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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Pretorium Agrippine (Praetorium Agrippinae)

Name (modern):

Valkenburg (Barrington)

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher II     Lugduno     
Toponym nachher III     Matilone     
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/99021
Großraum:

Gallien/Germanien

Toponym Typus:

Ortsname mit Symbol

Planquadrat:

1A2

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

C Gehöft

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Praetorium Agrippinae

Barrington Atlas:

Praetorium Agrippinae (10 A4)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Praetoriū Agrippine

Levi:

Praetoriū. Agrippine (C,2)

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Miller, Itineraria, Sp. 41:
Praetoriū Agrippine (Irrig Agripine (Ve)); j. unsicher, aber jedenfalls bei Leyden. Holwerda sieht P. A. für Voorburg oder Arentsburg an. Dagegen sprechen die Zahlen, übereinstimmend in Ta und It, wonach P. zwischen Lugdunum und Matilone liegen sollte, und zwar in unmittelbarer Nähe von Leyden. 3.

Datierung (Barrington):
Praetorium Agrippinae - Roman/ Late Antique (Schönberger 1985, 438 B2; Bechert 1995, 94-96, 101)

Kommentar (Rasch):
Pons Saravi opp. Saarburg in Lothringen.
lt. Ant. 372,1: Ponte Sarvix (v.l. sardis) Tab. Peut.: Ponte Saravi.
Keune, RE. s.v. Saravus. - C. Zangemeister, CIL. XIII 1 p. 688f.

RE:
Praetorium Agrippinae
RE P. Goessler XXII,2 1636–1638 — Praetorium Agrippinae, Name einer militärischen Station auf der Bataverinsel (Provinz Südholland), gelegen an der nördlichen der zwei Römerstraßen Hollands 1. Ordnung — CIL XIII 2 p. 619: via septentrionalis —, die auf der Südseite des alten Rheins von Noviomagus (Nymwegen) nach Lugdunum Batavorum läuft. Die Station ist eingezeichnet auf der Tab. Peut. segm. II 2. Die Einzeichnung lautet Pretoriū Agrippine; darunter steht das für Praetorien, Thermen und horrea publica übliche Bild eines großen Mauerquadrats mit geräumigem Innenhof und einem Tor auf der Südseite zwischen zwei vorspringenden Ecktürmen. Die Nachbarn des P. Agr. der Tab. Peut. sind links Lugdunum Batavorum, rechts Matilo; von jenem ist P. Agr. II Leugen (= 4,5 km), von diesem III Leugen (= 6,75 km) entfernt. Frühere Versuche, P. Agr. mit Arentsburg bei Voorburg zu identifizieren, werden verworfen, weil die Lage nicht zur Eintragung der Tab. Peut. paßt und das Fundmaterial dort zu spät einsetzt. Durch die Grabungen van Giffens ist Valkenburg als Praetorium Agrippinae gesichert. Dort wurden sechs aufeinanderfolgende Kastellperioden festgestellt, beginnend in frühclaudischer Zeit; die Namengebung Praetorium Agrippinae wird mit dem Ausbau des Rheinlimes unter Claudius verbunden. Der westliche Teil des holländischen Rheinlimes wurde bereits um 240 aufgegeben. [P. Goessler.]


"TP-Online-ID: 2987 — Pretorium Agrippine (Praetorium Agrippinae)

Desjardins S. 7.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Pretorium Agrippine; normalisierte Form: PRAETORIUM AGRIPPINAE.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Batavia – bei Leiden. Typ: Vignette de thermes. Route/Abschnitt: Von Lugduno nach Nouiomagi, Nordroute.

Quellenstellen bei Desjardins: CIL XIII 8824: Septimius Severus und Caracalla; cohors XV voluntariorum; armamentarium vetustate conlapsum restituerunt.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Roomburg bei Leiden.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins bezeichnet diesen Eintrag als die einzige Erwähnung des Ortes. Besonders wichtig ist die Kartendarstellung: Praetorium Agrippinae ist mit der auf der Tabula üblichen Vignette für Thermen dargestellt. Die von ihm angeführte Inschrift aus Roomburg berichtet von der Wiederherstellung eines verfallenen armamentarium unter Septimius Severus und Caracalla. Cellarius und Katancsich nehmen an, das Praetorium gehe bereits auf die Regierungszeit des Claudius zurück. Desjardins ergänzt zu Cluviers Bericht über die Altertümer von Roomburg auch das Zeugnis Welsers.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 72): Praetorium Agrippinae zählt Desjardins ausdrücklich zu den sicher nachaugusteischen Stadtnamen des rheinischen Kartenbestands. Desjardins vermutet, dass die quadratischen Thermenvignetten zu den jüngeren, möglicherweise erst nach 14 n. Chr. hinzugekommenen Elementen der Tabula gehören."

Literatur:

Desjardins, Table, p. 7, col. 1-2, no. 2.

Miller, Itineraria, Sp. 41.

Goessler, Peter, Praetorium Agrippinae, in: RE XXII.2 (1954), Sp. 1636-1638.

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Letzte Bearbeitung:

25.08.2026 13:06

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2987 [zuletzt aufgerufen am 02.09.2026]

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