| Kommentar zum Toponym: |
Kommentar (Talbert):
The final "i" is faint. See note under Haci (1A2).
= Note that Haci (and Vapii after it), both names in red, are each followed by a stop in black. By contrast, the third name in succession (Varii) and its stop are both in red.
Miller, Itineraria, Sp. 612-613:
Vapii. Varii (Falsch Vapli varij (Bt), Pusapii Rarii (Ct)). Förstemann (S. 38) wollte unter Vaplivarii die Anwohner der Wapel (Waplinga Ad. Br.), südlich der Jahde, eines „nicht ganz unbedeutenden Flusses, welcher wohl durch die Feldzüge des Drusus bekannt geworden sei“, bestimmen. Solche sind indes gänzlich unbekannt. Wahrscheinlich handelt es sich um die Endung zweier Wörter auf -varii. Die Angrivarii liegen zu weit vom Rhein (an der Weser) und fehlen bei Ho; dagegen haben Ho und LV die Amsivarii, Anwohner der Ems, auch Ampsivarii (nach der ND bilden sie eine Abteilung Hilfstruppen in Gallien); ferner Chattuari, Chattovari LV oder Casuarii LV und Ho sowie Pt.
"TP-Online-ID: 1991 — Vapii
Desjardins S. 3.
Lesung und Namensform bei Desjardins: vapii (im Schriftkomplex Chaci.vapii); normalisierte Form: VARII.
Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Germania – jenseits des Rheins. Typ: Problematische Lesung / Bestandteil eines Ethnonyms. Route/Abschnitt: keine Route bzw. kein Abschnitt angegeben.
Quellenstellen bei Desjardins: keine Quellenstelle bei Desjardins angegeben.
Moderne Identifikation bei Desjardins: keine moderne Identifikation bei Desjardins angegeben.
Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins bezeichnet Vapii ausdrücklich als schlechte Lesung. Man habe darin Ansvarii, Amsivarii, Varni und andere Namen erkennen wollen. Nach Desjardins ist Vapii vielmehr für varii verderbt und gehört zum vorausgehenden Chaci, sodass CHAUCI VARII zu rekonstruieren sei. Müllenhoff schlägt dagegen vor, in den betreffenden Schriftresten Überreste der beiden Namen Angrivarii und Amsivarii zu sehen (Abhandlungen der Berliner Akademie 1852, S. 521; außerdem Müllenhoff, Weltkarte des Augustus, S. 4).
Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 79): Die Lage dieses transrhenanischen Ethnikons wertet Desjardins als Hinweis auf einen sehr alten Kartenbestand. Desjardins rekonstruiert im älteren Schriftbestand Chamavi … varii; die Worte qui et Franci seien seiner Auffassung nach erst später interpoliert worden.
Bearbeitungshinweis: Kein selbständiges Volk bei Desjardins; TP Online führt Vapii dagegen als eigene ID."
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