deutsch englisch spanisch französisch italienisch
Part of Tabula Peutingeriana - Rome

Tabula Peutingeriana – Single display of hits

Toponym TP (renewed):

Italia

Name (modern):

Italia / Italien / Italy

Image:
To the image detail
Toponym before
Toponym following
Alternative Image ---
Image (Barrington 2000)
Image (Scheyb 1753) ---
Image (Welser 1598) ---
Image (MSI 2025) ---
Area:

Italy

Toponym Type:

Region

Grid square:

2B5 / 3B1 / 3B3 / 4B1 / 4B3 / 4B5

Toponym Color:

red

Vignette Type :

---

Itinerary:

Italiae (98,2), De Italia (265,4; 339,6; 387,4; 497,1), Inter Italiam (513,4; 515,3), Segussione inde incipit Italia (556,5), Hadrante fines Italiae et Norici (560,10)

Alternative Name (Lexica):

Italia (DNP)

Name A (RE):

Italia

Name B (Barrington Atlas):

Italia (1 F2)

Name C (TIR/TIB/others):

 

Name D (Miller):

Italia

Name E (Levi):

 

Name F (Ravennate):

passim

Name G (Ptolemy):

Ίταλία (1,16,1; 2,12,1; 2,13,4; 2,14,7; 2,16,2; 3,1,1; 3,1,78; 8,5,2; 8,7,2; 8,8,1; 8,8,3)

Plinius:

Italia (3,31; 3,38; 3,46; 3,48; 3,49; 3,58; 3,62; 3,73; 3,85; 3,86; 3,87; 3,92; 3,93; 3,95; 3,97; 3,100; 3,101; 3,106; 3,109; 3,110; 3,112; 3,115; 3,122; 3,126; 3,127; 3,129; 3,132; 3,133; 3,138; 3,143; 3,145; 3,150; 4,52; 4,121; 4,122)

Strabo:

 

Dating from Toponym on TP:

---

Argument for Dating:

 

Commentary on the Toponym:

Antike Namensformen:
Italiam Cato appellatam ait ab Italo rege
Cato sagt, Italien sei nach König Italus benannt.
Italiam (Scholia Vallicellania ad isid. Etym. 14,4,18 = Cato FRH 3 orig. 1,3 = F ./. Peter)

Für Antiochos von Syrakus FGrH 555 F 5 bezeichnet Italien noch eine Region in Bruttium, vgl. DNP:
während er urspr. das auf die bruttische Halbinsel von Sila bis Skylletion beschränkte Reich des oenotrischen Fürsten Italos bezeichnete (Antiochos FGrH 555 F 5; nach Hekat. FGrH 1 F 41,51-53 liegen Medma, Locris, Caulonia und Krotalla in I.). Hellanikos bringt I. mit dem Wort vitulus (“Kalb”) und der Sage vom dem Herakles entflohenen Kalb des Geryoneus in Zusammenhang (Dion. Hal. ant. 1,35), Timaios mit dem Reichtum an Rindern in dieser Gegend (Gell. 11,1; vgl. Fest. 94 s.v. I.)

Thukydides nennt Italien
Italien A-D 3-7, I 12, 36, 44, II 7, III 86, IV 24, V 4f; VI 2, 34, 42, 44, 88, 90f, 103f.; VII 14, 25, 33, 57, 87; VIII 91
Opiker = Italiker VI 2, 4

Kommentar (Talbert):
Note that the second "I" bisects route linework (unobtrusively).

Miller, Itineraria, Sp. 379:
Italia, von den Alpen bis Rom reichend, ganz Obertitalien umfassend. Wenn man der Ausdehnung, die der Zeichner der Ta dem Namen gegeben hat, Wert beimißt, so muß man hierin die Diözese Italien nach der Diokletianischen Einteilung erkennen, ähnlich wie in Dm, ferner Expos. tot. mundi, Be.

