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Part of Tabula Peutingeriana - Rome

Tabula Peutingeriana – Single display of hits

Toponym TP (renewed):

Saletione

Name (modern):

Seltz

Image:
To the image detail
Toponym before XI     Tabernis     
Toponym following XVIII     Brocomacus     
Alternative Image ---
Image (Barrington 2000)
Image (Scheyb 1753) ---
Image (Welser 1598) ---
Image (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/109317
Area:

Gaul/Germania

Toponym Type:

Toponym, no Symbol

Grid square:

2A3

Toponym Color:

black

Vignette Type :

---

Itinerary:

Saletione (354,6)

Alternative Name (Lexica):

Saletio (DNP)

Name A (RE):

Saletio - https://elexikon.ch/RE/IA,2_1869.png

Name B (Barrington Atlas):

Saletio (11 I4)

Name C (TIR/TIB/others):

 

Name D (Miller):

Saletione

Name E (Levi):

 

Name F (Ravennate):

 

Name G (Ptolemy):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Dating from Toponym on TP:

---

Argument for Dating:

 

Commentary on the Toponym:

Miller, Itineraria, Sp. 52:
Saletione, it. (It), Salisonem (Am), praef. mil. Pacensium (ND), Saloissa castrum, Salossa, Salsa (MA); j. Selz oder Seltz. Iss: 6073-6074 und viele römische Münzen. 18. Ein Meilenstein (9097), 4 oder 6 Leugen von Selz, ca. 12 Leugen von Brumpt: C. Trib. a Vro. L.; die Zahl fehlt. Bis Argentorato 7 (It - falsch, es fehlt offenbar Brocomagus 20).

Kommentar (RE):
RE Keune I A,2 1869–1870 — Saletio (Holder Altcelt. Sprachschatz II 1305f.), heute Selz im Kreis Weißenburg (Unter-Elsaß), wird in römischen Kursbüchern, Itin. Ant. Aug. 354, 6 und Tab. Peut. III 3 Miller (beidemal: Saletione), als Rastort der Reiseroute Mailand–Mainz an der Straße von Straßburg nach Mainz angegeben. [Keune.]


Datierung (Barrington):
Saletio – Roman/Late Antique (Petit 1994, 156-57 (no. 162))

Kommentar (Rasch):
Saletio opp. Selz oder Seltz Kr. Weißenburg im Unterelsaß am gleichnamigen Fluß.
Not. dign. occ. XLI2: Saletio, XLI15: praefectus militum Pacensium, Salectione It. Ant. 354,6: Saletione(v.l. salentione); Tab. Peut.:Saletione; Amm.: XVI 2,12; Acc. Salisonem.
C. Zangemeister, CILXIII2p. 140. - Keune, RE. s.v. - J. Schnetz, ZNF 18(1942)133.

DNP:
Saletio

Ortschaft zw. Selzbach und Sauer, an der Mündung dieser beiden Flüsse in den (Alt)-Rhein, h. Sel(t)z (Dépt. Bas Rhin südöstl. von Wissembourg). S. lag an der Grenze der civitates der Triboci und der Nemetes, denen S. zumindest in spätant. Zeit zugerechnet wurde. Hier kreuzten sich die Straßen Mogontiacum - Argentorate bzw. Saravus - Vosegus - Agri Decumates (Itin. Anton. 354,6; Tab. Peut. 3,3). Siedlungsspuren datieren bis in die Brz.; an der höchsten Stelle im Gelände liegt ein kelt. Oppidum aus vorröm. Zeit; die röm. Zivilsiedlung entwickelte sich seit Claudius (41-54 n. Chr.) am Fuße des Hügels, schwerpunktmäßig den Selzbach entlang, nach einem orthogonalen System, erreichte eine Ausdehnung von ca. 20 ha und ist bis ins 4. Jh. n. Chr. belegt; beim einzigen bemerkenswerten öffentl. Gebäude handelt es sich wahrscheinlich um eine Therme; daneben finden sich handwerkliche Betriebe wie Töpfereien, Schmieden und Gießereien. Die bedeutendste Nekropole lag im Norden, weitere im Westen und im Süden. Stratigraphisch sind mehrere Zerstörungshorizonte nachweisbar und mit Ereignissen der J. 70, 96, E. des 2. Jh., 235, vom 3. Jh. und von Anf. des 4. Jh. in Verbindung zu setzen. Im Zusammenhang mit german. Übergriffen Anf. des 4. Jh. ist der wegen seiner großen Zahl von folles ( follis [3]) bed. Münzschatz von S. zu sehen. Zum J. 356 weist Amm. 16,2,1 auf die Zerstörung des vicus Saliso hin. Zu Anf. des 5. Jh. wurden in S. anläßlich der Reorganisation der Verteidigungslinie am Rhein Truppen stationiert (praefectus Pacen[s]ium Salatione, Not. dign. occ. 41,2; 15).

Schön, Franz

"TP-Online-ID: 3341 — Saletione

Desjardins S. 10.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Saletione; normalisierte Form: SALETIO.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Germania I. Typ: nicht näher bestimmt. Route/Abschnitt: Von Nouiomagi nach Tenedone, linkes Rheinufer.

Quellenstellen bei Desjardins: It. Ant. 354,6: Saletione; Amm. Marc. 16,2,12: Salisonem; Not. Dign. Occ. 41,15: praefectus militum Pacensium, Saletione; Fredeg. 5,37: Saloissa castrum.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Seltz, dép. du Bas-Rhin.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins normalisiert Saletione zu SALETIO und identifiziert die Station mit Seltz. Er hält die im Itinerarium Antonini überlieferten Entfernungen für deutlich zu gering und vergleicht sie mit der realen Entfernung zwischen Rhein-Zabern und Seltz von etwa 26 km. Valois, Notit. Gall., S. 495–496 führt als mittelalterliche Formen Salossa und Salsa an.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 78–79): In der systematischen Einzelprüfung der Belgica führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft.

Bearbeitungshinweis: Valois gehört in den Kommentar, nicht in das Quellenfeld. Die Böck- und Wesseling-Seiten sind durch Not. Dign. Occ. 41,15 und It. Ant. 354,6 ersetzt."

References:

Desjardins, Table, p. 10, col. 3, no. 20.

Miller, Itineraria, Sp. 52.

A. Bruckner, Regesta Alsatiae aevi Merowingici et Karolini (496-918), 1949, Nr. 23, 206, 222, 468, 600.

J. Hatt, L`Alsace celtique et romaine ..., 1978, 79 f.

E. Kern, Seltz, in: J-P. Petit, M. Mangin (Hrsg.), Atlas des agglomérations secondaires de la Gaule Belgique et des Germanies, 1994, 156 f. (Nr. 162).

Keune, Johann Baptist, Saletio, in: RE I A.2 (1920), Sp. 1869 f.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Last Update:

25.08.2026 12:10


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_en.php?id=3341 [last accessed on August 26, 2026]

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