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Part of Tabula Peutingeriana - Rome

Tabula Peutingeriana – Single display of hits

Toponym TP (renewed):

Nasie

Name (modern):

St-Amand-sur-Ornain/Naix-aux-Forges

Image:
Toponym before IX     Caturices     
Toponym following XIIII     Ad fines (Ad Fines)     
Alternative Image ---
Image (Barrington 2000)
Image (Scheyb 1753) ---
Image (Welser 1598) ---
Image (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/109190
Area:

Gaul/Germania

Toponym Type:

Toponym with Symbol

Grid square:

1A5

Toponym Color:

black

Vignette Type :

A Twin Towers

Itinerary:

(365,3)

Alternative Name (Lexica):

Nasium (DNP)

Name A (RE):

Nasium - https://elexikon.ch/RE/XVI,2_1789.png

Name B (Barrington Atlas):

Nasium (11 F4)

Name C (TIR/TIB/others):

 

Name D (Miller):

Nasie

Name E (Levi):

Nasie (A,I,1)

Name F (Ravennate):

 

Name G (Ptolemy):

Νάσιον (2,9,13)

Plinius:

 

Strabo:

 

Dating from Toponym on TP:

---

Argument for Dating:

 

Commentary on the Toponym:

Kommentar (Talbert):
-> stretch to Adfines
The linework for this stretch is not marked.

Miller, Itineraria, Sp. 65:
Nasie (Nicht Naste (Pd)), civitas Nasaga?, Nantes (Ra), Nasium castrum (Fredeg. Chron. 38), Nasio castrum super Ornam fluvium situm (Valois, ng 371), Orna j. Ornain, rechter Zufluss der Marne; Nantuates vel Nasium (Porch.); Sitz der Leuci; Nasio vicu in Barreuso (Münze); j. Naix. Iss: 4630 bis 3644; nicht Nannssen, Nançois le grand.
14; nach Tullium 16 (It).

Kommentar (RE):
RE Alfred Franke XVI,2 1790–1792 — Nasium. Nasium, eine Stadt der Leuci in Gallia Belgica zwischen Mosel und Marne, heute Naix-aux-Forges am Ornain, einem rechten Nebenfluß der Marne, südlich von Ligny-en-Barrois; nicht Nançois-le-Grand, wie ältere Geographen angenommen hatten. Bezeugt ist Nasium durch Ptolem. II 9, 7 als Stadt der Leuci, durch Itin. Ant. 365, 3 und durch die Tab. Peut. als Station der Straße von Reims (Durocortorum) nach Toul (Tullum) und Metz (Divodurum), zwischen Caturrigis und Tullum. Auch inschriftlich ist der Ort bezeugt. Nasium war neben dem Vorort Toul die bedeutendste Stadt der Leuci. Die keltische Ansiedlung lag auf dem östlich von Naix gelegenen Hügel von Boviolles, auf dem die Reste eines großen Ringwalles und zahlreiche gallische Funde, besonders Münzen, entdeckt wurden; der Platz wurde auch in römischer Zeit weiterbenutzt. Die römische Stadt lag am Fuß des Hügels am linken Ufer des Ornain. Ausgrabungen brachten eine beträchtliche Anzahl römischer Privathäuser, teilweise mit reichen Mosaiken, ein Amphitheater, mehrere Tempel, ausgedehnte unterirdische Wasserleitungen, Gräber sowie zahlreiche Schmuck- und Münzfunde zutage. Diese Funde bezeugen den ehemaligen Wohlstand des Ortes. Die Inschriften CIL XIII 4630–4644 umfassen unter anderem eine Kaiserinschrift auf Tiberius; Altäre bezeugen Epona und Mercurius. Ein beneficiarius der in Mainz stationierten Legion dürfte sich auf einem besonderen Kommando in Nasium aufgehalten haben. Nasium war im Altertum ein wichtiger Straßenknotenpunkt: außer der großen Heeresstraße Reims–Toul bestand ein durch archäologische Funde nachgewiesenes Netz von Straßen in die Umgebung; zu ihrem Schutz lagen mehrere Befestigungen in der Umgebung. Eine eigentliche militärische Garnison in Nasium ist jedoch nicht nachgewiesen. Wenn der Ort in späteren Quellen als castrum bezeichnet wird, bedeutet dies lediglich einen befestigten Ort. Unter den Merowingern war Nasium Münzstätte; danach verlor der Ort zunehmend seine Bedeutung. Der Artikel endet in Sp. 1792 mit [Alfred Franke.]