Datierung (Barrington):
Italia – ? (KlPauly; RAC Italia I)

DNP:
Italia

I. Geographie und Geschichte

A. Der Name und seine Entwicklung
In augusteischer Zeit erlangte der Name I. seine h. Bed., während er urspr. das auf die bruttische Halbinsel von Sila bis Skylletion beschränkte Reich des oenotrischen Fürsten Italos bezeichnete (Antiochos FGrH 555 F 5; nach Hekat. FGrH 1 F 41,51-53 liegen Medma, Locris, Caulonia und Krotalla in I.). Hellanikos bringt I. mit dem Wort vitulus (“Kalb”) und der Sage vom dem Herakles entflohenen Kalb des Geryoneus in Zusammenhang (Dion. Hal. ant. 1,35), Timaios mit dem Reichtum an Rindern in dieser Gegend (Gell. 11,1; vgl. Fest. 94 s.v. I.); daher prägten die Italiker im Bundesgenossenkrieg [3] (90-88 v.Chr.) Mz. mit dem Bild eines Kalbs und der Legende Viteliu. Die Verbreitung des Namens I. hängt mit der griech. Kolonisation und der pythagoreischen Schule zusammen, die von Kroton nach Metapontum wechselte. In der 2. H. 5. Jh. bezeichnete I. die Halbinsel im Westen bis zum Fluß Laus im Gebiet der Opici und im Osten bis zum Bradanus im Gebiet der Iapyges (Thuk. 7,33,4; Antiochos FGrH 555 F 3) [1; 2; 3]. Im 4. Jh. umschloß er mit dem Italiotischen Bund Tarentum und Poseidonia (Dion. Hal. ant. 1,73,4). 306 garantierte der Vertrag mit Karthago Rom den herrschenden Einfluß in I.; im 3. Jh. herrschte bei den Griechen inzwischen eine einheitliche geogr. Vorstellung von I., das bis zu den Alpen reichte (Pol. 1,6,2; Strab. 5,3,5; [4; 5]); I. war aber immer noch ein Gemisch aus verschiedenen Völkern und Sprachen, welches Rom ebenso wie die Institutionen zw. dem 3. und 1. Jh. zu vereinheitlichen suchte. Für Cato sind die Alpen die Mauer von I. (fr. 85); in seinen Origines behandelt er alle Völker von den Alpen bis nach Sizilien. Polit. allerdings umfaßte I. nur die Halbinsel (bis zum Aesis), deren Bewohner im J. 89 v.Chr. das Bürgerrecht erhielten; 81 verlegte Sulla die Grenze nach Norden an den Arnus und den Rubico. Das Bürgerrecht wurde 49 auf die Transpadani ausgeweitet (Cass. Dio 41,36), jedoch bestand die Prov. Gallia Cisalpina bis 43 weiter (Cic. Phil. 3,4,5). Seit 42 reichte I. vom Varus bis zum Formio und in spätaugusteischer Zeit bis zum Arsia. Somit war die polit. Einheit des "schönen Landes, vom Appennin geteilt, vom Meer und den Alpen umschlossen" (Petrarca), vollendet. Die ethnischen Einheiten sind die Itali im Gegensatz zu den Italiotai gen. griech. Kolonisten und Italici im Gegensatz zu den Römern. In der Dichtung finden sich archaisierende Bezeichnungen für I.: Hesperia, Ausonia, Opicia, Oinotria (Hekataios, Antiochos) [6]; Saturnia tellus ist anfangs auf Latium beschränkt.

B. Geographie
I. ist eine im wesentlichen gebirgige Landschaft mit kleinen Ebenen, abgesehen von der Poebene.

1) Vulkanische Erscheinungen
Colli Albani, Pithecusa (Ausbruch nach der Kolonisation, Timaios FGrH 566 F 58), Vesuvius (Ausbruch von 79 n.Chr.), Aitne, Stromboli; Nutzbarmachung von Thermalquellen. Häufige Erdbeben, Bradyseismos, hydrographische Veränderungen und Änderungen im Küstenverlauf.

