekannten Welt miteinander (vgl. Vergin, Das Imperium Romanum und seine Gegenwelten, 277-283). |
| Literatur: |
Desjardins, Table, p. 2, col. 1, no. 1. |
| Letzte Bearbeitung: | 12.02.2026 16:59 |
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https://tp-online.ku.de/einzelanzeige.php?id=2483 [zuletzt aufgerufen am 19.02.2026]