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Part of Tabula Peutingeriana - Rome

Tabula Peutingeriana – Single display of hits

Toponym TP (renewed):

[Fl. Sequana] (Miller)

Name (modern):

Seine

Image:
To the image detail
Toponym before
Toponym following
Alternative Image ---
Image (Barrington 2000)
Image (Scheyb 1753) ---
Image (Welser 1598) ---
Image (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/109341
Area:

Gaul/Germania

Toponym Type:

River

Grid square:

1A1 / 1A2 / 1A3 / 1A4

Toponym Color:

colourless

Vignette Type :

---

Itinerary:

 

Alternative Name (Lexica):

Sequana (DNP)

Name A (RE):

 

Name B (Barrington Atlas):

Sequana fl. (11 B3)

Name C (TIR/TIB/others):

 

Name D (Miller):

Fl’ ....s mnem

Name E (Levi):

 

Name F (Ravennate):

 

Name G (Ptolemy):

Σηκοάνα (Σηκόνα) (2,8,2 f.; 2,8,5; 2,8,8; 2,8,10 f.; 2,8,13; 2,9,2; 2,9,7; 2,9,11;

Plinius:

 

Strabo:

 

Dating from Toponym on TP:

---

Argument for Dating:

 

Commentary on the Toponym:

Kommentar (Talbert):
Miller relates the isolated name "[ - ? - ]amen" (see separate entry) to this river, but the connection is far from certain.

[PK: Die Frage ist, ob nicht das Toponym http://www1.ku.de/ggf/ag/tabula_peutingeriana/admin/einzelanzeige.php?id=1986 die Flussbezeichnung des hier vorliegenden Flusses ist, was Miller vermutet. Siehe Eintrag unter amen, Nr. 1986].

Miller, Itineraria, Sp. 141:
Fl’ ....s mnem (So Dj, Ma, Sch; Scheda 2 liest a … Alame; Bt, Bg, Ve lesen Flumen). Der Name ist sehr verdorben, man könnte etwa innensis herausbringen, Sigunna, Siguna oder Sigugna (Ra); es ist zweifellos die Sequana gemeint; j. Seine.

Datierung (Barrington):
Sequana fl. - Hellenistic/ Roman/ Late Antique (TIR Lutetia 169)

DNP:
Sequana

(Σηκοάνας, Σηκουανός), h. Seine. Fluß in Gallia (Caes. Gall. 1,1,2; Mela 3,2,20; Plin. nat. 4,105; 109; Amm. 15,11,3; Strab. 4,1,14; 3,2-5; 4,1; 5,2; Ptol. 2,8,2; 9,1; Cass. Dio 40,38,4), der - gegen Strab. 4,3,2 - nicht in den Alpes, sondern auf dem Plateau von Langres entspringt, das Pariser Becken durchquert und, sich in einem stark mäandrierenden Lauf von Iuliobona (h. Lillebonne) an zu einem Ästuar erweiternd, das mare Britannicum (h. Ärmelkanal) erreicht. Nach lit. Überl. bildete der S. eine ethnische Grenze zw. Belgae und Galli bzw. Celtae. Die röm. Prov.-Grenze zw. der Lugdunensis und der Belgica verlief aber weiter östlich. Eine strategische Rolle spielte der S. im Gallischen Krieg 54 v. Chr. (Caes. Gall. 7,57-62). Bereits 52 v. Chr. und später 296 n. Chr. im Krieg des Constantius [1] gegen Allectus diente das Mündungsgebiet des S. als Basis für Operationen gegen Britannia (Strab. 4,3,3; Paneg. 5,14). Als Wasserstraße war der S. sowohl mil. (Not. dig. occ. 42,23) als auch wirtschaftlich von Bed. (vgl. in Schifferkorporationen organisierte nautae: CIL XIII 3026; [1. 3132 f.]).

Eine inschr. bezeugte Dea Sequana (CIL XIII 2859-2865; ILS 9312) wurde an der Quelle des S. 8 km von Saint-Seine entfernt verehrt. Die Tempelanlage (zuletzt 1963-1967 ergraben) liegt an der Ostseite des Tals und erstreckt sich über drei Ebenen. Auf der obersten wurde die Quelle in einem von einem großen Peristyl umgebenen Bassin aufgefangen, weiter unten liegt ein fanum, auf mittlerer Ebene ein um ein großes rechteckiges Becken angelegtes elliptisches Gebäude. In der Talsohle, wurden 278 Holzfiguren gefunden; einzigartig sind auch die Votive in Stein (381) und Metall (256). Die Darstellungen von symbolischen “Scheinopfern” (z. B. Kinder, die ein Hündchen tragen) lassen auf eine Form von Sühneprozession schließen, vergleichbar mit der Liturgie der röm. Robigalia. Bes. das Quellwasser des S. wurde als Göttin verehrt, verbunden mit der Idee von Reinheit, Wiederauferstehung und Rückkehr zum urspr. (Gesundheits-)Zustand (vgl. z. B. “anatomische” Spenden, die die direkte Lokalisierung eines körperlichen Leidens abbildeten - Glieder, Brüste, Geschlechtsteile, Augen, Torsi, innere Organe, Köpfe). Schriftliche Zeugnisse auf Votivgaben beziehen sich auf die Dedikanten. Die Statuen zeigen reiche Gönner des Heiligtums. Das Heiligtum war vom 1. bis zum 4. Jh. aktiv. Funde im Musée Archéologique von Dijon.

Schön, Franz

References:

Desjardins, Table, p. 2, col. 1, no. 6.

Miller, Itineraria, Sp. 141.

Espériandieu, Rec. 3.

S. Deyts, Les bois sculptés des sources de la Seine, 1983.

Dies., Un peuple de pelerins, 1994.

TIR M 31, 1975, 186 f.

Keune, Johann, Sequana, RE II A.2, 1923 , Sp. 1629-1639.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Last Update:

14.02.2026 19:17


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_en.php?id=2486 [last accessed on March 17, 2026]

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