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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Elusa

Name (modern):

Khalasa

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher XXIIII     Oboda     LIII     Thamaro     
Toponym nachher LXXI     Antea dicta Herusalem modo Helya Capitolina     
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/687890
Großraum:

Syrien/Palästina/Arabien

Toponym Typus:

Ortsname ohne Symbol

Planquadrat:

9C1

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Elusa [1] - https://elexikon.ch/RE/V,2_2457

Barrington Atlas:

Elousa (70 F3)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Elusa

Levi:

 

Ravennat:

Helusa

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Ἔλουσα (5,16,10)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Elusa, wie Oboda eine der frühen nabatäischen Gründungen mit der Funktion einer Rast- und Umladestation an der Karawanenstraße, war der nördlichste Posten der Nabatäer. Elusa liegt an der nördlichen Grenze des Negevs an dem Kreuzungspunkt von zwei Handelsrouten: Eine Ost-Westverbindung von der transjordanischen Via Traiana führt über Elusa nach Gaza; und eine Nord-Südverbindung von Beersheba nach Aila verläuft ebenfalls über Elusa. Die Tabula Peutingeriana gibt nur eine über Tamar (Thamaro) in der Arava in die Via Traiana mündende Route an. Wie die meisten anderen alten Nabatäersiedlungen erlebte auch Elusa, Hauptstadt der Palaestina Tertia, im 5. und 6.Jh. einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, zu dem auch die zunehmende Zahl der Sinai-Pilger beitrug. In der christlichen Spätantike war Elusa auch als Ort, an dem um 350 der Heilige Hilarion, der Begründer des palästinischen Mönchtums, Wunder wirkte und viele Sarazenen zum Christentum bekehrte, bedeutsam. In Elusa (und auch in Oboda und Subeita) gab es zahlreiche Klöster, die mit Hilfe der Pilgergelder ein umfangreiches Kirchenbauprogramm errichtet wurden. - Vgl. auch zu Thamaro.

In Bearbeitung, MS, 2.12.2020

Kommentar (RE): Elusa. 1) Ἐλοῦσα (vielleicht = Ἄλουσα Joseph. ant. Iud. XIV 18), Ort im Norden von Arabien, nach der Tab. Peut. am Weg von Jerusalem nach Aelana, 71 mp. von Jerusalem entfernt, nach Itin. Ant. 34. 35 ‚an der Spitze der Wüste, die nach dem Sinai läuft‘. Ptolemaios (V 15, 7) rechnet sie zu den Städten der Idumaeer östlich vom Jordan, Hieronymus (vita s. Hilar.; comm. ad Jes. 15) zum Moabiterland. Später wurde die Stadt zu Palaestina tertia geschlagen (Steph. Byz. Hierocl. 721, 10). Bischöfe von E. sind in den Akten des ephesinischen Konzils genannt. Der eigentümliche heidnische Kult des Ortes ist von mehreren Kirchenvätern beschrieben (vgl. Wellhausen Skizzen III 44f. W. R. Smith Rel. of the Semites 57 Anm.). Heute Ḥalaṣa südwestlich von Bîr es-Sebaʿ. Reland Paläst. 755. Robinson Paläst. I 332f. 442. Palmer Wüstenwanderung 297.
[Benzinger. ]

Literatur:

Benzinger, Immanuel, Elusa [1], in: RE V.2 (1905), Sp. 2457.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

08.03.2026 16:41


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2885 [zuletzt aufgerufen am 15.03.2026]

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