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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Tenurcio

Name (modern):

Tournus

Toponym vorher XII     Cabillione     
Toponym nachher XIIII     Matiscone     
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/177641
Großraum:

Gallien/Germanien

Toponym Typus:

Ortsname ohne Symbol

Planquadrat:

1B5

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

Tinurtium (359,5)

Alternativer Name (Lexika):

Tinurtium (DNP)

RE:

Tinurtium - http://elexikon.ch/RE/VIA,2_1409.png

Barrington Atlas:

Tinurtium (18 B3)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Tenurcio

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Talbert):
This name and the three below it (ending with Lvgdvno) should really each be placed one stretch lower; but the copyist no doubt wanted to be sure of fitting in the words that follow Lvgdvno without overrunning either the route to the left or the river to the right.

Miller, Itineraria, Sp. 81:
Tenurcio, Tinurtium (It), castrum Trinorciense (MA); j. Tournus (dép. Saône et Loire) : I : 2597.
12, 13 (oder 19: It).

Kommentar (RE):
RE E. Linckenheld VI A,2 1410–1411 — Tinurtium, Kastell und Siedlung an der via Agrippa von Lugdunum (Lyon) nach Augustodunum (Autun), und weiter nach Augustobona (Troyes) und Durocortorum (Reims), heute Tournus (Départ. Saône-et-Loire, Kreis Mâcon). Wie bei Tolosa sind zwei Siedlungen zu unterscheiden: T. vetus, auf einer Insel der Saône gelegen, heute Muret de la Mousse gegenüber von Le Villars, und T. novum, 3,5 km stromaufwärts auf dem rechten Ufer, heute Tournus. T. vetus war zweifellos die alte keltische Siedlung, die sich in einen gallo-römischen Vicus umformte; wichtiger wurde die Straßenstation T. novum, die in späterer Kaiserzeit ein Kastell erhielt. Aus den im Umkreis des Kastells gelegenen Magazinen entwickelte sich eine bürgerliche Siedlung. Die via Agrippina folgte dem Tal der Saône zwischen Mâcon und T. in zwei Strängen. Aus der Geschichte der Station ist nur ein Ereignis bekannt: Ael. Spart. vit. Sev. XI 1 zum J. 197 n. Chr.: In Gallia primo apud T. contra Albinum felicissime pugnavit Severus. [E. Linckenheld.] RE Karl Scherling VII A,1 160 — Trinurtium, vulgäre Form für Tinurtium (s. d.) bei Ael. Spart. vita Severi 10; an diese Form schließen sich die späteren Bezeichnungen castrum Trinorciense und Trenortio an. Das r wird durch die zahlreichen mit Tr beginnenden Namen in Gallien hineingekommen sein. [Karl Scherling.]


Datierung (Barrington):
Tinurtium – Hellenistic/Roman/Late Antique (RE; CAG 71/4.537)
§ Castrum Trinorciense – Late Antique

DNP:
Tinurtium

Kastell bzw. Siedlung in der Gallia Lugdunensis an der Via Agrippina (Itin. Anton. 359,5), h. Tournus (Dép. Saône-et-Loire). Es existierten zwei Siedlungen: T. vetus, der urspr. keltische Ort und spätere röm. vicus auf dem h. Muret de la Mousse, einer Insel im Arar (Saône); T. novum, h. Tournus, die Neugründung auf dem rechten Ufer des Arar zw. Cabilonnum (h. Chalon-sur-Saône) und Matisco (h. Mâcon; Itin. Anton. 359,5). T. novum erhielt in der späten Kaiserzeit ein castellum, von dem Reste erh. sind. Die urspr. Straßenstation mit Proviantmagazinen entwickelte sich zur Siedlung. Dort wurde Clodius [II 1] Albinus von Septimius [II 7] Severus im J. 197 n. Chr. geschlagen (SHA Sept. Sev. 11). Es gibt wegen der starken Überbauung nur wenige Funde.

Winkle, Christian

"TP-Online-ID: 3390 — Tenurcio

Desjardins S. 31.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Tenurcio; normalisierte Form: TINURTIUM.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Lugdunensis I. Typ: Oppid.. Route/Abschnitt: XLIIII. D’Andemantunno, Langres, à Lugduno, caput Galliarum, Lyon.

Quellenstellen bei Desjardins: It. Ant. 359,5: Tinurtium; SHA Sept. Sev. 11; mittelalterlich: Trenorchium, Trenorcium, Trinortium, Trinorchium, castrum Trinorciense, Trenortium, Turnucum, Tunurtium villa, Tornucium; abteiliche Münze: TORNVCIO CAST; weiterer mittelalterlicher Beleg: Trenorchium als castrense horreum.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Tournus.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins identifiziert Tinurtium mit Tournus. Die XXX Leugen von Cabillione bezeichnet er als passend; die folgende Distanz nach Matiscone sei dagegen zu klein. Die Entfernung Cabillione–Tenurcio fehlt in den Nürnberger Kupfern von 1682. Für die mittelalterliche Namenskontinuität verweist er auf Valois, Notit. Gall., S. 554–555.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 78): In der systematischen Einzelprüfung der Lugdunensis führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft.

Bearbeitungshinweis: It. Ant. modern als 359,5. Die alte Wesseling-Seite wird nicht übernommen."

Literatur:

Desjardins, Table, p. 31, col. 1, no. 3.

Miller, Itineraria, Sp. 81.

Linckenheld, Émile, Tinurtium, in: RE VI A.2 (1937), Sp. 1410 f.

Scherling, Karl, Trinurtium, in: RE VII A.1 (1939), Sp. 160.

Espérandieu, Rec. 10, 7082.

A. Rebourg, Carte archéologique de la Gaule 71, 1993, 537.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

25.08.2026 12:14


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_druck.php?id=3390 [zuletzt aufgerufen am 02.09.2026]

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