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Part of Tabula Peutingeriana - Rome

Tabula Peutingeriana – Single display of hits

Toponym TP (renewed):

Segodum

Name (modern):

Rodez

Image:
To the image detail
Toponym before XV     (unnamed/illegible, no. ID 3740)     
Toponym following XXIIII     Ad Silanum     XXX     Condatomago     
Alternative Image
Image (Barrington 2000)
Image (Scheyb 1753) ---
Image (Welser 1598) ---
Image (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/138579
Area:

Gaul/Germania

Toponym Type:

Toponym with Symbol

Grid square:

1B3

Toponym Color:

black

Vignette Type :

A Twin Towers

Itinerary:

 

Alternative Name (Lexica):

Segodunum (DNP)

Name A (RE):

Segodunum [1]

Name B (Barrington Atlas):

Segodunum (14 H4)

Name C (TIR/TIB/others):

 

Name D (Miller):

Segoduni

Name E (Levi):

Segoduni (A,II,1) [siehe Talbert]

Name F (Ravennate):

 

Name G (Ptolemy):

Σεγόδουνον (2,7,21)

Plinius:

 

Strabo:

 

Dating from Toponym on TP:

---

Argument for Dating:

 

Commentary on the Toponym:

Kommentar (Talbert):
Name is faint and blurred; possibly it ends in "m" rather than "ni".
The 1888 photograph shows the symbol to be the Levis` type Aa1, not Ab1 as they classified it.

Miller, Itineraria, Sp. 95-96:
Segoduni (Man kann Segodum (Dj) oder -duni (Ma) lesen, letzeres jedenfalls richtig), Segodunum (Pt – aber an falscher Stelle), civitas Rutenorum (ng in Auit. I) = Rodingis? (Ra). Bischofssitz vom 5. Jahrhundert ab; j. Rodez in der Landschaft Rouergue. Meilenstein. I: 8885. Iss: 1549 bis 1556.
Von Rodez nach Cahors ist die Entfernungsangabe 15 bis Villefranche etwas zu klein, es sollten wenigstens 18 l. sein. Die Namen Carentan und Varaire sind sehr verlockend. Wenn man die beiden Stationen Carantomagus und Varadeto etwas östlicher ansetzen dürfte, würden die Zahlen trefflich stimmen. Abzweigung nach Cesserone, Strecke 31.
15 – es sollte 20 (XX statt XV) heißen?

Miller, Itineraria, Sp. 122:
Segoduni, Strecke 14; j. Rodez. 30 mp, 50 km in gerader Linie, also wohl Leugen.

Datierung (Barrington):
Segodunum – Hellenistic/Roman/Late Antique (CAGR 9.99; Villes 133-39)
§ ‘Etodounon’ (Ptol. 2.7.12)
§ Civitas Rutenorum (NotGall 12.4)

DNP:
Segodunum

Rutenorum, Hauptort der Ruteni in Aquitania (Ptol. 2,7,21: Σεγόδουνον; Notae Tironianae 87,46: Segundunum oder Secundunum; Tab. Peut. 2,3: Segodum oder Segoduni), h. Rodez am Aveyron. Die Wirtschaft des Umlandes umfaßte Bergwerke und Kunsttöpferei (Zentrum der Produktion von Terra Sigillata bei La Graufesenque im Tal des Tarn, 2 km südl. von Millan).
Polfer, Michel

