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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

[Fl. Sarnus]

Name (modern):

Sarno

Bild:
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Toponym nachher
Alternatives Bild ---
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Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/433102
Großraum:

Italien

Toponym Typus:

Fluss

Planquadrat:

5C5 / 5B5

Farbe des Toponyms:

ohne Farbe

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Sarnus (DNP)

RE:

Sarnus

Barrington Atlas:

Sarnus fl. (44 G4)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

[Fl. Sarnus]

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Σάρνος ποταμοῦ ἐκβολαί (3,1,7)

Plinius:

Sarnus amnis (3,62)

Strabo:

ὁ Σάρνος ποταμός (5,4,8)

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Köhner):
Es handelt sich beim unteren links eingezeichneten Fluss nicht um einen Mündungsarm, sondern um einen extra Fluss, nämlich den in Kampanien fließenden Sarno. Entgegen der Meinung Millers hat hier - wie Talbert auch erkennt - der Kopist einen "Fehler" rasiert.

Fluss entspringt aus folgendem Gebirge, das von Desjardin und Miller weiter nördlich verortet wird. Laut Barrington könnte man vom mons Sarnus ausgehen, aber beide identifizieren es als den Mons Taburnus
[Mons Taburnus]

Strab 5,4,8:
Sowohl diese Stadt als Pompaia, die nächste, an der der Fluss Sarnus vorüberfließt, hatten die Osker in Besitz

Kommentar (Talbert):
For the relationship between this river and river #60, see note under the latter.

Miller, Itineraria, Sp. 386:
[Fl. Sarnus] (St, Pt, Verg, Sil, Pl, Stat, Silv, Vib Sequ), gezeichnet, nicht geschrieben, Ursprung mit dem Silarus gemeinsam. Der linke Arm fließt bei Nuceria vorbei und mündet bei Pompei in den Sinus Puteolanus; j. Sarno

Datierung (Barrington):
Sarnus fl. – ? (Amarotta 1978)

DNP:
Sarnus
Fluß in Campania (Plin. nat. 3,9,62; bei Vibius Sequester 138 außerdem ein Berg S.; bei Oros. 4,15,2 f. irrtümlich mit dem Arno identifiziert; Ptol. 3,1,7; Tab. Peut. 6,5 ohne Namensnennung; Prok. BG 4,35 nennt ihn Δράκων, “Drache”), wasserreich und ruhig dahinfließend (Sil. 8,537), der bei Nuceria [1] in den Sinus Puteolanus mündet, h. Sarno. Konon [4] führt den Namen des S. auf Pelasgoi aus der Peloponnesos zurück, die sich hier niedergelassen, den S. Sarro und sich selbst Sarrastae genannt hätten (FGrH 26 F 3; vgl. Verg. Aen. 7,738; Sil. 8,536 f.). Anschwemmungen des Flusses, der Ausbruch des Vesuvius im J. 79 n. Chr. und die ständigen Erdbewegungen in diesem Gebiet haben seither die Küstenlinie im Mündungsbereich des S. nach Westen verschoben, die Abholzung der Wälder im Quellbereich hat zudem den Wasserreichtum des S. verringert. Der Handelshafen von Pompeii im Mündungsgebiet des S. wurde von Nola, Nuceria und Acerrae [1] genutzt (Strab. 5,4,8). Als Flußgott wurde ein Jüngling mit Widderhörnern verehrt (vgl. Suet. gramm. 28 und die Mz. von Nuceria HN 41).
Gargini, Michela; Ü:J.W.MA.

Nissen I 334:
Der Sarnus, welcher die Ebene südlich vom Vesuv durchströmt, wird in strenger Zucht zur Irrigation der Felder angehalten. Dieser 40 km lange Fluss besitzt recht viel Wasser, so dass seine Mündung den Hafen des alten Pompeii abgeben konnte (Fßn1: Strab. V 247, Plin. III 62, Prokop b. Goth. IV 35 dazu Cluver It. ant. p. 1157). Seit dem Altertum hat eine flache Bucht ausgefüllt und die Stadt 1km weiter von der See abgerückt als sie ehedam war (Fßn2. Ruggiero in der Festschrift Pompei p. 9fg. v. Duhn, Rhein. Mus. XXXVI p. 127. 632.)