2) Gebirge
Die Alpes, von Westen nach Osten: Maritimae (mit tropaea Augusti bei Monaco und dem mons Caenia), Cottiae (mons Vaesulus; Paß des mons Matrona), Graiae (Paß des Kleinen St. Bernhard), Poeninae (Paß des Großen St. Bernhard, Poeninus), Carnicae, Iuliae (mons Ocra). Appenninus, von Norden nach Süden: mons Auginus; Tetrica, Fiscellus, Ceraunii und Tifernus in Samnium; Taburnus, Voltur, Alburnus, Sila bis zum promonturium von Leukopetra.

3) Meere, Küsten und Inseln
Mare Adriaticum bzw. Superum mit dem mons Garganus; mare Ionium mit dem promonturium Iapygium, dem sinus Cocynthum, dem promonturium Zephyrium und dem fretum Siculum; Sizilien und die umliegenden Inseln (Aeoliae oder Liparaeae; Aegusae oder Aegates: Cossura, Melita und Gaulos); mare Tyrrhenum, Tuscum oder Inferum mit dem sinus Terinaeus, sinus Laus, sinus Paestanus, dem promonturium Minervae und der Insel Capreae, dem sinus Puteolanus und der Insel Aenaria; sinus Formianus, sinus Amyclanus, promonturium Circei und Insel Pontia, mons Argentarius und den Inseln Igilium und Dianium, das promonturium von Populonia, die Inseln Elba, Corsica und Sardinia, mare Ligusticum mit portus Lunae.

4) Zuflüsse zum mare Adriaticum
Der von Turin bis zum Meer schiffbare Padus, der am mons Vesulus entspringt, aufgefüllt durch seine in den Alpes entspringenden linken Nebenflüsse: Duria minor, Stura, Orgus, Duria maior, Sesites, Ticinus, Lambrus, Addua, Sarius, Ollius (mit Mella und Clesis), Mincius, Tartarus; seine im Appenninus entspringenden rechten Nebenflüsse: Tanarus (mit Stura), Trebia, Nure, Tarus, Parma, Incia, Secia, Scultenna, Rhenus, Idex, Silarus, Vatrenus. Venetische Flüsse alpinen Ursprungs im Norden des Padus: Athesis (schiffbar), Meduacus, Plavis, Liquentia, Tiliaventus, Natiso, Isontius (mit dem Frigidus), Formio, Ningus, Arsia. Im Süden des Padus die kleinen Flüsse appenninischen Ursprungs Rubico, Ariminus, Pisaurus, Metaurus, Aesis, Flusor, Cluentus, Tinna, Truentus, Vomanus, Aternus, Sagrus, Trinius, Tifernus, Frento, Aquilo, Cerbalus, Aufidus.

5) Zuflüsse zum mare Ionium
Galesus, Bradanus, Casuentus, Acalandrus, Aciris, Siris, Sybaris, Crathis, Trais, Naethus, Sagras.

6) Zuflüsse zum mare Tyrrhenum
Sabatus, Laus, Silarus (mit Calor und Tanager), Sarnus, Volturnus (mit Calor und Tamarus), Savo, Liris (mit Trerus und Melpis), Amasenus, Astura, Numicius, Tiberis (mind. bis Castellum Amerinum schiffbar; mit seinen Zuflüssen Anio, Cremera, Fabaris, Nar, Pallia, Clanis, Tinia), Minio, Marta, Arminia, Albinia, Umbro, Caecina, Arnus (schiffbar), Auser, Macra; in Liguria die kleinen Flüsse Entella, Tavia, Rutuba und Varus.

7) Seen (lacus)
In den Alpen: Verbanus, Ceresius, Larius, Sebinus, Benacus. In Etruria: Trasimenus, Volsiniensis, Ciminius, Sabatinus. In Latium: die kleinen Seen Regillus, Albanus, Nemorensis. Im Gebiet der Marsi: Fucinus. Größere Lagunen sind die VII maria in Venetia. Die Malaria muß ein der Urbarmachung und der Besiedlung entgegenstehendes endemisches Phänomen gewesen sein, vgl. die Interpretation von Graviscae, den Pomptinischen Sümpfen (paludes Pomptinae) oder der Maremma (Plin. epist. 5,6) [7].