RE:
Segodunum [1]
RE Keune II A,1 1078–1080 — Segodunum. 1) Segodunum, Sēgō-dūnon, ist ein keltischer Ortsname, zusammengesetzt aus sēgō-, d. h. Kraft, Sieg, und dem bekannten dūnon, d. h. Festung, Burg, Höhe; er entspricht also Ortsbezeichnungen wie „Siegenburg“, „Starkenburg“, „Starkenberg“, „Châteaufort“, „Montfort“ u. a. Nach der erhaltenen Überlieferung hatten diesen Namen: 1. in Gallia Aquitanica die Stadt der Rutaeni oder Ruteni, heute Rodez, Dép. Aveyron; 2. Suin im Dép. Saône-et-Loire; 3. ein Ort in Britannia; 4. ein Ort in der Maingegend im freien Germanien. 1) Als ehemaliger Sondername des Hauptortes der Rut(a)eni ist Segodunum mehr oder weniger verderbt überliefert durch Ptolemaios, die Notae Tironianae und die Tab. Peut. Ptolem. II 7, 12 nennt nach den Gabali und Vellavii die Ruteni und ihre Stadt Segodunum und gibt ihre geographische Lage an. Die Editio princeps bietet die genaue Lesung; Handschriften und alte Ausgaben haben teilweise abweichende Formen, weshalb C. Müller als ursprüngliche Schreibung des Ptolemaios Segodunum vermutet. Der auf die erste Kaiserzeit zurückgehende Abschnitt der Notae Tironianae, der gallische Völkerschaften mit ihren Hauptstädten aufzählt, bietet Rutenus, Segundunum oder Secundunum, var. Secundanum. Tab. Peut. schreibt Segodum, wohl = Segodūm = Segodunum, Akkusativ der Richtung, nicht Segoduni; an einer anderen, verkehrten Stelle sind die Ruteni eingetragen. Als Hauptort und Knotenpunkt des Verkehrs ist Segodunum durch das Bild eines Doppelhäuschens gekennzeichnet. In der Spätzeit wurde, wie gewöhnlich in den Tres Galliae, der Sondername unterdrückt und durch den Namen der Völkerschaft ersetzt, so daß die früher Segodunum genannte Stadt nunmehr civitas Rutenorum oder kurz Ruteni hieß. Auf den Ortskasus Rutenis oder den Akkusativ Rutenos als „Normalkasus“, auch Rutenus, Rotenus geschrieben, geht der heutige Name Rodez zurück. Nach Neuordnung und Zerlegung der Provinzen durch Diocletianus im J. 297 n. Chr. gehörte die Volksgemeinde der Rut(a)eni oder das Rutenicum zur provincia Aquitanica prima. Ob die Stadt in dieser Spätzeit gleich zahlreichen gallischen Städten befestigt worden war, ist nicht bekannt. In Rodez sind CIL XIII 1549, die Ehrung eines stationarius durch seinen Freigelassenen, CIL XIII 1551, das Grabmal wohl eines Ehepaares mit Bildwerk und einheimischen Namen, wobei der Mann ein Cadurcus war, sowie CIL XIII 1554, eine Marmortafel mit Grabschrift und rohem Bildschmuck, gefunden worden. Hinzu kommen CIL XIII 1553 und 1555, Add. 11168 mit inschriftlichen Bruchstücken aus den Trümmern eines Amphitheaters, ein merowingischer Sarkophag sowie weitere Funde bei Espérandieu. Ein Rut(a)enus stand als Flottensoldat im Kastell Alteburg bei Köln; eine Rutena weihte an den Heilquellen von Luchon den Nymphen ein Altärchen; ein Grabstein eines Rutenus wurde in Burdigala gefunden. Das einstmalige Land der Ruteni heißt heute Rouergue, abgeleitet von Rutenicum. Die im Gebiet gelegenen Bergwerke werden ebenso erwähnt wie die in Gallien gepflegte Weberei. Hervorragend waren insbesondere die Kunsttöpfereien im Tal La Graufesenque am Tarn bei Millau; auch Montans am Tarn besaß bedeutende, ältere Töpfereien. Die heute nicht mehr besiedelte Ebene Graufesenque am Zusammenfluß von Tarn und Dourbie ist wahrscheinlich die Stätte der in der Tab. Peut. zwischen Segodunum/Rodez und Luteva/Lodève angegebenen Ortschaft Condatomagus. Literatur: Valesius, d’Anville, Ukert, Desjardins, C. Müller, Holder, Hirschfeld, Espérandieu, Gröhler, Miller, Kiepert und Duchesne. [Keune.]


"TP-Online-ID: 3187 — Segodum

Desjardins S. 45.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Segodum; normalisierte Form: SEGODUNUM RUTENORUM, postea RUTENI.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Aquitania I. Typ: Carrefour de trois routes. Route/Abschnitt: LXII. de Lugduno, Lyon, — à Burdigala, Bordeaux; — par Segodum, Rodez; Bibona, Cahors, et Aginnum, Agen.

Quellenstellen bei Desjardins: Ptol. Geogr. 2,7,21: Σεγόδουνον; Not. Gall., Aquitania I: civitas Rutenorum; Rav. 4,40: Rodingis; Greg. Tur. Hist. 2,36; 3,21: Ruthenis/Ruthena civitas; 10,8: Ruthenus terminus; merowingische Münzen RVTENE CIVE, RVENVS; karolingisch ROTANIS; Münzen der Grafen von Rodez RODES CIVI, RODES CIVIS; Gesta Francorum: Rotinus civitas, Quintianus episcopus ecclesiae Rutenicae, Dalmatius episcopus ecclesiae Rutenensis; mittelalterlich pagus Rutenicus, Rodinigus.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Rodez.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins stellt fest, dass ab Segodum die Distanzen wieder in gallischen Leugen gerechnet werden. Die Kombination der drei Kartenverbindungen macht Segodunum zum Knoten dreier Straßen. Die spätere Namensentwicklung Ruteni → Ruthena/Rodes wird besonders durch administrative, hagiographische und numismatische Belege dokumentiert.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 77–78): In der systematischen Einzelprüfung der Aquitania führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft.

Bearbeitungshinweis: Ptolemaios modern 2,7,21."

References:

Desjardins, Table, p. 45, col. 2, no. 7.

Miller, Itineraria, Sp. 95-96. 122.

Keune, Johann Baptist, Segodunum [1], in: RE II/A,1 (1921), Sp. 1078-1080.

J. B. Keune, s. v. S. (1), RE 2 A, 1078-1080
Villes et agglomérations urbaines antiques du Sud-Ouest de la Gaule (Aquitania Suppl. 6), 1992, 133-136.

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Last Update:

25.08.2026 13:24


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https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_en.php?id=3187 [last accessed on August 25, 2026]

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