Nissen II 760:
Der letzte Abschnitt der campanischen Ebene wird vom Sarnus Sarno durchflossen (I 334). Die Quellbäche der hirpinischen Berge vereinigen sich bei S. Severino und treten bei Nuceria ins Flachland hinaus (Fßn1: Es beruht wohl auf Verwirrung wenn Vibius Sarnus Nuceriae sowohl unter den fluvii als den montes aufzählt).

Luciano Bosio:
Fiume privo di idronimo (Fiume Sarno) TabPeut, V, 5 gesto fiume, non contraddistinto da alcun idronimo, nasce da una catena isolata, che è disegnata sotto la mansio di Abellino (e appena sopra la vignetta di Nuceria) e nella quale si può riconoscere l’altopiano di Abella (Avella; cfr. supra). Con un andamento arcuato incrocia dapprima il tratto stradale Ad Teglanum-Nuceria, quindi, presso Pompeis, il tracciato che porta a Nuceria e, infine, la strada litoranea per sfociare in mare non distante dalla mansio Stabios (Fig. 50). Da precisare è che nella copia di Miller il corso d’acqua non è fatto derivare dal citato gruppo montuoso, ma da un altro vicino corso privo di idronimo, dal quale si stacca all’altezza della posta di Silarium Fl.1041. Guardando all’originale, si può notare in effetti il segno di questo diverso alveo, ma si deve anche dire, con altrettanta chiarezza, che qui nella stessa Tabula si può cogliere una evidente cancellatura (Fig. 50). Ora, in base a quanto ci mostra la Carta e in particolare la presenza vicina delle stazioni di Pompeis e di Stabios, si può con sicurezza identificare il nostro fiume con il Sarno1042, che nasce dal monte San Severino, nelle vicinanze dell’attuale chiesa di Santa Maria della Foce, e giunge al mare attraversando la pianura per tutta la sua larghezza1043. È importante dire tuttavia che sulla scorta di dati desunti da studi del XVI secolo e da ricerche moderne sembra che il fiume abbia mutato nel tempo il suo corso: in epoca romana infatti doveva toccare Pompei, che aveva alla foce di questo fiume il suo scalo portuale1044. Numerose sono le fonti a partire da Virgilio che fanno memoria del Sarnus, comprensibilmente data anche la sua correlazione con Pompei1045, e l’idronimo ritorna pure nella mansio Sarnum citata dall’Anonimo Ravennate e da Guidone1046, un toponimo/idronimo a cui sarebbero collegati i populi Sarrastes, come ricordano gli stessi Virgilio e Silio Italico. Il fiume fu oggetto di un culto che divenne di riferimento per Numkcera Alfaterna, le cui monete di periodo sannitico portano la testa di un giovane con le corna di ariete1047; una leggenda diceva infatti che un certo Epidio Nocerino, caduto nel fiume, poco dopo fosse riemerso munito di corna e che subito fosse sparito per venire accolto tra gli dei1048. Sappiamo anche da Procopio che in seguito il fiume prese il nome di .,BD711049 e per questo ancora nell’XI secolo il Sarno era indicato come Draconteo o Draconcello1050. Due vignette del tipo “ad aquas” sono disegnate a sinistra e non lontano dal Sarno: sono Oplontis e, più piccola, Ad Teglanum. La prima, posta lungo la strada da Herclanum a Pompeis, è riconosciuta con l’odierna Torre Annunziata1051. In proposito c’è da dire però che nella zona non risulta una particolare presenza di sorgenti termali e pertanto la vignetta, nonostante il tipo di riferimento, sembra non tanto indicare la presenza di acque salutifere, quanto probabilmente quella di una mansio ben attrezzata per i viaggiatori, magari addirittura con l’offerta di una struttura balnearefi. La medesima considerazione si può fare anche per Ad Teglanum lungo la via Nola.

