| Kommentar zum Toponym: |
Der Fluss ist auf der TP namenlos; dass es sich um den Acheloos handelt, geht aber, wie so oft auf der TP, aus der gleichnamigen Straßenstation an dessen Übergang, 6B4 Ac[.]lovm fl͞., hervor (s. Komm. Talbert, https://www.cambridge.org/us/talbert/talbertdatabase/TPPlace3410.html)
Für die Positionierung von “fl.“ am Ende der Strecke entlang der Flusslinie vgl. die Flüsse #57 (5B3-5C3 Safe fl͞.) und 73 (6B5 Calidon fl͞.).
Zur Lesung [Achilovs] oder [Achelovs] und zu den Namensformen in den antiken Quellen s. den Art. zur homonymen Straßenstation 6B4 Ac[.]lovm fl͞..
Der Fluss verläuft auf der TP ziemlich gerade Richtung SW, in Wirklichkeit jedoch in zahlreichen Windungen gen Süden.
Wie bei Strabo 10,2,1 beschrieben, bildet seine Mündung auch auf der TP den Anfang des Korinthischen Golfes.
Bedeutendster, längster (220 km) und wasserreichster Fluß Griechenlands im Gebiet der Aitoloi und Akarnaneis, urspr. Quellen im Territorium der Dolopes (Thuk. 2,102,2) beim Berg Lakmon im Pindos, dort von fünf Zuflüssen gespeist (nicht auf der TP). Vom Gebiet der Agraioi und Amphilochoi (Strabo 10,2,1) kommend, trat er bei Stratos (Furt, Thuk. 3,106,1) mit breitem Bett in die Ebene, aus dem See von Konope der Zufluß Kyathos (Polyb. 5,6,6), bei Konope eine Furt (Strabo 10,2,22). Das Mündungsdelta (sog. Paracheloitis südl. von Oiniadai verbreiterte sich durch Sedimente in histor. Zeit, so daß die Echinaden-Inseln z. T. verlandeten (Hdt. 2,10,3; Strabo 1,3,8; 10,2,19; Paus. 8,24,11). Die Regulierung des Deltas durch Herakles war nach Strabo l.c. und Dion. Hal. ant. 4,35 Anlaß für den Mythos vom Abbrechen des Horns des Flußgottes, das als Horn des Überflusses verehrt oder durch dieses ersetzt wurde. Schiffbar bis Stratos (Strabo 10,2,2; Ps.-Skyl. 34,2; Polyb. 5,6,6).
Selten Grenze zw. Akarnania und Aitolia (3. Jh. v. Chr.: IG 2IX 1,1, 3), trennte der A. in der Kaiserzeit die Prov. Epirus und Achaia (Ptol. 3,13f; s. Strauch DNP)
Auch auf der TP als Grenzfluß mit Gebirge (Berg-Fluß-System)
Einige ältere griechische Geographen, wie Hekataios (BNJ 1 F 102c ap. Strab. 6,2,4), gefolgt von Dichtern wie Sophokles (frg. 249 Radt), bezeichnen den Oberlauf bis in das Gebiet der Agraeer als eigenen Fluss mit Namen Ἴναχος (nicht so auf der TP). Der ältere Name soll Θόας gelautet haben (Strabo 10,2,1; Steph. Byz.), aber vermutlich handelte es sich aber eher um ein Epitheton, das sich auf dessen schnelle Strömung bezog (s. Hirschfeld RE 213)
Kommentar (Talbert):
This is another instance where the river`s name can only be inferred from that of the route stretch which crosses it (Ac[.]lovm Fl.). For the placement of "Fl." at the end of the route stretch name along the river course, compare rivers #57 and 73.
Miller, Itineraria, Sp. 598:
[Aceloum fl.], Station der Strecke 79, Achelois (Ra), Achelous, Ἀχελᾶος (autt.), der größte Fluß Griechenlands, kommt vom Pindus, genauer vom Lacmon (Thuc, St, Arist), an der Mündung Delta, mehrere Arme; j. Aspropotamo.
Datierung (Barrington):
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| Literatur: |
Hirschfeld, Gustav: Acheloos 1, RE 1,1 (1893), 213.
Oberhummer, Eugen: Akarnanien, Ambrakia, Amphilochien, Leukas im Altertum, München 1887, 14-18.
Miller, Itineraria, Sp. 779.
Murray, W. M.: The coastal sites of Western Akarnania, Diss. Philadelphia 1982, Ann Arbor 1982, 18-30.
Philippson, Alfred/Kirsten, Ernst: Die griechischen Landschaften Bd. 2, Frankfurt a. M. 1958, 576-578.
Strauch, Daniel (Berlin) and Isler, Hans-Peter (Zürich), “Acheloos”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 03 January 2019
First published online: 2006
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