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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Pantalla individual

Topónimo (simplificado):

Messana

Nombre (moderno):

Messina

Imagen:
Al detalle de la imagen
Topónimo antes XXXVI     Tindareo     
Topónimo después
Imagen alternativa ---
Imagen (Barrington 2000)
Imagen (Scheyb 1753) ---
Imagen (Welser 1598) ---
Imagen (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/462538
Área:

Islas mediterráneas

Tipo de topónimo:

Topónimo con símbolo

Cuadrícula:

6B2

Color del topónimo:

negro

Tipo de viñeta:

A Torre doble

Itinerario:

Messana (86,4; 89,3; 90,4; 90,5)

Nombres alternativos (diccionarios):

Messana, Messene [1]

Nombre A (RE):

Messene [2] - https://elexikon.ch/RE/XV,1_1213.png

Nombre B (Barrington Atlas):

Zancle/Messana (47 H2)

Nombre C (TIR / TIB /otros):

 

Nombre D (Miller):

Messana

Nombre E (Levi):

Messana (A,I,1)

Nombre F (Ravenate):

Mesciana (p. 100.27)

Nombre G (Ptolemaios):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Datación del topónimo en la TP:

---

Fundamento para la datación:

 

Comentario al topónimo:

Kommentar (Talbert):
If a continuation to unnamed symbol #49 was intended by the mapmaker, as seems only likely, the route linework and any distance figures have evidently come to be omitted; moreover the name Tavromenio is now misplaced, with no link to any route.

Miller, Itineraria, Sp. 397:
Messana, it. (It, Gu, ..), Mesciana (Ra), Messene (Herodot), in siculischer Zeit Zancle (Ζάγκλη = Sichel – wegen der sichelförmigen Gestalt der Halbinsel: Hecat, Her, Diod, St, Sil); von den Griechen vergrößert, nach den Messeniern benannt (Thuc), 396 von den Karthagern eroberte feste Stadt mit trefflichem Handel (Diod); seit dem 1. Punischen Krieg römisch (Pl); Überfahrt von Rhegium (70 St.: It). Bei Messina j. 2 Leuchttürme, der größere südlich, der kleinere nördlich von der Spitze (j. Garofalo – Nelke genannt), wo man die Charybdis zu suchen pflegt; aber die Szylla bei dem gleichnamigen Städtchen ist 2 1/2 Stunden davon entfernt, weshalb nicht stimmt: Incidit in Scyllam, qui vult vitare Charybdim (so: Kerckhoff, Reiseerinnerungen aus Sizilien, Berlin 1894). Beim Fischerdorf Faro, nordöstlich von der Nordspitze von Sizilien, dem prom. Pelorum, ist derselbe Wirbel wie beim Garofalo (=Faro piccolo); j. Messina. Iss. CIL X 6976-6988. 8053 46. 126. 157. 8056 177. CIG 5615 bis 5637 cum add. p. 1250.

Miller, Itineraria, Sp. 404:
Messana, s.o.

Datierung (Barrington):
Zancle/Messana – Archaic/Classical/Hellenistic/Roman/Late Antique (Vallet 1958; Manni 1981, 242-44; BTCGI X, 1-65)
§ Mamertina

DNP:
Messana, Messene
[1] Stadt im NO Siziliens
(Μεσσάνα, ion. Μεσσήνη, lat. Messana). Stadt im NO Siziliens, h. Messina. Der urspr. Name Zankle (Ζάγκλη = sikulisch: “Sichel”) stammt von der top. prägnanten Gestalt der natürlichen Hafenbucht (Thuk. 6,4,5).
Sonnabend, Holger (Stuttgart)

