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Part of Tabula Peutingeriana - Rome

Tabula Peutingeriana – Single display of hits

Toponym TP (renewed):

Nouiomago (Noviomago)

Name (modern):

Neumagen

Image:
To the image detail
Toponym before VIII     Augusta Tres Virorum     
Toponym following X     (unnamed/illegible, no. ID 3707)     
Alternative Image ---
Image (Barrington 2000)
Image (Scheyb 1753) ---
Image (Welser 1598) ---
Image (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/109223
Area:

Gaul/Germania

Toponym Type:

Toponym, no Symbol

Grid square:

2A2

Toponym Color:

black

Vignette Type :

---

Itinerary:

Noviomago (371,4)

Alternative Name (Lexica):

Noviomagus Treverorum (DNP)

Name A (RE):

Noviomagus [9] Treverorum - https://elexikon.ch/RE/XVII,1_1201.png

Name B (Barrington Atlas):

Noviomagus Treverorum (11 G3)

Name C (TIR/TIB/others):

 

Name D (Miller):

Nouiomago

Name E (Levi):

 

Name F (Ravennate):

 

Name G (Ptolemy):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Dating from Toponym on TP:

---

Argument for Dating:

 

Commentary on the Toponym:

Kommentar (Talbert):
-> stretch to Belginvm
One stretch is drawn as two.
While the distance figure X.X. (on two successive stretches, the second very short) is most naturally read as 20, the style of its presentation remains curious and not readily explicable.

Miller, Itineraria, Sp. 88:
Nouiomago, Noviomago (It), Nobia (Ra IV, 26 - von Conbulantia über Cardena, j. Karden, Princastellum, j. Bernkastel, nach Nobia: Strecke nach Koblenz), Numagus (M.A.); cf. Novomagum divi castra inclyta Constantini (Aus. Mosella 11); unter Konstantin befestigte mansio; j. Neumagen; a. 1877 sehr zahlreiche und bedeutende Fragmente von Reliefskulpturen zutage gefördert - in Trier drei Säle füllend -. Picks M. IV 350/352. Iss: 4152-4187. Kastell 1,28 ha fassend, mit 14 Türmen. 8; dazwischen liegt Rigodulum (Tac); j. wahrscheinlich Riol an der Mosel.

Kommentar (RE):
RE Ferdinand Jozef de Waele XVII,1 1201–1204 — 9) N. Treverorum. Römische Station am rechten Ufer der Mosel und an der Straße Trier–Bingen in Gallia Belgica, jetzt Neumagen. N. war die erste Station am Seitenarm der großen von Trier nach Bingen führenden Straße, die sich bis N. der Mosel entlang zog und sich später bei Tabernae (Heidenpütz) mit der Hauptstraße vereinigte. Vielleicht hat N. schon in flavischer Zeit sich eines gewissen Wohlstandes erfreut und seine Gründung und Benennung dürfte schon um die Mitte des 1. Jhdts. n. Chr., wenn nicht früher, stattgefunden haben. Die spätere Bedeutung beruhte besonders darauf, daß N. Poststation und Umladeplatz an der Stelle war, wo die Straße sich von der Mosel entfernte. Wein, Produkte aus dem Hochwald, Holz und Getreide wurden hier verhandelt. Die spätrömische Befestigung wurde unter Mitverwendung zahlreicher Fragmente der berühmten Neumagener Grabdenkmäler errichtet. Von der eigentlichen Statio wurde mit Ausnahme des Hoflagers des Constantin kaum etwas entdeckt.


