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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Pantalla individual

Topónimo (simplificado):

Nigropullo

Nombre (moderno):

Zwammerdam

Imagen:
Al detalle de la imagen
Topónimo antes II     Albanianis     
Topónimo después V     Lauri     
Imagen alternativa ---
Imagen (Barrington 2000)
Imagen (Scheyb 1753) ---
Imagen (Welser 1598) ---
Imagen (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/99014
Área:

Galia/Germania

Tipo de topónimo:

Topónimo sin símbolo

Cuadrícula:

1A2 / 1A3

Color del topónimo:

negro

Tipo de viñeta:

---

Itinerario:

 

Nombres alternativos (diccionarios):

 

Nombre A (RE):

Nigropullum

Nombre B (Barrington Atlas):

Nigrum Pullum (10 A4)

Nombre C (TIR / TIB /otros):

 

Nombre D (Miller):

Nigropullo

Nombre E (Levi):

 

Nombre F (Ravenate):

 

Nombre G (Ptolemaios):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Datación del topónimo en la TP:

Comienzos del imperio (incluida la dinastía flavia)

Fundamento para la datación:

Der archäologische Befund weist auf einen Nutzungsbeginn dieses Militärplatzes in flavischer Zeit. Auf dieser Grundlage ist die Zuordnung dieses Eintrags zu einer Kopierstufe des 1. oder 2.Jh. n.Chr. möglich.

Comentario al topónimo:

Nigropullo ist nur auf der Tabula Peutingeriana bezeugt und liegt an der Straße von Lugduno (Lugdunum Batavarum) nach Nouionago (Noviomagus). Das Toponym ist zu rekonstruieren als Nigrum Pullum. Der Ort, ein Auxiliarkastell am Niedergermanischen Limes, liegt in der Nähe des heutigen Zwammerdam in Südholland. Das Toponym ist lediglich durch die Tabula Peutingeriana bezeugt. Archäologisch nachweisbar sind vier Bauphasen: Angelegt wurde das Kastell am Oude Rijn möglicherweise in der Statthalterschaft des Cn. Domitius Corbulo um 47 n.Chr. und während des Bataver-Aufstandes zerstört (Phase I). Der Wiederaufbau erfolgte um 80 n.Chr., Um- und Neubauten fallen in die Zeit um 150 n.Chr. (Phase II), bevor die aus Holz konstruierte Anlage um 175 - vielleicht im Rahmen der Reorganisation der Grenze angesichts der Chauken-Invasionen - durch einen Steinbau ersetzt wurde. Aufgegeben wurde das Militärlager im Zeitraum 260-275 n.Chr., wie es auch bei den nahegelegenen Kastellen Lugduno (Lugdunum) und Fletione (Fectio / Fectium) der Fall war.
Diese geringe Grundfläche des Lagers ermöglicht lediglich die Stationierung kleinerer Einheiten, vielleicht Teile einer teilberittenen Infanteriekohorte (Cohors quingenaria equitata). In die flavische Zeit zu datieren ist die älteste Phase der zum Kastell gehörigen Hafenanlage, die wegen des veränderten Verlaufs des Rheins in späterer Zeit verlegt werden mussten. Archäologische Untersuchungen erbrachten bedeutende Schiffsfunde mit insgesamt sechs Schiffen (Einbäume und größere Lastkähne) aus dem späten ersten oder frühen zweiten nachchristlichen Jahrhundert. Somit zählt Nigrum Pullum zu den bedeutendsten Fundplätzen von römischen Schiffen in Nordwesteuropa. Ebenfalls mit dem Lager verbunden waren eine Zivilsiedlung und eine sowohl für die Soldaten als auch die Zivilisten zur Verfügung stehende Thermenanlage. - Vgl. auch zu Ludguno·, Nouiomagi· und Fletione·.


RE:
Nigropullum
https://elexikon.ch/RE/XVII,1_217.png

Bibliografía:

Desjardins, Table, p. 7, col. 2, no. 5.

Linckenheld, Émile, Nigropullum in: RE XVII/1 (1936), Sp. 215.

Miller, Itineraria, 41; Maarten Derk de Weerd, Römerzeitliche Transportschiffe und Einbäume aus Nigrum Pullum / Zwammerdam (Z.-H.), in: Dorothea Haupt / Heinz G. Horn (Hrg.), Studien zu den Militärgrenzen Roms II. Vorträge des 10. Internationalen Limeskongresses in der Germania Inferior, Köln 1977, 187-198; Hans Schönberger Die römischen Truppenlager der frühen und mittleren Kaiserzeit zwischen Nordsee und Inn, in: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 66, 1985 (1986), 321-497, hier 439 B5; Wilfried A.M. Hessing, Das niederländische Küstengebiet, in: Tilman Bechert / Willem J.H. Willems (Hrg.), Die römische Reichsgrenze zwischen Mosel und Nordseeküste, Stuttgart 1995, 89-101, hier 91; Maarten Derk de Weerd, Römische Schiffsfunde von Zwammerdam. Lehren aus einer alten Grabung, in: Skyllis - Zeitschrift für Unterwasserarchäologie 4, 2001, 96-110; Will Brouwers / Esther Jansma / Martijn Manders, Romeinse Scheepresten in Nederland, in: Archeobrief 2013-4, 2013, 13-27; zur archäologischen Untersuchung und Restauration der Schiffsfunde von Zwammerdam vgl. http://www.zwammerdamschepen.nl/het-project.html (zuetzt aufgerufen am 28.12.2019).

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Última elaboración:

05.01.2026 19:57


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_es.php?id=2990 [zuletzt aufgerufen am 19.04.2026]

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