deutsch englisch spanisch französisch italienisch
Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Flumen Aueldium (Flumen Aveldium)

Name (modern):

Lama Palombariello [4/1]

Toponym vorher
Toponym nachher
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/446223
Großraum:

Italien

Toponym Typus:

Fluss

Planquadrat:

5B4

Farbe des Toponyms:

rot

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

 

Barrington Atlas:

Aveldius fl. (45 unlocated)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Fl` Aueldiū

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

bislang nicht bestimmbar

Begründung zur Datierung:

Fehlende literarische oder epigraphische Belege.

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Köhner)
a) Lesung und Rekonstruktion des Namens
Flumen Aveldium.

Nach der TP eigenen Logik müsste das Toponym eigentlich Fluvius, nicht Flumen heißen.

b) Moderne(r) Name(n) und Verortung(en)
Lama Palombariello [4/1]

c) Namensformen belegt bei antiken Autoren
Der Fluss ist nur auf der TP belegt.

d) Datierung der Namensform auf der TP
Der Fluss ist nur auf der TP belegt, sein Eintrag auf der Karte damit bisher nicht bestimmbar.

e) Bedeutung des Toponyms in der Antike
Miller, Itineraria, Sp. 390: Fl` Aueldiū, zwischen Bardulos und Turenum; j. ein kleiner Küstenfluß bei Trani.

Nissen II 857 N1: Die Plin. III 102 aufgeführten angeblichen Flüsse sind auf der Generalstabskarte kaum erkennbare Bäche. Sucht man davon die größten aus, so lässt sich etwa der Japyx dem Balice, weiter nördlich der Pactius dem Lama Paterno, endlich Aveldius der Tab. Peut. dem Palombariello bei Trani gleichen.

Desjardins: 35 [Fl. Aueldium - (V, BC, 1) Fluvius Aveldius.- Einzige Erwähnung dieses Flusses.Laut der Tafel soll er zwischen Turenum Trani und Bardulos Barletta in das Hadriatische Meer münden, aber es gibt weder zwischen diesen beiden Städten noch an der gesamten Küste südlich der Mündung des Aufidus bis nach Bari einen Wasserlauf.Katancsich vermutete, dass dieser Fluss auf der Tafel falsch platziert wurde und statt rechts links vom Aufidus Ofanto liegen müsste; in diesem Fall wäre es der fiume Carapella, der am Monte Irpino in Richtung S. Pietro entspringt. Das Wasser des Cervaro, des antiken Cerbalus von Plinius und Strabon, fließt an seiner Mündung in den Monte Carapella.Der gleiche Gelehrte schlägt noch vor, im Aveldius einen Nebenfluss des Aufidus zu sehen (I, S. 082).

f) Kommentar zur Einzeichnung auf der TP (Gestaltungsfehler/Folgefehler)
Entspringt aus dem [Mons N.N.] und mündet in die Adria.

________

Luciano Bosio:
Fl(uvius) Aueldiu(m) (Lama Palombariello?) TabPeut, V, 4 A differenza degli altri fiumi ricordati più a settentrione, lungo il versante adriatico, il Fl. Aueldium non ha origine dagli Appennini, ma da un piccolo gruppo montuoso isolato, nel quale sono da riconoscere i rilievi delle Murge Alte (cfr. supra). Deriva dall’estremità occidentale (secondo l’orientamento della Carta) di questo gruppo e corre con andamento un poco ondulato in gran parte parallelo alla linea di costa, per poi piegare bruscamente con una pronunciata ansa e sfociare infine in mare tra le mansiones di Bardulos e di Turenum (l’idronimo è scritto in rosso tra questi due siti) (Fig. 57). È da dire, come in altri casi, che l’idronimo non compare in alcuna altra fonte e quindi ancora una volta si deve guardare solo alla Tabula; ma anche così i problemi che si presentano sono molti. Infatti, se noi consideriamo il settore della regione pugliese corrispondente alla posizione del fiume e precisamente lo spazio territoriale compreso tra Bardulos (Barletta) e Turenum (Trani), non si incontra un corso d’acqua degno di un qualche rilievo. Si trovano solo modesti e brevi solchi vallivi, detti lame, “che non hanno mai acqua se non durante le piene dette ‘mene’, che avvengono di tanto in tanto a periodi irregolarmente dilazionati nel corso degli anni. Queste lunghe tregue inducono i contadini a occupare i letti delle lame con colture orticole, a terrazzarle e a impiantarvi persino colture legnose, come vigneti, oliveti, mandorleti e alberi di fico”1283. Ed è proprio questa situazione idrografica che convince Miller a non pronunciarsi e a limitarsi a scrivere “ein kleiner Küstenfluss bei Trani”1284; Nissen invece propone l’odierna lama Palombariello, il cui breve corso nasce a oriente di Andria e sfocia a Trani1285. A questo punto, non possiamo in realtà dire se il compilatore abbia voluto ricordare nell’areale in questione proprio questa o un’altra lama, anche perché non si riesce a cogliere il motivo della segnalazione dell’Aueldium. È possibile che fosse segnalato per la presenza su di esso di un ponte, nel qual caso la lama Palombariello nel sito di Turenum avrebbe un qualche motivo per essere segnalata; può anche essere che in antico il regime idrografico fosse diverso dall’attuale in quanto in prossimità di Trani il sottosuolo rivela la presenza di acque sorgentifere: forse in tempi risalenti queste scorrevano in superficie, dal momento che la natura calcarea del suolo può aver facilitato una progressiva scomparsa delle acque stesse1286. E anche in questo caso si ritorna a Trani e alla lama Palombariello 134 che potrebbe essere, pur con un sostanzioso punto interrogativo, l’antico Fl. Aueldium.