A. Gründung
Wegen der strategisch hervorragenden Lage an der Meerenge zw. Sizilien und It. war der Ort schon früh besiedelt; Seeräuberei bezeugen Thuk. 6,4,4 und Paus. 4,23,7. Die eigentliche Gründung erfolgte im Rahmen der griech. Kolonisation nach Mitte des 8. Jh.v.Chr. durch Chalkideis aus Kyme [2] in Campania (Thuk. 6,4,5f.). Die ältesten Siedlungsspuren liegen an der Südseite des Hafens [1]. Weil es der Stadt an landwirtschaftlichen Ressourcen fehlte, wurden Mylai [2] (716 v.Chr. nach Eus. chronicon p. 90b H) und Himera (649 v.Chr. nach Diod. 13,62,4) gegründet.
Sonnabend, Holger (Stuttgart)

B. 5.und 4. Jh.v.Chr.
Nach dem Ionischen Aufstand (Anf. des 5. Jh. v.Chr.) zogen Siedler aus Miletos [2] und Samos hinzu. Eine wesentliche, im einzelnen aber unklare Rolle spielte dabei der Tyrann Anaxilaos [1] von Rhegion [2]. Dieser übernahm schließlich selbst die Herrschaft und benannte Zankle in M. um, angeblich als Reminiszenz an die peloponnesische Herkunft seiner Familie (Thuk. 6,4,6; vgl. Hdt. 6,23). Damit verbunden war die Einwanderung von Messenioi (M. [2], Messenia) aus dem Mutterland (Strab. 6,2,3). Die Nachfolger des Anaxilaos konnten die Herrschaft über M. bis 461 v.Chr. halten.

Nach einer Auseinandersetzung mit Athen um die Tochterstadt Mylai geriet M. 426 v.Chr. kurzfristig unter die Kontrolle Athens (Thuk. 3,90). Bereits ein Jahr später schloß sich M. jedoch der sizilischen Hegemonialmacht Syrakusai an (Thuk. 4,1). Eine mil. Unternehmung gegen die Nachbarstadt Naxos führte zum Konflikt mit den Leontinoi und Athen (Thuk. 4,25). Trotz Avancen von Seiten des Alkibiades (Thuk. 6,50) verhielt sich M. während der großen Sizilischen Expedition der Athener im Rahmen des Peloponnesischen Krieges weitgehend neutral, hatte aber mit innenpolit. Divergenzen zu kämpfen (Thuk. 5,5).

Als Verbündete von Syrakusai wurde M. wie viele andere sizilische Städte Anf. des 4. Jh.v.Chr. zum Objekt mil. Aktionen der Karthager. 396 v.Chr. kam es zur Zerstörung durch diese (Diod. 14,59,1), doch bereits 395 v.Chr. wurde M. wieder aufgebaut und durch Syrakusai neu besiedelt. Die auf labile polit. und soziale Verhältnisse hindeutende Tyrannis des Hippon wurde 337 v.Chr. durch den Korinther Timoleon beseitigt.
Sonnabend, Holger (Stuttgart)

C. 3.Jh.v.Chr. und römische Zeit
Im 3. Jh.v.Chr. übernahmen die campanischen Mamertini, ehemalige Söldner des Tyrannen Agathokles [2], das Regiment in M. (das in Mamertina umbenannt wurde; vgl. Cic. Verr. 2,2,13). Ihre von hier aus organisierten Raubzüge ins östl. Sizilien führten 264 v.Chr. zum Ausbruch des 1. Punischen Krieges, indem sich die von Hieron [2] II. bedrängten Mamertini erst an Karthago und dann an Rom um Hilfe wandten (Pol. 1,10-12) [3]. Während des Krieges war M. loyaler Bundesgenosse der Römer. Nach dem Krieg erhielt M. den Status einer civitas foederata (Cic. Verr. 2,2,13). Vom großen sizilischen Sklavenaufstand E. des 2. Jh.v.Chr. hielt sich M. fern. Als wichtiger Flottenstützpunkt und prosperierender Handelsplatz nahm M. in röm. Zeit einen bedeutsamen, sich auch in einer relativ hohen Einwohnerzahl widerspiegelnden Aufschwung. Wegen der modernen Überbauung sind nur wenige ant. Reste (archa. Heiligtum, Kammergrab klass. Zeit, zwei hell.-röm. Nekropolen, Spuren von Wohnhäusern und mamertinischen Wehranlagen) aufgedeckt [4].
Sonnabend, Holger (Stuttgart)

