| Toponym TP (aufgelöst): | Andre Indi |
| Name (modern): |   |
| Toponym vorher | |
| Toponym nachher | |
| Pleiades: | https://pleiades.stoa.org/places/49858 |
| Großraum: | Indien |
| Toponym Typus: | Ethnikon |
| Planquadrat: | 11B5 |
Farbe des Toponyms: | schwarz |
| Vignette Typus : | --- |
| Itinerar (ed. Cuntz): |   |
| Alternativer Name (Lexika): |   |
| RE: | Andrae Indi |
| Barrington Atlas: | Andarae (5 E3) |
| TIR / TIB /sonstiges: |   |
| Miller: | Andre Indi |
| Levi: |   |
| Ravennat: |   |
| Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff): |   |
| Plinius: |   |
| Strabo: |   |
| Autor (Hellenismus / Späte Republik): |   |
| Datierung des Toponyms auf der TP: | frühe Kaiserzeit (einschließlich Flavier) |
| Begründung zur Datierung: | Der zeitliche Ansatz in der frühen Kaiserzeit ergibt sich durch die Entwicklung der politischen Konstellationen in Zentralindien und am Unterlauf des Ganges, siehe Kommentar. |
| Kommentar zum Toponym: |
Der Eintrag Andre Indi, bereits von Tomaschek zutreffend als „grosses Volk an der Ostküste Vorderindiens“ beschrieben (RE I / 2, 1894, 2132 s.v. Andrae Indi), ist als Ethnonym zu werten und dürfte sich auf das Gebiet der Śātavāhana-Dynastie, in der indischen Überlieferung als Āndhra bezeichnet, beziehen. Die Śātavāhanas aus dem westlichen Dekkan (Zentralindien) hatten ab etwa 28 v.Chr. nach der Zerschlagung des Magadha-Reiches die Vorherrschaft in Nordindien erlangt. Diese Machtverhältnisse auf dem indischen Subkontinent spiegelt Plinius’ Abriss der ehtnischen und politischen Landkarte Indiens am Unterlauf des Ganges wieder (Plin. nat. 6, 67) ist sehr wahrscheinlich mit Āndhra gleichzusetzen. Nicht weiterführend dürfte die Annahme von Tomaschek (RE I / 2, 1894, 2120 s.v. Andarae) sein, der Andarae als Schreibfehler wertet und Γανδάραι rekonstruiert. Ebenso wenig zielführend ist Millers (Itineraria, 627) ebenfalls in die Kophen/Indus-Region weisende Gleichsetzung mit den in der Drangiane wohnenden Daranden (Ptol. 6. 19, 3: Δαράνδαι), den Daradren (Ptol. 7, 1, 42: Δαράδραι) in der Nähe der Indus-Quellen und den bei Strabo genannten und eventuell mit Ptolemaios’ Daradren identischen Derder in Nordwestindien östlich des Indus (15, 1, 44 [706]: Δέρδαι; vgl. Roller, A Historical and Topographical Guide, 863; Eggermont, Alexander’s Campaign in Sind, 180. 204). Letztgenanntes Volk dürfte dem von Megasthenes für seinen Reichtum gepriesenen Daradern entsprechen (Megasthenes FGrHist 715 F 23 a = Arr. Ind. 15, 4-7; vgl. auch Hdt. 3, 102-105). Einen weiteren Anhaltspunkt dafür, dass diese in Nordwestindien lebenden Völkerschaften nicht mit den Andarae gleichzusetzen sind, bietet Plinius, der die Dardae als einen eigenen Stamm, aber gemeinsam nit den Andarae auflistet (Plin.nat. 6, 67): validior deinde gens Andarae, plurimis vicis, 30 oppidis quae muris turribus muniuntur, regi praebet peditum 100.000, equitum 2.000, elephantos 1.000. fertilissimi sunt auri Dardae, Setae vero et argenti. „Noch stärker ist der darauffolgende Stamm der Andarer, der viele Dörfer und 30 Städte hat, die durch Mauern und Türme befestigt sind, und der seinem König 100.000 Mann Fußvolk, 2000 Reiter und 1000 Elefanten stellt. An Gold besonders ergiebig sind die |
| Literatur: |
1) Überblick |
| Letzte Bearbeitung: | 04.11.2025 15:03 |
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https://tp-online.ku.de/trefferanzeige_druck.php?id=2474 [zuletzt aufgerufen am 28.06.2026]