Fl(uvius) Aueldiu(m) (Lama Palombariello?) TabPeut, V, 4 Im Gegensatz zu den anderen Flüssen, die weiter nördlich entlang der Adriaküste erwähnt werden, entspringt der Fl. Aueldium nicht in den Apenninen, sondern in einer kleinen, isolierten Berggruppe, in der die Erhebungen der Murge Alte (siehe oben) zu erkennen sind. Er entspringt am westlichen Ende (gemäß der Ausrichtung der Karte) dieser Gruppe und verläuft in leicht welligem Verlauf weitgehend parallel zur Küstenlinie, um dann mit einer ausgeprägten Biegung scharf abzubiegen und schließlich zwischen den Mansiones Bardulos und Turenum ins Meer zu münden (das Hydronym ist zwischen diesen beiden Orten in roter Schrift vermerkt) (Abb. 57). Wie in anderen Fällen ist anzumerken, dass das Hydronym in keiner anderen Quelle erscheint und daher erneut nur die Tabula herangezogen werden kann; aber auch so gibt es viele Probleme. Betrachtet man nämlich den Teil der Region Apulien, der der Lage des Flusses entspricht, genauer gesagt das Gebiet zwischen Bardulos (Barletta) und Turenum (Trani), so findet man keinen nennenswerten Wasserlauf. Es gibt nur bescheidene und kurze Talgräben, sogenannte Lame, „die nur während der Hochwasserperioden, den sogenannten Mene, Wasser führen, die von Zeit zu Zeit in unregelmäßigen Abständen im Laufe der Jahre auftreten. Diese langen Pausen veranlassen die Bauern, die Flussbetten mit Gemüsepflanzen zu bepflanzen, sie zu terrassieren und sogar mit Gehölzen wie Weinreben, Olivenbäumen, Mandelbäumen und Feigenbäumen zu bepflanzen”1283. Und genau diese hydrografische Situation überzeugt Miller, sich nicht zu äußern und sich darauf zu beschränken, „ein kleiner Küstenfluss bei Trani”1284 zu schreiben; Nissen hingegen schlägt den heutigen Lama Palombariello vor, dessen kurzer Lauf östlich von Andria beginnt und in Trani mündet1285. An dieser Stelle können wir nicht wirklich sagen, ob der Verfasser in dem betreffenden Gebiet genau diesen oder einen anderen Lama erwähnen wollte, auch weil der Grund für die Erwähnung des Aueldium nicht ersichtlich ist. Möglicherweise wurde es wegen einer darauf befindlichen Brücke erwähnt, in welchem Fall die Lama Palombariello an der Stelle von Turenum einen Grund hätte, erwähnt zu werden; es kann auch sein, dass das hydrografische Regime in der Antike anders war als heute, da in der Nähe von Trani im Untergrund Quellwasser vorhanden ist: Vielleicht floss dieses Wasser in früheren Zeiten an der Oberfläche, da die Kalksteinbeschaffenheit des Bodens zu einem allmählichen Verschwinden des Wassers geführt haben könnte1286. Und auch in diesem Fall kehren wir nach Trani und zur Lama Palombariello 134 zurück, die, wenn auch mit einem großen Fragezeichen, das antike Fl. Aueldium sein könnte.

Literatur:

[1] Bosio/Rosada, S. 133f.

[2] Desjardins, Table, p. 83, col. 2, no. 35.

[3] Miller, Itineraria, Sp. 390.

[4] Nissen II 857 N1.


   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

26.05.2026 14:17


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_druck.php?id=2588 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

Impressum Datenschutzerklärung