| Kommentar zum Toponym: |
Scheyb liest interessanterweise Terisias, obwohl das c eindeutig als solches erkennbar ist.
Kommentar (Talbert):
-> stretch to Pisavis
Distance figure, jammed up against the parchment edge, is written XV, with III in smaller figures above.
Miller, Itineraria, Sp. 130:
Te[r]icias (r verblasst, noch vollständig Tericias (Bt, Bg, Ve), T … icias (Dj), irrig T … isias (Sch, Pd, Kt) und Tuicias (Ma)); im Volksmund führt die Strecke noch heute den Namen Camin Ourelian; j. Aureille. Röm. Funde s. Statist. du dép. des Bouches du Rhône II S. 449. Iss : 5480 und 5482.
18. In Archimbaud wurde 1 Meilenstein mit Entfernung 4 (von Tericias) gefunden. I: 5482.
Datierung (Barrington):
Tericiae – Roman (Boyer 1959, 178-84)
RE
Tericiae
RE M. Besnier V A,1 725 — Tericiae, Ort in Gallia Narbonnensis, östlich von der Rhone, auf einer der Straßen, die von Arelate, Arles, nach Aquae Sextiae, Aix, führen, 11 Meilen von Glanum, Saint-Rémy, 18 Meilen von Pisavis, Saint-Jean-de-Bernasse oder Pélissanne (Tab. Peut.). Die Gleichsetzung ist strittig; nach einigen soll es Mouriès (Bouches-du-Rhône) sein, nach anderen Aureille, nach L. A. Constans Arles antique 1921, 160–163 Orgon, wo man zwei Meilensteine gefunden hat (CIL XII 5499f.). [M. Besnier.]
"TP-Online-ID: 3286 — Tericias
Desjardins S. 61.
Lesung und Namensform bei Desjardins: Tericias; normalisierte Form: TERICIAE, peut-être pour AURELIAS.
Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: keine nähere Region/Lage angegeben. Typ: nicht näher bestimmt. Route/Abschnitt: LXXIIII. d’Arelato, ARLES, à In Alpe Maritima, TURBIA — (VIA AURELIA).
Quellenstellen bei Desjardins: Mehrere augusteische Meilensteine auf diesem Abschnitt der Via Aurelia, von Desjardins über Herzog angeführt, moderne Einzelkonkordanzen nicht sämtlich sicher bestimmt; von Honoré Bouche überlieferter Meilenstein mit VIAM AVRELIAM, moderne Corpuskonkordanz nicht sicher bestimmt.
Moderne Identifikation bei Desjardins: Aureille?
Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Die zweite Letter ist teilweise, die dritte vollständig zerstört; Desjardins rekonstruiert aufgrund der älteren Kupfer Tericias und weist Scheybs bzw. Mannerts spätere Lesungen zurück. Er erwägt TERICIAE als vielleicht verderbte Form von AURELIAS und damit eine Lage bei Aureille, wo römische Ruinen vorhanden waren und die Distanzen passen. Weitere ältere Vorschläge reichen von Mouriès und Saint-Martin-de-la-Crau bis Sainte-Croix und Bois-Vert.
Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 77): Diesen Namen belässt Desjardins in der kleinen Restgruppe von 15 für die Narbonensis nicht sicher datierbaren Stationen. Er betont jedoch, dass auch diese nicht notwendig nachaugusteisch sein müssen und dass es sich nicht um Civitas-Hauptorte, sondern um kleinere Stationen handelt.
Bearbeitungshinweis: Korrigierte TP-ID 3286. Die Gleichsetzung mit Aureille bleibt ausdrücklich hypothetisch; deshalb Fragezeichen in der modernen Identifikation."
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