C. Naturprodukte
Einige bekannte Naturprodukte (Marmor aus den ligur. Alpen im Gebiet der Apuani, Pozzolanerde, Alaun, Salz) und landwirtschaftliche Erzeugnisse, vermehrt durch Urbarmachung, Centuriationen und intensive Bebauung (Übergang von Getreide zum Oliven- und Weinanbau); Viehzucht, auch Transhumanz, zur Versorgung von Märkten und Messen. Das Land wurde in den lit. Quellen als bes. fruchtbar gepriesen (bei Varro rust. 1,2,6; Verg. georg. 2,136-176; Dion. Hal. ant. 1,36f.; Strab. 6,4,1; Plin. nat. 3,39-42; 60; 37,13; 77) [8; 9].

D. Vorrömische Völker
(Ohne Berücksichtigung der prähistor. Kulturen [10; 11; 12]). Ungeachtet der großen, an das ver sacrum gebundenen Mobilität sind zu unterscheiden: die weitläufig über die westl. Alpes, den nördl. Appenninus und die Gallia Narbonensis verteilten Ligures; Euganei und Veneti nördl. des Padus (Zentren Ateste und Patavium mit der Atestina-Kultur und venet. Inschr.); Etrusci, die sich zw. Tiberis und Arnus niedergelassen hatten und dann nach Campania und in die Cisalpina vordrangen (mit bildender Kunst eigener Prägung und reichem inschr. Material); Umbri, früher weiter zw. Padus und Tiberis (von ihrer Sprache zeugen die Tabulae Iguvinae ), Picentes im Picenum (Stele von Novilara), Falisci (Faliskisch) um den Soracte; Latini um den mons Albanus, deren Sprache (Latein) sich im Zuge der röm. Eroberungen durchsetzte; Samnites (Sabini), Vestini, Paeligni, Marrucini, Aequi und Aequiculi, Marsi, Hernici, Carricini, Pentri, Hirpini im bergigen Innern, Ausones (Aurunci), Oinotres, Opici, ferner die Osci in Campania (Oskisch-Umbrisch); Lucani und Bruttii im äußersten Süden; Iapyges (Hekataios), Daunii, Peucetii und Messapii illyr. Ursprungs (messap. Inschr., Messapisch) in Apulia. Bezeichnungen wie Megálē Hellás (Μεγάλη Ἑλλάς) oder Magna Graecia spiegeln die im 8. Jh. einsetzende Kolonisation wieder, die Begriffe selbst scheinen aber nur polit. Tendenzen des 4. Jh. zu entsprechen [13; 14]. Die Gallia Cisalpina bildete sich während der Kelteninvasion im 5.-4. Jh. v.Chr. heraus, der Begriff aber setzte sich erst mit der Einrichtung der röm. Prov. durch; in den Tälern der Alpes repräsentieren die Raeti den Rest der etrusk. Okkupation.

E. Romanisierung
I. ist das Ergebnis eines Romanisierungsprozesses verschiedener Völker durch Bündnis oder Eroberung (vgl. Begriffe wie socii, civitates sine suffragio oder auch ager publicus populi Romani und coloniae maritimae [15] und Latinae). Die Römer bewirkten die Errichtung eines leistungsfähigen Straßensystems, die Massendeportation (Verschleppung) von Völkerschaften, die Umsiedlung von Bergbewohnern in die Täler und von auf Anhöhen gelegenen Ortschaften in die Ebene, das Phänomen der Verstädterung in großem Ausmaß und die städtebauliche Neuordnung im 2. und 1. Jh., die Gewährung des Bürgerrechts an die municipia Italicorum, die Ausdehnung des Bürgerrechts auf die Gallia Cisalpina und Transalpina.

