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Part of Tabula Peutingeriana - Rome

Tabula Peutingeriana – Single display of hits

Toponym TP (renewed):

Vbr[iu]um (Ubriuum)

Name (modern):

Olby?

Image:
To the image detail
Toponym before X     Fines     
Toponym following VIIII     Augustum Nemetum     
Alternative Image
Image (Barrington 2000)
Image (Scheyb 1753) ---
Image (Welser 1598) ---
Image (MSI 2025) ---
Area:

Gaul/Germania

Toponym Type:

Toponym, no Symbol

Grid square:

1B3

Toponym Color:

black

Vignette Type :

---

Itinerary:

 

Alternative Name (Lexica):

 

Name A (RE):

Ub…um

Name B (Barrington Atlas):

Ub(...)uum (14 H3)

Name C (TIR/TIB/others):

 

Name D (Miller):

Vb[riu]um

Name E (Levi):

 

Name F (Ravennate):

 

Name G (Ptolemy):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Dating from Toponym on TP:

---

Argument for Dating:

 

Commentary on the Toponym:

Kommentar (Talbert):
The gap (of one or two letters?) in the name is caused by a mark or crease just below a small tear in the parchment.

Miller, Itineraria, Sp. 119:
Vb[riu]um (sehr undeutlich); j. wahrscheinlich Pont-Gibaud (Belley, Mém. de l´Acad. des Inscr. XIX S. 717.
9.

[PK: schon Welser scheint hier nichts mehr erkennen zu können].

Datierung (Barrington):
Ub(...)uum – Roman/Late Antique (CAG 63/2.257)

RE:
Ub…um
RE P. Goessler VIII A,1 528 — Ub...um, seit alters (s. Desjardins Table de Peut. 43) durch einen breiten Riß in der Mitte zerstörter Name einer Station an der Straße Lugduno–Augustonemetum–Mediolanum Santonum bzw. einem Teilstück Augustonemetum (Clermont-Ferrand; s. o. Bd. II S. 2368f.)—Au(gu)s(to)ritum (Limoges; s. o. Bd. II S. 2869) im Gebiet der Arverner in Aquitania prima. S. CIL XIII 2, 2 p. 656: VII. Sie ist in der Tab. Peut. segm. II 3 (ed. Miller) eingezeichnet zwischen Aug. Nemeto und Fines (vermutlich = Saint Avit), der Grenze zwischen Arverni und Lemoviern: s. Kiepert FOA Taf. XXV Jh, von jenem VIII, von diesem X mp. entfernt. Die ursprüngliche Namensform läßt sich nicht entscheiden; zwischen „Ub“ und Endung „um“ sind 3 Buchstaben ausgefallen. Ergänzungen wie Ubriuum — so Miller Itin. Rom. 119 — oder Ubimum, Ubinium, Ubineum, Ubrinum sind müßig; Ulbium, wie d’Anville Not. p. 681, ist unmöglich, da der 2. Buchstabe b ist und 3 ausgefallen sind. D’Anville wollte so ergänzen wegen der Namensähnlichkeit mit dem heutigen Ort Olby et Rochefort, Dep. du Puy-de-Dôme. Hier oder eher mehr nördlich bei Pontgibaud — genannt nach der Brücke über die Sioule, einen Nebenfluß des Allier —, von wo aus dem Altertum Ausbeutung von silberhaltigem Blei bekannt ist (Daubrée Rev. arch. 1881, 1, 210. Jullian Hist. V 204, 4. Grenier Manuel VI 971, 4), nehmen seit d’Anville und Belley (s. Desjardins Table 43) die meisten, so auch Desjardins Geogr. IV 147, wegen der genannten Entfernungen den Ort an; andere mehr südlich an der Grenze der Gemeinden Mazaye und Gelles arr. Clermont-Ferrand (so z. B. Holder Altcelt. Sprachsch. III 6). [P. Goessler.]


"TP-Online-ID: 3167 — Vbr[iu]um (Ubriuum)

Desjardins S. 43.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Ub...um; normalisierte Form: UBIMUM, ou UBINIUM, ou UBRINUM, ou UBRILUM.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Aquitania I. Typ: nicht näher bestimmt. Route/Abschnitt: LVIIII. de Lugduno, Lyon, à Ausrito, Limoges.

Quellenstellen bei Desjardins: Meilensteinfragment bei Enval mit AVG....V, moderne Corpuskonkordanz nicht sicher bestimmt.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Olby?; Desjardins hält eine Straßenführung über Olby für plausibel, lässt die Namensform aber ausdrücklich offen.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Der Mittelteil des Namens ist durch alten Wurmfraß zerstört. Desjardins hält nur vier Ergänzungen für paläographisch einigermaßen möglich: UBIMUM, UBINIUM, UBRINUM oder UBRILUM. D’Anville, Notice de la Gaule, S. 681, konjiziert Ublium/Ulbium; Desjardins erklärt dies wegen der erhaltenen Buchstabenformen für unmöglich. Mathieu berichtet römische Altertümer in Olby und verfolgt die Straße, S. 205 sowie 207–232. Pasumot bevorzugt Couhay; Belley, Mém. Acad. Inscriptions XIX, S. 717, Ukert II,2, S. 396 und Forbiger III, S. 168 Anm. 16 Olby/Pontgibaud; Katancsich I, S. 134, Walckenaer III, S. 98 und Lapie S. 233 Pontgibaud; Commission Bromont. Desjardins meint, aus Mathieus Material ließen sich sichere Hinweise auf eine Route über Olby nach Feix gewinnen.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 77–78): In der systematischen Einzelprüfung der Aquitania führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft.

Bearbeitungshinweis: TP Online rekonstruiert Vbr[iu]um (Ubriuum); Desjardins selbst tut dies gerade nicht, sondern bewahrt vier mögliche Ergänzungen."

References:

Desjardins, Table, p. 43, col. 1-2, no. 8.

Miller, Itineraria, Sp. 119.

Goessler, Peter, Ub…um, in: RE VIII/A,1 (1955), Sp. 528.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Last Update:

24.08.2026 14:45


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_en.php?id=3167 [last accessed on August 25, 2026]

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