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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Augusta

Name (modern):

Ca’ Umana? (Barrington)

Toponym vorher XII     Ad Padum     
Toponym nachher VI     Butrio     
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/393386
Großraum:

Italien

Toponym Typus:

Ortsname ohne Symbol

Planquadrat:

4B1

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Fossa [1] F. Augusta

RE:

Fossa, Fossae [5] / Augusta [7]

Barrington Atlas:

Augusta (40 C3)

TIR / TIB /sonstiges:

Augusta (TIR L 33, 26)

Miller:

Augusta

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

Augusta fossa (3,119)

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

frühe Kaiserzeit (einschließlich Flavier)

Begründung zur Datierung:

Erste überlieferte literarische Erwähnung bei Plinius dem Älteren.

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Köhner)
a) Lesung und Rekonstruktion des Namens
Augusta

b) Moderne(r) Name(n) und Verortung(en)
Ca’ Umana? (Barrington)

c) Namensformen belegt bei antiken Autoren
Augusta fossa (Plin. nat. 3,119)

Fakultativ: Kommentar zum Namen und etymologische Herleitung
Der Name des Ortes bzw. der mansio leitet sich vom unter Augustus erbauten Kanal ab, vgl. Plin. nat. 3, 119: Augusta fossa Ravennam trahitur, ubi Padusa vocatur, quondam Messanicus appellatus.

d) Datierung der Namensform auf der TP
Der Ort ist literarisch frühestens bei Plinius dem Älteren überliefert, sein Eintrag auf der Karte damit spätestens frühkaiserzeitlich zu datieren.

e) Bedeutung des Toponyms in der Antike
Das als Toponym eingezeichnete Augusta ist mit der fossa Augusta, einem schiffbareren Kanal zu verbinden. Dieser Kanal zweigte von dem südlichsten Mündungsarm des Po, dem Messanicus, ab und führte durch das ausgetrocknete Flussbett des Padusa (Verg. Aen. 11, 457; Catull. 95, 7) nach Classis. Der Hafen von Ravenna war also sowohl durch diesen Kanal als auch direkt vom Meer aus zu erreichen. Die künstliche Wasserstraße war von Augustus erbaut worden und stand in Zusammenhang mit dem 38 v.Chr. angelegten Kriegshafen 4 km südöstlich von Ravenna (Plin. nat. 3, 119: Augusta fossa Ravennam trahitur, ubi Padusa vocatur, quondam Messanicus appellatus). Die Zivilsiedlung an diesem Hafenplatz wurde nach der dort stationierten Flotte (classis Ravennatis) mit dem Toponym Classis benannt und war im Wesentlichen durch die Seeleute und Beamte aller Rangklassen geprägt (Rosenberg, in: RE I A/1, 302f. s.v. Ravenna; Vössing, in: RGA 24, 190), der Handelshafen lag etwas näher an Ravenna und war ebenfalls sowohl direkt vom Meer als auch über einen Kanal (fossa Asconis) zugänglich. Nach Weiss (RE VII/1, 74 s.v. Fossa, Fossae 5) und Uggeri (DNP 4, 624 s.v. Fossa 1 F. Augusta) war Augusta auch Name einer statio an der Via Popilia, ebenso auch Fossa Neronia auf der TP als statio Nerona (vgl. dazu Arata, La navigabilis fossa di Nerone) und das nach Miller (ItMiller 315) mit Fosses oder Fossiones Philistinae (Plin. nat. 3, 121) gleichzusetzende Fossis (3A5) in dem Netz von Wasserwegen zwischen den Flüssen Padus (Po), Athesis (Etsch) und Tartarus (Tartaro), nach Weiss (RE VII/1, 74 s.v. Fossa, Fossae 1) evtl. identisch mit Fossa Clodia. Es war also durchaus üblich, dass Hafenplätze an den Kanälen auch nach diesen benannt wurden. Daher nimmt Max Ihm (RE VII/ 1, 75f. s.v. Fossa 12) sicherlich zu Recht an, dass das Toponym Fossis Marianis einen einige Zeit nach dem Bau des Kanals entstandenen Ort bezeichent. - Vgl. auch Ravenna·, Fluvius Padus, fossis·, Neronia· und Fossis Marianis·.

Miller, Itineraria, Sp. 309:
Augusta, Augusta fossa (Ml), die südlichste Mündung des Po, ein gegrabener Kanal, auch Messanicus genannt; an der Mündung Padusa (Pl, Verg, Claud); j. Trümmer nördlich von Porto die Primaro. Iss: 340-346. 12.

DNP: Fossa [1] F. Augusta
Schiffbarer Kanal zw. Padus und dem Hafen von Ravenna (Plin. nat. 3,119), unter Augustus über die Padusa, einen versumpften Po-Arm, geleitet. Statio an der via Popilia, nachmals Augusta; Spuren im Valle Mezzano in der trockengelegten Lagune di Comacchio. [Uggeri, Giovanni (Florenz)]

RE: 5) Fossa Augusta, auch Padusa genannter Poarm, der nach Ravenna hinführte; Plin. III 119, vgl. Nissen Ital. Landesk. I 205. [Weiss.]

TIR: Augusta R. VIII (It. Em.) I g
Mansio. Tab. Peut. Mp. XII a nord di Ravenna. Miller 309; RE II 2345 (Hülsen).

RE: Augusta [7]
7) Ort in Gallia Cisalpina, an der Strasse von Ravenna nach Adria (Tab. Peut.), 6 mp. nördlich von Butrium, 12 mp. südlich von der Station ad Padum. Der Ort fiele nach diesen Distanzen in das Littoral südlich von Comacchio, ist aber nicht genauer nachzuweisen. [Hülsen. ]

f) wenn vorhanden: Kommentar zur Vignette

g) Kommentar zur Einzeichnung auf der TP (Gestaltungsfehler/Folgefehler?)

h) Hinweise zum Streckennetz und den Distanzangaben

Literatur:

[1] Desjardins,

[2] Hülsen, Christian,

[3] Miller, Itineraria, Sp. 309:

[4] TIR L 33, 26: Augusta.

[5] Uggeri 1978, 56.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

15.09.2026 13:18


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_druck.php?id=150 [zuletzt aufgerufen am 17.10.2026]

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