F. Italia seit Augustus
Augustus verdanken wir die discriptio totius Italiae in 11 regiones, gestützt auf die vorröm. Völker, aufgezeichnet in einer Karte, von Süden nach Norden voranschreitend (Süden oben), versehen mit laufenden Nummern (die Namen der Regionen setzten sich erst später durch). Für jede Region unterschied man coloniae und municipia, in alphabetischer Reihenfolge, möglicherweise aus praktischen Anforderungen zur Archivierung von Censusdaten, ohne direkten Nutzen für die Administration (Plin. nat. 3,46). Für die Rechtsverwaltung führte Hadrianus vier consulares ein; dagegen verfügte man von Marcus Aurelius bis zu Aurelianus über Gerichtsbezirke mit Richtern [16; 17; 18]; es gab einen einzigen corrector in I. Im J. 297 n.Chr. leitete Diocletianus die Provinzialisierung von I. ein; Rom war nicht mehr Hauptstadt, I. eine der 12 dioeceses des Reiches, aufgeteilt in zwei partes (annonaria im Norden, suburbicaria im Süden) und 12 Provinzen: Venetia et Histria, Aemilia et Liguria, Alpes Cottiae, Flaminia et Picenum, Tuscia et Umbria, Campania et Samnium, Apulia et Calabria, Lucania et Bruttii, Corsica, Sardinia, Sicilia, Raetia. Im 4. Jh. wurden daraus 17: Venetia et Histria, Aemilia, Liguria, Flaminia et Picenum annonarium, Alpes Cottiae, Raetia I, Raetia II, Tuscia et Umbria, Campania, Samnium, Apulia et Calabria, Lucania et Bruttii, Picenum suburbicarium, Valeria, Sardinia, Corsica, Sicilia. Beschreibung von I. nach den Regionen des Augustus:

Regio I: Latium et Campania vom Tiberis zum Silarus; man unterscheidet Latium vetus bis zum promonturium Circei und Latium adiectum bis zum mons Massicus; Haupthafen Puteoli, später Militärhafen Misenum und Handelshafen Ostia; Rom drängte nach und nach die anderen Zentren in den Hintergrund, viele verschwanden; in Campania Cumae und das gegenüberliegende Pithecusa, die Metropole Capua im Zentrum eines unermeßlich reichen Landes, das eine an astronomischen Gegebenheiten orientierte Centuriation besaß; Nola, die Häfen von Neapolis und Salernum.

Regio II: Apulia, Calabria, Sallentini, Hirpini: Es handelte sich dabei ungefähr um das h. Apulien vom Tifernus bis zum Bradanus mit der Halbinsel Sallentina und dem mons Garganus; in Daunia die Kolonie Luceria; in Hirpinum die Kolonie Beneventum; in Peucetia die Häfen Barium und Egnathia, im Landesinnern Canusium und Venusia; in Calabria die Metropole Taras-Tarentum und die Kolonie Brundisium, Endpunkt der via Appia und der via Traiana sowie Hafen für den Orient.

Regio III: Lucani et Bruttii; h. Basilicata und Calabria vom Silarus bis zum Bradanus; griechische Kolonien am mare Tyrrhenum waren Poseidonia-Paestum, Elea-Velia, Pyxus-Buxentum, Laos, Terina, Hipponion-Vibo Valentia, Medma; am fretum Siculum Rhegium; am mare Ionium Locri, Caulonia, Croton, Crimisa, Sybaris-Thurii-Copia, Siris-Heraclea, Metapontum. In röm. Zeit Niedergang, außer Rhegium und Croton und im Landesinnern Potentia, Grumentum, Consentia.

Regio IV: Samnites, Sabini, Marsi, Vestini, Paeligni, Marrucini, Frentani; im Apenninus vom Tiberis zum Volturnus, am mare Adriaticum vom Salinus zum Tifernus; als Häfen dienten Ostia Aterni, Hortona, Histonium; Städte der Sabini waren Reate und Nursia, der Marrucini Teate, der Paeligni Corfinium, der Pentri Bovianum; bei den Aequiculi die Kolonie Alba Fucens am lacus Fucinus.

