| Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff): |
Σύρτεως Μεγάλης (4,3,14), Μεγάλην Σύρτιν (4,3,23), Μεταξὺ δὲ τῶν δύο Σύρτεων πόλεις (4,3,41), Σύρτει Μεγάλῃ (4,4,1; 8,15,2), τέλος τῆς Σύρτεως (4,4,3), τοῦ μυχοῦ τῆς Μεγάλης Σύρτεως (4,3,2; 4,4,2), τὸν μυχὸν τῆς Σύρτεως (4,3,15) |
| Kommentar zum Toponym: |
Miller, Itineraria, Sp. 954:
Syrtes Maiores, it. (Scyl, Polyb, St, Pt, Ml, Pl, Is, Eb, Hf, Lb, Hn, als Insel Ho, Or); - Syrtis maior; nach St mit einem Umfang von 4000 oder 5000, einer Tiefe von 1500 oder 1800 und einem Durchmesser von 1500 st; hier irrtümlich mit ihr verbunden Lacvs Tritonvm, welcher zur Kleinen Syrte gehört; j. Dschun el Kebrit.
Datierung (Barrington):
Syrtis Maior – ? (Desanges 1980, 243-48, 254-56)
erwähnt bei Pomp. Mela (I 37):
Jenseits der [Kleinen] Syrte liegt die Stadt Öa [Tripoli] und der Fluss Cinyps [el Khaane], der durch sehr fruchtbare Gefilde fließt, dann ein zweites Leptis (Magna) und eine Syrte, die in Namen und Wesensart der ersten gleicht, im übrigen aber fast den doppelten Raum einnimmt, wo sie sich öffnet und ihren Bogen verlaufen lässt [die Große Syrte]. Ihr Kap heißt Boreion (griech.: Nördliches) [Ras Taiùnes], von diesem aus beginnt die Küste, die die Lotophagen (Lotos-Esser) in Besitz gehabt haben sollen, und erstreckt sich bis Phykus [Ras Sem] – auch dies ist ein Kap – an hafenloser Küste.
DNP:
Syrtis
(Σύρτις, “Syrte”). Ant. Bezeichnung für zwei Buchten an der nordafrikanischen Küste: die Große S. (h. Golf von Bengazi) und die Kleine S. (h. Golf von Gabès). Das Wort, das wohl - entgegen der Meinung ant. Philologen - nicht griech., sondern phöniz. Urspr. ist, taucht zum ersten Mal bei Herodotos (z. B. 2,32,2) auf. Ps.-Skylax (109 f.; GGM 1,84-89) und Strabon (2,5,20; 25; 33; 3,4,3; 17,3,1; 17,3,17-20) beschreiben die S. unter geogr. Gesichtspunkten. Beide Buchten waren bei den ant. Seefahrern wegen ihrer unberechenbaren Strömungen, die teilweise Gezeitencharakter hatten, und wegen ihrer wandernden Sandbänke gefürchtet (Hor. carm. 1,22,5; 2,6,3 f.; Lucan. 1,498-504; 9,303-309). Zur Syrtis insula vgl. Cercina.
Huß, Werner
M. Reddé, Prospection des vallées du nord de la Libye (1979-1980), 1988
H. Treidler, s. v. S., RE 4 A, 1796-1829.
[T.W.]: Heute ist mit Hilfe der Photographien von 1888 nur noch "[.]YR[..]S MAIOR[.]S" zu lesen. Zweifellos ist allerdings Welsers und Scheybs Lesung "Syrtes Maiores" korrekt, die sich auch bei zahlreichen antiken Autoren wiederfindet (Mela 2,105; Plin. nat. 5,27f.; 5,33f:.; 6,194; 7,14; 19,41; Ptol. 4,3,2; 4,3,14; 4,3,23; 4,4,1; 8,15,2).
DNP:
Syrtis
(Σύρτις, “Syrte”). Ant. Bezeichnung für zwei Buchten an der nordafrikanischen Küste: die Große S. (h. Golf von Bengazi) und die Kleine S. (h. Golf von Gabès). Das Wort, das wohl - entgegen der Meinung ant. Philologen - nicht griech., sondern phöniz. Urspr. ist, taucht zum ersten Mal bei Herodotos (z. B. 2,32,2) auf. Ps.-Skylax (109 f.; GGM 1,84-89) und Strabon (2,5,20; 25; 33; 3,4,3; 17,3,1; 17,3,17-20) beschreiben die S. unter geogr. Gesichtspunkten. Beide Buchten waren bei den ant. Seefahrern wegen ihrer unberechenbaren Strömungen, die teilweise Gezeitencharakter hatten, und wegen ihrer wandernden Sandbänke gefürchtet (Hor. carm. 1,22,5; 2,6,3 f.; Lucan. 1,498-504; 9,303-309). Zur Syrtis insula vgl. Cercina.
Huß, Werner
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