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Part of Tabula Peutingeriana - Rome

Tabula Peutingeriana – Single display of hits

Toponym TP (renewed):

Laonice (Laconice)

Name (modern):

 

Image:
To the image detail
Toponym before
Toponym following
Alternative Image ---
Image (Barrington 2000)
Image (Scheyb 1753) ---
Image (Welser 1598) ---
Image (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/570406
Area:

Southern Balkans

Toponym Type:

Region

Grid square:

6B5 / 7B1

Toponym Color:

black

Vignette Type :

---

Itinerary:

 

Alternative Name (Lexica):

Lakonike (DNP)

Name A (RE):

 

Name B (Barrington Atlas):

Lacedaemon/Laconia (58 C3)

Name C (TIR/TIB/others):

 

Name D (Miller):

 

Name E (Levi):

 

Name F (Ravennate):

 

Name G (Ptolemy):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Dating from Toponym on TP:

---

Argument for Dating:

 

Commentary on the Toponym:

Kommentar (Talbert):
The first "c", originally omitted by the lettering copyist, was added lightly just after the "A" at a later stage, perhaps by the same hand that also corrected ARCAIA below.

Miller, Itineraria, Sp. 592:


Datierung (Barrington):

DNP:
Lakonike
(Λακωνικὴ γῆ).
A. Name

Als Lakōnikḗ gḗ (Λακωνικὴ γῆ) oder L. chṓra (Λ. χώρα) in der Prosalit. die gewöhnliche Bezeichnung für das Staatsgebiet von Sparta, so bes. bei Thukydides, stets bei Polybios, ferner bei Herodot (1,69; 6,58,1), Xenophon (hell. 4,7,6; 4,8,8; 6,2,31; 6,5,21), Aristophanes (Vesp. 1162; Pax 245), Strabon (8,2,2; 4,9; 5,4ff.), Pausanias (3,1,1; 21,6; 4,1,1; 16,8; 17,1) und Ptolemaios (3,16,9), im Lat. Laconica (Plin. nat. 2,243; 4,1; 5,32; 6,214; 25,94). Inschr. erscheint diese Bezeichnung nur in einer Proxenienliste aus Keos im 4. Jh.v.Chr. (IG XII 5,542,22, z.T. ergänzt) und in einer lat.-griech. Ehreninschr. der Römer in L. für C. Iulius Eurykles (SEG 11, 924). Der amtliche Name des Staatsgebiets hingegen ist ausschließlich Lakedaímōn, daher auch oft lit. bezeugt; lat. Laconia findet sich nur ganz vereinzelt und wohl nur als hsl. Variante zu Laconica. Die erst in der Neuzeit gebräuchliche Namensform “Lakonien” bezeichnet die südl. Peloponnesos, d.h. die Eurotasfurche mit den Randgebieten nebst der Parnonkette und -halbinsel und der Taygetos-Halbinsel.
Lafond, Yves

B. Landschaft und Topographie

L. im h. Sinne zerfällt in die Eurotasfurche, die durch Querriegel in mehrere Stufen geteilt ist, und die beiderseitigen Gebirgsumrandungen. Die Täler von Eurotas und Kelephina (ant. Oinus) waren bed. Verkehrsachsen. Von den Stufen der Eurotasfurche ist die wichtigste das Becken von Sparta, ein Gebiet von etwa 10 × 30 km, wovon 5-6 × 18 km auf die Ebene entfallen; das 18 km breite Hügelland der Vardunia trennt sie von der 4-6 km breiten Küstenebene. In archa. und klass. Zeit gliederte sich L. in das Gebiet der Perioikenstädte ( períoikoi ) und das Land der spartiatischen Bürger. Perioikisch waren die nördl. Randlandschaften Aigytis, Belminatis und Skiritis, ferner die Hänge des Parnon und Taygetos. Das spartiatische Bürgerland umfaßt das eigentliche Becken von Sparta mit einem Streifen zur Küste hin, der diese im Nordteil des Lakonischen Golfs erreichte (bei Helos). Gytheion und die nächsten Orte der Vardunia, Aigiai und Krokeai, waren bereits perioikisch. Die wichtigsten Perioikenorte waren im oberen Eurotastal Pellana, im NW-Parnon Karyai und Sellasia, auf der Ostseite des Parnon und der Parnonhalbinsel Prasiai, Kyphanta, Zarax, Epidauros Limera, Glympeis, Marios, Geronthrai, Akreai, Kyparissia, Asopos, Kotyrta, Boiai, Etis [1; 2; 3], auf der Taygetoshalbinsel Gytheion, Las, Asine, Pyrrhichos, Teuthrone, Psammathus, Oitylos, Thalamai, Pephnos, Leuktron, Kardamyle und Gerenia [4; 5]. 195 v.Chr. wurden die Perioikenstädte von Sparta getrennt; sie bildeten dann in der Kaiserzeit den Bund der Eleutherolakones. Im spartiatischen Bürgerland gab es an größeren Siedlungen außer Sparta nur Amyklai, ansonsten die Gutshöfe der Spartiaten und Heiligtümer wie - in histor. Zeit - Therapne, östl. gegenüber Sparta, mit dem Heiligtum der Helena (später das sog. Menelaion) und dem der Dioskuren, am Taygetoshang südwestl. von Sparta Bryseai mit Dionysos-Heiligtum (Paus. 3,20,3) und südl. davon bei den Kalyvia Sochas ein Eleusinion ([6]; Paus. 3,20,5), ferner Pharis und an der Küste Helos (weitere Heiligtümer bei Paus.). Zu den Grenzsteinen gegen Messenia s. IG V 1,1371f.; 1431.