Regio V: Piceni et Praetuttii, entlang dem mare Adriaticum vom Aesis zum Salinus und im Landesinnern bis zum Appenninus (Tetrica, Fiscellus); Haupthafen Ancona, im Landesinnern Auximum, Firmum, Asculum und Interamna. Endpunkt der via Salaria und der via Caecilia.

Regio VI: Umbria et ager Gallicus; von Pisaurum zum Aesis am mare Adriaticum und im Appenninus vom Arnus bis zum Tiberis und Nar; Städte: Interamnia Nahars, Carsulae, Ameria, Spoletium, Camerinum, Sassina und an der See Pisaurum, Fanum Fortunae, Sena Gallica.

Regio VII: Etruria; vom Macra zum Tiberis und bis zum Appenninus; die Städte Caere, Veii, Tarquinii, Volci, Volsinii, Rusellae, Vetulonia, Volaterrae, Clusium, Perusia, Cortona, Faesulae waren zum Teil verfallen. Röm. Kolonien bei den Häfen Cosa und Luna; Pisae, Florentia und Arretium am Arnus und Kolonie latinischen Rechts Luca am Auser. Durchquert von den viae Cassia, Clodia und Aurelia.

Regio VIII: Gallia Cispadana, deren Name Aemilia von der gleichnamigen Straße stammt, die sie auf ganzer Länge von Ariminum bis Placentia durchquerte, flankiert durch reiche, centurierte Territorien; vom Appenninus bis zum Padus. Etrusk. Zeit: Felsina, Spina, Marzabotto. Röm. Kolonien waren Ariminum, Placentia und Bononia. Ravenna war Stützpunkt der classis praetoria seit Augustus und Verwaltungszentrum seit 403.

Regio IX: Liguria; vom Varus zum Macra, vom Appenninus bis zum Padus; Genua war Haupthafen; im Landesinnern Dertona, Verkehrsknotenpunkt der via Postumia und der via Iulia Augusta.

Regio X: Venetia, Carni et Histri; vom Padus bis zu den Alpes, vom Ollius bis zum Arsia; bed. Häfen in chronologischer Folge waren Adria, Altinum und Aquileia; Verona und Tridentum am Athesis; Kolonie Cremona und Hostilia am Padus, Brixia am Mella, Mantua am Mincius, Patavium am Meduacus. Ausgedehnte centurierte Territorien; Straßen über die Alpes (via Iulia, via Claudia Augusta), fossae in den VII maria.

Regio XI: Gallia Transpadana; vom Padus bis zu den Alpes Graiaeet Poeninae und dem Ollius; Hauptzentren: Ticinum, Augusta Taurinorum und Augusta Praetoria, an den Straßen nach Gallien Comum, Mediolanum, letzteres Verwaltungszentrum von 286 bis 402 n.Chr.

Inschr. Belege zu I.: CIL I; IV; IX-XI; XIV; XV.
Uggeri, Giovanni (Florenz)

RE:
Italia
https://elexikon.ch/RE/SIII_1245.png

References:

[1] Desjardins, Régions, S. 184-202.

[2] Miller, Itineraria, Sp. 379.

[3] Scherling, Karl, Italia, in: RE S III (1918), Sp. 1246-1302.

[4] Uggeri, Giovanni, Italia, in: DNP 5, 1998, Sp. 1153-1161.

