| Kommentar zum Toponym: |
Kommentar (Talbert):
Compare SILVA VOSAGVS (2A2) and note there.
Miller, Itineraria, Sp. 143:
Silva Marciana (in Majuskeln rot geschrieben), it. (Am), Marciane (Ho), Eremus Helvetiorum (Pt). Ursprung der Donau: "Danubius molli et clementer edito montio Abnobae iugo effusus" (Tac Germ); "ortus hic (Danubius) in Germania e jugis Abnobae, ex adverso Raurici Galliae oppidi" (Pl). Vgl. Hercynia silva (Caes, Ml, Pl, Flor., Claud.), Hercynius Saltus (Liv., Pl, Tac), Hercynium iugum (Pl) u.a. j. der Schwarzwald, "von den schwarzen Tannen und auch, wie etliche wollen aus Marcellino probieren, Martiana syla, d.i. Marswald" sagt Seb. Münster in seiner Kosmographie 1546. Der Name harrt wohl noch einer endgütligen Erklärung. Ob ein Zusammenhang zwischen "Schwarz" und "Marz"? Wie die Vogesen durch Bäume ausgezeichnet, unter welchen wiederum keine Tannen, auch keine deutschen Buchen und Eichen, wohl aber sicher und deutlich wenigstens 3 Pinien (der 3.,5. und 8. Baum von links) an ihrer schirmförmigen Krone zu erkennen sind.
Datierung (Barrington):
Marciana Silva – ? (RE)
Interessant ist die Tatsache, dass der Schwarzwald (wie auch die Vogesen) als Kombination von Bergen und Wald dargestellt werden. M.E. geht dieser einige auf der TP verzeichnete Wald auf den Herkynischen Wald zurück. Erstbeleg Arist. meteor. 1,13 350 b 5 (Gebirge!). Timpe, Entdeckungsgeschichte, RGA 7, Sp. 342. Erst bei Apoll. Rhod. 4,640 erscheint es dann als Gebirge; vgl. Diod. 5,32,1.
Kommentar (Rasch):
Marciana silva Schwarzwald.
Amm. XXI 8,2: profecturus itaque per Marcianas silvas; Tab. Peut.
Zeuss 10 Anm. 3. — R. Much, PBB 17 (1893) 4; ders., Hoops RL. III 195. - S. Gutenbrunner, in Schneiders Germ. Alt.-Kde. (1938) 9.
DNP:
Silva Marciana
Wohl spätant. Bezeichnung (Tab. Peut. 2,4; 4,1; Amm. 21,8,2 zu 361 n. Chr.) für den sonst Abnoba mons gen. Schwarzwald.
Wiegels, Rainer
"TP-Online-ID: 2062 — Silva Marciana
Desjardins S. 4.
Lesung und Namensform bei Desjardins: Silva Marciana; normalisierte Form: SILVA MARCIANA.
Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Germania / östlicher Rand Galliens. Typ: Wald. Route/Abschnitt: keine Route bzw. kein Abschnitt angegeben.
Quellenstellen bei Desjardins: Amm. Marc. 21,13,2; Caes. Gall. 6,25.
Moderne Identifikation bei Desjardins: Schwarzwald nahe den Donauquellen.
Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins identifiziert die Silva Marciana mit dem Schwarzwald nahe den Donauquellen. Er betrachtet sie nur als einen kleinen Rest der viel größeren Hercynia Caesars, die sich im Süden bis an die Grenzen der Helvetii, Nemetes und Rauraci und im Osten bis zum Gebiet der Daker erstreckt habe. Er verweist außerdem auf seinen Eintrag zur Silva Vosagus."
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| Literatur: |
Desjardins, Table, p. 4, col. 1, no. 1.
Miller, Itineraria, Sp. 143.
Franke, Alfred, Marciana silva, in: RE XIV.2 (1930), 1504 f.
[Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]
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