Die Fläche der Landschaft Lakonien (Nomos Lakonia mit Prov. Kynuria) beträgt etwa 5000 km2, von denen aber nur etwa 500 km2 auf anbaufähiges Spartiatenland entfallen. Doch gehört das Becken von Sparta zu den üppigsten Landschaften Griechenlands (Niederschläge und Bewässerung). Die unmittelbare Nähe des Gebirges und die Binnenlage bedingen aber auch schroffe Witterungswechsel und relativ kalte Winter.
Lafond, Yves

C. Geschichte

Dicht war die Besiedlung schon in prähistor. Zeit [7], vgl. aus myk. Zeit die zu Pharis gehörenden Kuppelgräber von Vaphio, Amyklai und Therapne, die Kammergräber von Vaphio, Analepse, Kambos, Palaiochori, Pellana. In SH I-II sind ein polit.-mil. Gleichgewichtszustand und intensive Handelsbeziehungen mit Messenia, Argolis, den Kyklades, Kreta und Boiotia feststellbar [8]. Um 1200 v.Chr. kam es zur Krise in Verbindung mit der Ankunft oder Herrschaft einer neuen Gesellschaftsgruppe, der Dorer, die sich zw. dem 11. und 9. Jh. v.Chr. erheblich verstärkte. Die offene Dorfsiedlung Sparta selbst auf dem rechten Eurotasufer ist erst Gründung dieser einwandernden Dorer. Vordor. Spuren haben sich im lakon. Dial. erh. Der Schiffskatalog (Hom. Il. 2,581-587) nennt Pharis, Sparta, Messe, Bryseiai, Augeiai, Amyklai, Helos, Las und Oitylos. Im übrigen ist die Gesch. von L. die Gesch. Spartas, dessen polit. und soziale Strukturen ab dem 8./7. Jh.v.Chr. die ganze Region in den Bereichen Politik und Kultur beeinflussen. Ca. E. des 5./Anf. des 4. Jh.v.Chr. Bau eines bed. Verteidigungssystems an den nördl. und östl. Gebietsgrenzen. Für die röm. Zeit Achaia.
Lafond, Yves

References:

Miller, Itineraria, Sp. 592;

A.J.B. Wace, F.W. Hasluck, South-Eastern Laconia, in: ABSA 14, 1907/8, 161-182.

Dies., East-Central Laconia, in: ABSA 15, 1908/9, 158-176.

L. Moschou, Τοπογραφικὰ Μάνης, in: AAA 8, 1975, 160-177.

E.S. Forster, South-Western Laconia, in: ABSA 10, 1903/4, 158-189.

Ders., A.M. Woodward, Gythium and the N.W. Coast of the Laconian Gulf, in: ABSA 13, 1906/7.

C.M. Stibbe, Das Eleusinion am Fuße des Taygetos in Lakonien, in: BABesch 68, 1993, 71-105.

H. Waterhouse, R. Hope-Simpson, Prehistoric Laconia, in: ABSA 55, 1960, 67-107; 56, 1961, 114-175.

W. Cavanagh, Development of the Mycenaean State in Laconia, in: Aegaeum 12, 1995, 81-87.

P. Armstrong u.a., Crossing the River: Observations on Routes and Bridges in Laconia from the Archaic to Byzantine Periods, in: ABSA 87, 1992, 293-310.

P. Cartledge, Sparta and Laconia. A Regional History 1300-362 B.C., 1979.

W. Cavanagh u.a., Continuity and Change in a Greek Rural Landscape, ABSA Suppl. 27, 1996.

J. Christien, Promenades en Laconie, in: DHA 15, 1989, 75-105.

F. Sirano, s.v. Laconia, EAA2 3, 235-249.

Bölte, Felix/Ehrenberg, Victor/Lippold, Georg/Ziehen, Ludwig, Sparta, in: RE III.A.2 (1929), Sp. 1265-1528.

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Last Update:

29.10.2025 15:03


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https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_en.php?id=2232 [last accessed on March 14, 2026]

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