deutsch englisch spanisch französisch italienisch
Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

[Mons Taburnus]

Name (modern):

Monte Taburno

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/433141
Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Taburno_Camposauro
Großraum:

Italien

Toponym Typus:

Berg/Gebirge

Planquadrat:

5B5

Farbe des Toponyms:

ohne Farbe

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Mons Taburnus (DNP)

RE:

Taburnus

Barrington Atlas:

Taburnus Mons (44 G3)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

 

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Köhner)
a) Lesung und Rekonstruktion des Namens
[Mons Taburnus]

b) Moderne(r) Name(n) und Verortung(en)
Monte Taburno

c) Namensformen belegt bei antiken Autoren
Pleiades: Serv. In Aen. 12.715.2

d) Datierung der Namensform auf der TP


e) Bedeutung des Toponyms in der Antike
Miller, Itineraria, Sp. 393:
Gebirge nördlich von Ad teglanum, zischen Nuceria, Salerno, Benebento und Capua: [Taburnus M.] (Polyb, Verg, Grat, Cyneg), auf der Nordseite rauh, auf der Südseite sehr fruchtbar an Südfrüchten, halb zu Campanien, halb zu Samnium gehörend, auf der Südseite die Caudinischen Pässe umgebend; j. noch Monte Taburno oder Rocca Rainola, östliche Fortsetzung Monte Vergine.
Desjardin: 22. [Massiv zwischen ad Teglanum und Benebento (für Beneventum), das Virgils Taburnus (Georg. II, v. 38) darstellen soll, heute Monte Taburno], nachgezeichnet, nicht geschrieben (V , C, 2).

DNP: Mons Taburnus
Bergmassiv im Appenninus (höchste Erhebung h. Monte Taburno, 1394 m) in Samnium (vgl. Vibius Sequester 311 Gelsomino; anders Serv. Aen. 12,715: mons Campaniae) nordwestl. von Caudium (vgl. Grattius, Cynegetica 507). Die Gipfelregion und die Nordseite sind rauh und wild, die Südseite fruchtbar; Olivenanbau (Vib. Sequ. l.c.; Verg. georg. 2,38). [Sauer, Vera (Stuttgart)]
RE: Taburnus mons Campaniae (Serv. Aen. XII II 715), Name der höchsten Erhebung (1393m) oder des gesamten Gebirgszuges, der heute Monte Taburno oder als Gebirgskette Rocca Rainola mit der östlichen Fortsetzung Monte Vergine heißt. Teilweise zu Campanien, teilweise zu Samnium gehörig ist die Nordseite rauh und wild, die Südseite fruchtbar, wo Vib. Sequ. 157 und Verg. Georg. II 38; Aen. XII 715 mit Schol. die Ölbäume erwähnen. Im Süden begrenzen das Gebirge die bekannten Caudinischen Pässe, daher Gratt. Cyneg. 509: Caudini Saxa Taburni [Philipp]

Luciano Bosio: Gruppo montuoso compreso fra le stazioni stradali di Abellino e di Ad Teglanum (Altopiano di Abella)
Se il gruppo precedente, come si è detto, è riconducibile a un preciso monte, il Tifata, non altrettanto si può dire di questo rilievo, disegnato nella Tabula fra le stazioni stradali di Abellino sopra e di Ad Teglanum sotto (Fig. 29). Si articola in sette alture quasi uguali per forma e dimensione e nessun fiume nasce da esso; non vi è inoltre alcuna segnalazione indiretta che aiuti a identificarlo. Rimane solamente la sua posizione in relazione ad Avellino e questo potrebbe ricondurre all’altopiano di Abella, che presenta cime che raggiungono e superano i 1500 metri di altezza. Miller vede invece nella piccola catena il mons Taburnus, l’odierno Taburno [436: cfr. supra.] è da dire tuttavia che questo monte si trova a settentrione di Benevento, troppo lontano per poter essere riconosciuto nel rilievo della Tabula, in cui perciò, come si è detto, è più verosimile cogliere il comprensorio montuoso di Abella.

Wenn die vorhergehende Gruppe, wie gesagt, auf einen bestimmten Berg, den Tifata, zurückgeführt werden kann, so gilt dies nicht für dieses Relief, das in der Tabula zwischen den Straßenstationen von Abellino oben und Ad Teglanum unten eingezeichnet ist (Abb. 29). Es gliedert sich in sieben Erhebungen von fast gleicher Form und Größe, und es entspringt kein Fluss; außerdem gibt es keine indirekten Hinweise, die zu seiner Identifizierung beitragen könnten. Alles, was bleibt, ist ihre Lage in Bezug auf Avellino, und das könnte auf die Hochebene von Abella zurückführen, deren Gipfel 1.500 Meter und mehr erreichen. Miller sieht in der kleinen Kette stattdessen den mons Taburnus, den heutigen Taburno [436: vgl. oben]. Allerdings liegt dieser Berg nördlich von Benevento, zu weit entfernt, um auf dem Relief der Tabula erkannt zu werden, so dass es sich, wie erwähnt, eher um das Berggebiet von Abella handelt.

f) Kommentar zur Einzeichnung auf der TP (Gestaltungsfehler/Folgefehler?)
Aus dem Gebirge entspringt der [Fl. Sarnus]
Problem: Sarnus ist auf dem BArrington Bild zu weit weg, entweder unterschlägt man das oder man muss sich ein anderes Gebirge suchen > Sarnus mons? RE Artikel sagt, das gibt es gar nicht.

Literatur:

[1] Bosio/Rosada, Fonti II, S. 60.

[2] Desjardins, Table, p. 81, no. 22, col. 2.

[3] Miller, Itineraria, Sp. 393.

[4] Philipp, Hans, Taburnus, in: RE IV A.2 (1932), Sp. 1985.

[5] Sauer, Vera, Mons Taburnus, in: DNP ?

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

08.12.2025 15:58

Druckversion erstellen


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/einzelanzeige.php?id=3560 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

Impressum Datenschutzerklärung