deutsch englisch spanisch französisch italienisch
Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Tenedone

Name (modern):

(settlement and bridge at Zurzach SWI) (Barrington) / Rheinheim o. Zurzach (Miller)

Toponym vorher VIII     Vindonissa     
Toponym nachher XIIII     Iuliomago     
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/177639
Großraum:

Gallien/Germanien

Toponym Typus:

Ortsname ohne Symbol

Planquadrat:

2A5

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Tenedone - https://elexikon.ch/RE/VA,1_493.png

Barrington Atlas:

Tenedo (18 F2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Tenedone

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Miller, Itineraria, Sp. 262:
Tenedone, am Rhein; j. Rheinheim, gegenüber Zurzach, wo Fundamente, Münzen, Scherben; oder Zurzach selbst. 7km nördlich folgt Geißlingen, mit vielen römischen Resten, Ziegeln der XI. und XXI. Leg. u.a. Der Entfernung nach muss aber Tenedo am Rheinübergang gesucht werden. Abzweigung nach Constantia, j. Konstanz, Rugium, Bodungo, Arbor felix (Strecke 3) (Ra).14 l.

Kommentar (RE):
RE Max Fluss V A,1 493–494 — Tenedone, ein nur auf der Tab. Peut. III 5 genannter Ort in Vindelicien, am Südufer des Rheins an der Straße Vindonissa–Castra Regina, 8 Meilen von ersterem Orte entfernt, 14 von Iuliomago, jetzt Zurzach im Schweizer Kanton Aargau (Holder Altcelt. Sprachsch. II 1794. Miller Itin. Rom. 262; zuletzt Stähelin Die Schweiz in römischer Zeit, z. B. 161), nicht das gegenüberliegende Rheinheim, wie Miller 262 annimmt, wo römische Reste (Scherben, Münzen) gefunden wurden. Der Name des Ortes ist keltisch (Stähelin 35. 119, 3. 146, 3). Die Auffindung eines La-Tène-Gräberfeldes auf der nördlich gelegenen Rheinterrasse läßt in T. vielleicht eines der 12 helvetischen oppida erkennen; hier führte schon in vorrömischer Zeit eine hölzerne Brücke über den Rhein. In römischer Zeit bestanden hier zwei Kastelle: das ältere, flußabwärts gelegene, auf der Höhe Kirchlibuck bestand seit der Flavierzeit (Fund zweier Grabsteine von Soldaten der 11. Legion, CIL XIII 5240, 5241) und verrät in seiner unregelmäßigen Form die lange Benützung (Stähelin 161). Wahrscheinlich in diokletianisch-konstantinischer Zeit erfolgte sein Umbau; gleichzeitig wurde es durch ein südöstlich davon auf der Höhe Sidelen bei Zurzach gelegenes Kastell von annähernd quadratischer Gestalt verstärkt. Eine Verbindungsmauer auf der Landseite, die gleichzeitig errichtet wurde, schuf aus den beiden Kastellen eine einzige Befestigungsanlage (Stähelin 250). Westlich von den Kastellen, unterhalb des heutigen Städtchens Zurzach, erstreckte sich die ansehnliche bürgerliche Ansiedlung; bei niedrigem Wasserstand des Rheins zeigen sich noch heute Reste zweier römischer Brücken (Stähelin 161); die Münzfunde reichen bis Kaiser Valentinian II. (Stähelin 282, 2). Eine alte, teilweise noch bestehende Kirche im Inneren der Römerfestung kann als Beweis für die Kontinuität der Besiedlung gelten (Stähelin 498). Vgl. Stähelin Index; bei Stähelin auch die neueste Literatur zitiert. [Max Fluss.]

Datierung (Barrington):
Tenedo – Roman/Late Antique (RE Tenedone; Römer Schweiz 574-78; Petit 1994, 133-34 )
§ Wrzacha

Kommentar (Rasch):
Tenedone am Rhein, Rheinheim oder das gegenüberliegende Zruzach.
Tab. Peut.
M. Fluß, RE. s.v. - Miller, Itin. - F. Stähelin, Die Schweiz in römischer
Zeit, passim.

"TP-Online-ID: 3435 — Tenedone

Desjardins S. 11.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Tenedone; normalisierte Form: TENEDO.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: keine nähere Region/Lage angegeben. Typ: nicht näher bestimmt. Route/Abschnitt: III. Fortsetzung der vorhergehenden Route; Endpunkt Tenedone.

Quellenstellen bei Desjardins: keine Quellenstelle bei Desjardins angegeben.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Zurzach, ou Thiengen ?

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Thiengen bei Cluvier, Germ. ant. III, S. 14, Katancsich I, S. 161, und Walckenaer, Géogr. des Gaules III, S. 75; Leichtlen, Schwaben unter den Römern, S. 83 ff., bevorzugt Zurzach. Desjardins entscheidet vorsichtig „Zurzach, ou Thiengen ?“. Danach setzt sich die Route im oberen Donaubecken fort.

Bearbeitungshinweis: Keine eigenständige antike Parallelquelle; Forschungsliteratur deshalb ausschließlich im Kommentar."

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 262;

Fluß, Max, Tenedone, in: RE V A.1 (1934), Sp. 493 f.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

25.08.2026 13:05


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_druck.php?id=3435 [zuletzt aufgerufen am 01.09.2026]

Impressum Datenschutzerklärung