_______________________________

1 L. Matteini, L` I. nel Περὶ Ἰταλίας di Antioco, in: Helikon 18/9, 1978/9, 293-300

2 F. Prontera, Antioco di Siracusa, in: Geographia Antiqua 1, 1992, 109-136

3 C. Cuscunà, Quale I. per Antioco?, in: Kokalos 41, 1995, 63-78

4 G. De Sanctis, Storia dei Romani 1, 1956, 111

5 E. Lepore, L` I. nella formazione della comunità romano-italica, in: Klearchos 5, 1963, 89

6 M. Ameruoso, La visualizzazione geografica di I., in: Miscellanea greca e romana 17, 1992, 65-131

7 P. Fraccaro, La malaria e la storia dell` I. antica, in: SE 2, 1929, 197ff.

8 Toynbee, Hannibal 2, 373f.

9 Ph. Desy, Grec et Latin en 1991 et 1992, 1994

10 G. Giacomelli, Gli etnici dell` I. antica, 1960

11 M. Cristofani, Etruschi e altre genti nell` I. preromana, 1996

12 R. Pittioni, Italien. Urgeschichtliche Kulturen, RE Suppl. 9, 105-372

13 G.Pugliese Carratelli (Hrsg.), Magna Grecia, 1985

14 D. Musti, Strabone e la Magna Grecia, 1988

15 E.T. Salmon, The coloniae maritimae, in: Athenaeum 41, 1968, 3-38

16 R. Thomsen, The Italic Regions, 1947

17 M. Corbier, Les circonscriptions judiciaires de l` I., in: MEFRA 85, 1973, 2

18 W. Eck, Die regionale Organisation ital. Iuridikate, in: ZPE 18, 1975, 155-166.

B. Flavio, I. illustrata, 1453 (Romae 1471) (Beginn der topogr. Rekonstruktion des ant. Italien)

L. Alberti, Descrittione di tutta I., 1550

Ph. Cluverii, I. antiqua, 1624

L. Holstenii, Adnotationes ad Cluverium, 1666

H. Kiepert, A Manual of anc. Geography, 1881, 209-256

K.J. Beloch, Der ital. Bund, 1880

Nissen

Ruggiero

G. De Sanctis, Storia dei Romani, 1907-1923; 1956-1964

E. Pais, Storia della colonizzazione di Roma antica, 1923

Ders., Storia dell` I. antica, 1925

Carta archeologica d`I., 1927ff. (= Forma Italiae ser. 2)

Forma Italiae, 1928ff.

G. Devoto, Gli antichi Italici, 1929

ESAR

J. Whatmough, The Prae-Italic Dialects of I., 1933

Ders., The Foundations of Roman I., 1937

B. Pace, Arte e civiltà della Sicilia antica, 1935-1949

E. Wikén, Die Kunde der Hellenen, 1937

Syme, RR

J. Bérard, La Colonisation grecque, 1941

T.J. Dunbabin, The Western Greeks, 1948

E. Sereni, Comunità rurali nell` I. antica, 1955

P. Fraccaro, Opuscula, 1957

F. Castagnoli, Le ricerche sui resti della centuriazione, 1958

EAA1

EAA2

U. Kahrstedt, Die wirtschaftliche Lage Großgriechenlands in der Kaiserzeit, 1960

L.R. Taylor, The Voting Districts of the Roman Republic, 1960

A. Degrassi, Scritti vari di antichità, 1962-1971

G. Schmiedt, Atlante aerofotografico delle sedi umane in I., 1964ff.

A.H. Toynbee, Hannibal

E.T. Salmon, Roman Colonization under the Republic, 1969

G.A. Mansuelli, Popoli e Civiltà dell` I. Antica, 1971ff.

P.A. Brunt, Italian Manpower, 1971

W.V. Harris, Rome in Etruria and Umbria, 1971

ANRW II 11.2

H. Galsterer, Herrschaft und Verwaltung im republikanischen I., 1976

C. Nicolet, Les structures de l` I. romaine, 1977

BTCGI

G. Tibiletti, Storie locali dell` I. romana, 1978

W. Eck, Die staatliche Organisation Italiens, 1979

A. Giardina, A. Schiavone, L` I., insediamenti e forme economiche, 1981

E.T. Salmon, The Making of Roman I., 1982

R. Chevallier, La Romanisation de la Celtique du Pô, 1983

L. Keppie, Colonisation and Veteran Settlement in I., 1983

A. Keaveney, Rome, 1987

P. Sommella, I. antica, l`urbanistica romana, 1988

F.M. Ausbüttel, Die Verwaltung der Städte und Prov. im spätant. I., 1988

M. Ameruso, Megale Hellas, 1996.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Last Update:

23.06.2026 14:59


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_en.php?id=2067 [last accessed on July 27, 2026]

Edition Information Privacy Statement