Datierung (Barrington):
Noviomagus Treverorum – Roman/Late Antique (Römer Rheinland-Pfalz 492-94)

DNP:
Noviomagus

[7] N. Treverorum

Heute Neumagen an der Mosel, Station an der röm. Fernstraße Augusta [6] Treverorum/ Trier - Bingen - Mogontiacum/Mainz (Itin. Anton. 371,4; Geogr. Rav. 234; vgl. CIL XVII 2 p. 201-210). Der Markt- und Umschlagsplatz wurde um 275 n.Chr. zerstört, in constantinischer Zeit (Auson. Mos. 11: castra inclita Constantini) mit einer turmbewehrten polygonalen Mauer befestigt und als Kastell mit zwei Toren ausgebaut. Berühmt wurde N. durch seine seit 1877 aus den Fundamenten der Mauer geborgenen Denkmalreste (Inschr., reliefverzierte Blöcke, Architekturteile), die zu über 40 großen und zahlreichen kleineren Grabdenkmälern gehören und neben einer typologischen Ordnung der Grabmalformen die Rekonstruktion der Entwicklung der Grabdenkmäler vom 1. bis in die Mitte des 3. Jh.n.Chr. erlauben. Die qualitätvollen, lebensnahen Darstellungen aus dem Alltag der Bewohner liefern Aufschlüsse über Sozialgefüge, Wirtschaftsleben und Rel. der Zeit. Die Bildhauerwerkstätten sind in Augusta Treverorum zu vermuten. Die Denkmalreste stammen offenbar aus den Gräberfeldern dieser Stadt; sie wurden nach N. transportiert und schiffsladungsweise in den Fundamenten der Befestigung verbaut.

Wiegels, Rainer

Kommentar (Diederich):
Noviomagus (Noviomagus Treverorum) – Neumagen, wird erstmals im Itinerarium Antonini geführt, und
zwar im Ablativ Noviomago (Itin. Anton. 371, 4.). Verkürzt zu Nobia erscheint es in der Cosmographia Ravennatis (Cosmogr. Rav. 4, 26 p. 62, 12.). Der Ort war in konstantinischer Zeit Kastell und wird um 371 von Ausonius (Mos. 11) als castra inclita divi Constantini gepriesen. Die wichtige Post- und Umladestation lag in Wirklichkeit am 15. Leugenstein (33 km) von Trier entfernt (de Waele 1936.), wogegen auf der TP, deren Distanzangaben häufig fehlerhaft sind, nur 8 Leugen eingetragen
sind (laut Itin. Ant. 371 sind es 13 Meilen, gut 19 km).

"TP-Online-ID: 3357 — Nouiomago (Noviomago)

Desjardins S. 18.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Nouiomago; normalisierte Form: NOVIOMAGUS [IN TREVERIS].

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Belgica I. Typ: Station. Route/Abschnitt: XVIIII. d’Aug. Tresvirorum, Trèves, à Bingium, Bingen, et Mogontiaco, Mayence.

Quellenstellen bei Desjardins: It. Ant. 371,4; Auson. Mos. 9–10; Rav. 4,26: Nobia; mittelalterlich Numago Castrum.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Neumagen, sur la Moselle.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins identifiziert mit Neumagen. Die TP-Distanz nach Trier müsse korrigiert werden; das zwischen Noviomagus und Belginum doppelt geschriebene X interpretiert er als Wiederholungsfehler. Zu Funden bei Neumagen verweist er auf eine Ausonius-Ausgabe Amsterdam 1671, S. 358.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 78–79): In der systematischen Einzelprüfung der Belgica führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft."

References:

Desjardins, Table, p. 18, col. 1, no. 2.

Miller, Itineraria, Sp. 88.

W. v. Massow, Die Grabdenkmäler von Neumagen, 1932

H. Cüppers, N., in: Ders. (Hrsg.), Die Römer in Rheinland-Pfalz, 1990, 492-494

Y. Freigang, Die Grabmäler der gallo-röm. Kultur im Moselland, in: JRGZ 44, 1997, 277-440.

Diederich, Siedlungsraum, S. 31.

De Waele, Ferdinand, Noviomagus Treverorum [9], RE XVII.1, Sp. 1201-1204.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Last Update:

25.08.2026 12:11


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_en.php?id=3357 [last accessed on August 26, 2026]

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