D. Byzantinische Zeit
Im J. 550 fiel M. für kurze Zeit den Ostgoten unter Totila in die Hände. Nach der Rückeroberung unter Iustinianus [1] teilte die Stadt das Schicksal Sicilias, auch in kirchlicher Hinsicht. Eine Blüte in byz. Zeit war nicht nur seiner geogr. Position, sondern auch der Seidenraupenproduktion zu verdanken. Einschneidend wie für den gesamten Osten Siziliens (Syrakusai) war der Beginn der arab. Eroberung der Insel (Fall M.s im J. 843), da sich der polit. und wirtschaftl. Schwerpunkt nun in den Westen verlagerte (Panormos). Das griech. Element hielt sich jedoch und war auch noch in der Normannenzeit (seit 1061) aktiv [1].
Niehoff, Johannes (Freiburg)

Hekataios F 72
Stephanos of Byzantion, Ethnika s.v. Ζάγκλη

Ζάγκλη· πόλις Σικελίας. ῾Εκαταῖος Εὐρώπηι. οἱ μὲν ἀπὸ Ζάγκλου τοῦ γηγενοῦς ἢ ἀπὸ κρήνης Ζάγκλης· οἱ δὲ διὰ τὸ ἐκεῖ Κρόνον τὸ δρέπανον ἀποκρύψαι, ὧι τὰ τοῦ πατρὸς ἀπέκοψεν αἰδοῖα. Νίκανδρος ἐν τῶι η̄ Σικελίας· «καί τις καὶ Ζάγκλης ἐδάη Δρεπανηίδος ἄστυ». τὸ γὰρ δρέπανον οἱ Σικελοὶ ζάγκλον καλοῦσι.
Stephanos of Byzantion, Ethnika s.v. Ζάγκλη

Zankle. A city of Sicily. Hekataios mentions it in his Europe. Some say that it is named after the Titan Zanklos or after the spring Zankle. Others say that it has this name because it is there that Kronos hid the sickle, with which he castrated his father. Nikander (BNJ 271-272 F 15) in the eighth book of his Europe: ‘And it is also taught that the town of Zankle was named from the sickle’. For the Sikels call the sickle a zanklon. (Thucydides 6.4.5)

Bibliografía:

Desjardins, Table, p. 245, col. 3, no. 1 - p. 246, col. 2.

Miller, Itineraria, Sp. 397. 404.


1 J. Boardman, Kolonie und Handel der Griechen, 1981, 201f.

2 H. Berve, Die Tyrannis bei den Griechen 1, 1967, 155-157.

3 K.-W. Welwei, Hieron II. von Syrakus und der Ausbruch des Ersten Punischen Krieges, in: Historia 27, 1978, 573-587.

4 G. Scibona, s.v. Zankle, PE 998f.

P. Faure, Die griech. Welt im Zeitalter der Kolonisation, 1981.

A.Schenk Graf von Staufenberg, Trinakria, 1963.

G. Vallet, Rhégion et Zancle, 1958.

Ders., La colonisation chalcidienne et l`hellénisation de la Sicilie orientale, in: Kokalos 8, 1962, 30-51.

1 A. Guillou, Les actes grecs des S. Maria di Messina, 1963.

S. Tramontana, s.v. Messina, LMA 6, 562f.

A. Kazhdan, D. Kinney, s.v. M., ODB 2, 1350f.

Philipp, Hans, Messene [2], in: RE XV.1 (1931), Sp. 1214-1231.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Última elaboración:

27.11.2025 16:11


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https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_es.php?id=544 [zuletzt aufgerufen am 12.03.2026]

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