Datierung (Barrington):
Nasium – Hellenistic/Roman/Late Antique (Lutetia 131-32; Petit 1994, 186-87 (no. 186))

DNP:
Nasium

Stadt der Leuci in Gallia Belgica (Itin. Anton. 365,3; Tab. Peut. 2,5; Νάσιον, Ptol. 2,9,13) zw. Mosella und Matrona [2] auf dem Gebiet der h. Kommunen Naix-aux-Forge und Saint-Amand-sur-Ornain. Die gallo-röm. Stadt im Tal des Ornain folgte einem sich auf dem benachbarten Hügel von Boviolles befindlichen kelt. oppidum (52 ha). N. liegt an der von Durocortorum nach Tullum und Divodurum führenden Heerstraße (Tab. Peut. l.c.; Intin. Anton. l.c.), seine verkehrsgeogr. Bed. ist aber mit weiteren fünf von hier ausgehenden Straßen v.a. regionaler Natur. Grabungen vorwiegend im 19. Jh. brachten eine Fülle arch. Zeugnisse zutage: Thermen, zwei Tempel, Amphitheater, Aquaedukt, Privathäuser, Bildwerke [1] und Inschr. (CIL XIII 4630-4644) sowie Kleinfunde (v.a. Schmuck und Mz.). Die besiedelte Fläche erstreckte sich über ein ovales Areal von ca. 65 ha, mit dicht bebautem Kern von 12 ha. Siedlungsbeginn ist wohl kaum vor M. des 2. Jh.v.Chr. anzunehmen. Im 7. Jh.n.Chr. notiert die Fredegar-Chronik (4,38) das wohl auf dem Plateau Mazeroie zu lokalisierende castrum N., welches 612 n.Chr. vom Frankenkönig Theuderich II. erobert wurde. In merowingischer Zeit (Merowinger) war N. Münzstätte.

Schön, Franz

"TP-Online-ID: 3364 — Nasie

Desjardins S. 20–21.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Nasic; normalisierte Form: NASIUM.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Belgica I; territoire des Leuci. Typ: Oppid.. Route/Abschnitt: XXIIII. de Diuo Durimedio Matricorum, Metz, — à Durocortoro, Reims.

Quellenstellen bei Desjardins: It. Ant. 365,3; Ptol. Geogr. 2,9,13; Zauber-/Privatinschrift TEN M... REVOCA M AD COELIVM IN NASIV, moderne Corpuskonkordanz noch zu sichern; Nasiensis-Inschrift PATRICIVS NASIENSIS... HVIVS FANI FACIENDI, moderne Corpuskonkordanz noch zu sichern; Rav. 4,26: Nasaga; Fredeg. 4,38: Nasio castro; Chronicon Divionense monasterii S. Benigni: Nasio castrum super Ornam fluvium; Brief Gauzelins von Toul a. 937: civitas Nasium; merowingische Münze NASIO VICV IN BARENSE.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Naix, sur l’Ornain, dép. de la Meuse, arr. de Bar-le-Duc.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins liest Nasic; ältere Ausgaben vor Mannert 1824 geben Nasie. Die rekonstruierte Entfernung Toul–Naix passt genau. Der Straßenstrich Nasic–Ad Fines fehlt auf der TP; der vorhandene Strich Nasic–Caturices wurde dagegen in späteren Editionen ausgelassen.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 78–79): In der systematischen Einzelprüfung der Belgica führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft.

Bearbeitungshinweis: TP Online Nasie, Desjardins ausdrücklich Nasic."

References:

Desjardins, Table, p. 20, col. 3, no. 2 - p. 21, col. 1.

Miller, Itineraria, Sp. 65.

Espérandieu, Rec. 6, 4650-4663; 9, 2758.

Franke, Alfred, Nasium, in: RE XVI.2 (1935), Sp. 1790-1792.

L. Legin, Saint-Amand-sur-Ornain/N., in: J.-P. Petit, M. Mangin (Hrsg.), Atlas des agglomérations secondaires de la Belgique et des Germanies 1994, 186f.

Ders., Naix-aux-Forges, in: I.-L. Massy (Hrsg.), Agglomérations secondaires de la Lorraine romaine, 1997, 231-259.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Last Update:

25.08.2026 13:29


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_en.php?id=3364 [last accessed on August 25, 2026]

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