Fluss ohne Namen (Fluss Sarno) TabPeut, V, 5 Der Fluss, der keinen Namen hat, entspringt aus einer isolierten Bergkette, die unterhalb der Mansio von Abellino (und knapp oberhalb der Vignette von Nuceria) eingezeichnet ist und in der man die Hochebene von Abella (Avella; vgl. oben) erkennen kann. Mit einem bogenförmigen Verlauf kreuzt er zunächst die Straße Ad Teglanum-Nuceria, dann bei Pompeis die Straße, die nach Nuceria führt, und schließlich die Küstenstraße, um unweit der Mansio Stabios ins Meer zu münden (Abb. 50). Es sei darauf hingewiesen, dass in Millers Kopie der Wasserlauf nicht aus der genannten Berggruppe entspringt, sondern aus einem anderen nahe gelegenen, namenlosen Wasserlauf, von dem er sich auf Höhe der Poststation Silarium Fl.1041 trennt. Wenn man sich das Original ansieht, kann man tatsächlich die Markierung dieses anderen Flussbettes erkennen, aber es muss auch ebenso deutlich gesagt werden, dass hier in derselben Tabula eine offensichtliche Streichung zu erkennen ist (Abb. 50). Aufgrund der Angaben auf der Karte und insbesondere aufgrund der Nähe der Stationen Pompeis und Stabios kann man unseren Fluss mit Sicherheit als den Sarno1042 identifizieren, der am Monte San Severino in der Nähe der heutigen Kirche Santa Maria della Foce entspringt und durch die gesamte Breite der Ebene fließt, bevor er ins Meer mündet1043. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass der Fluss nach Daten aus Studien des 16. Jahrhunderts und modernen Forschungen im Laufe der Zeit seinen Lauf verändert zu haben scheint: In der Römerzeit muss er nämlich Pompeji berührt haben, das an der Mündung dieses Flusses seinen Hafen hatte1044. Zahlreiche Quellen, angefangen bei Vergil, erwähnen den Sarnus, was angesichts seiner Verbindung zu Pompeji verständlich ist1045, und der Hydronym taucht auch in der Mansio Sarnum auf, die vom Anonymus Ravennate und von Guidone erwähnt wird1046, einem Toponym/Hydronym, mit dem die Populi Sarrastes in Verbindung stehen sollen, wie Vergil und Silius Italicus selbst erwähnen. Der Fluss war Gegenstand eines Kultes, der für Numkcera Alfaterna zum Bezugspunkt wurde, deren Münzen aus der samnitischen Zeit den Kopf eines jungen Mannes mit Widderhörnern tragen1047; eine Legende besagt nämlich, dass ein gewisser Epidio Nocerino, der in den Fluss gefallen war, kurz darauf mit Hörnern wieder auftauchte und sofort verschwand, um unter den Göttern aufgenommen zu werden1048. Von Procopius wissen wir auch, dass der Fluss später den Namen .,BD711049 erhielt und deshalb noch im 11. Jahrhundert als Draconteo oder Draconcello1050 bezeichnet wurde. Zwei Vignetten vom Typ „ad aquas” sind links und nicht weit vom Sarno entfernt eingezeichnet: Oplontis und, kleiner, Ad Teglanum. Die erste, die an der Straße von Herclanum nach Pompeis liegt, wird mit dem heutigen Torre Annunziata identifiziert1051. In diesem Zusammenhang ist jedoch anzumerken, dass es in dieser Gegend keine besonderen Thermalquellen gibt und daher die Vignette trotz der Art der Referenz weniger auf das Vorhandensein von Heilwasser hinweist, sondern wahrscheinlich eher auf eine gut ausgestattete Mansio für Reisende, vielleicht sogar mit einem Badehaus. Die gleiche Überlegung gilt auch für Ad Teglanum entlang der Via Nola.

Literatur:

[1] Bosio/Rosada

[2] Desjardins, Table, p. 82, col. 3, no. 27 - p. 83, col. 1;

[3] Gargini, Michela, Sarnus, in DNP: 11 (2001), Sp. 86.

[4] Miller, Itineraria, Sp. 386;

[5] Nissen I 334. II 760;

[6] Philipp, Hans, Sarnus, in: RE II A.1 (1921), Sp. 30f.

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A. Amarotta, La linea del Sarno nella Guerra Gotica, in: Atti dell`Accademia Pontaniana 27, 1978, 156-179
G. Centonze, L`idronimo S. nelle fonti antiche e medievali, in: Ebd. 38, 1989, 151-180
A. Ostrow Koloski, The Sarno Bath Complex, 1990
R. Catalano Trione, Sulla storia del Sarno, in: Tra Lazio e Campania, 1995, 123-136.

Weiss, Ingeborg, Italienbücher, S. 115. 119;

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Letzte Bearbeitung:

22.08.2026 14:48

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