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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Asynnade Vforbio Milia XXXVII (A Synnade Euforbium milia XXXVII)

Name (modern):

 

Bild:
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000) ---
Bild (Scheyb 1753)
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Großraum:

Asia Minor

Toponym Typus:

Itinerareintrag/via publica

Planquadrat:

8B4 / 8B5

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

 

Barrington Atlas:

 

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

 

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Verballhornt aus: A Synnade Euforbium milia XXXVII.

Das E von Euforbio wurde haplographiert, vielleicht weil das rote Maiuskel-I von PHRYGIA irritierte, das bereits dazwischen gestanden hatte.

Interessant ist, dass die TP hier abweichend von der gebräuchlicheren Toponymform Synnada (neutr. plur.), die auch oberhalb der Ortsvignette eingetragen ist, die seltenere singularische Form im Ablativ "Synnade" verwendet hat, von Synnas, das vor allem im 1. Jh. n. Chr. belegt ist, vgl. z. B. Plin. nat. 5,105 alter conventus a Synnade accepit nomen; conveniunt Lycaones, Appiani, Corpeni, Dorylaei, Midaei, lulienses et reliqui ignobiles populi XV (v. l. synnade F2; synade F1 und a; sinnad E; sinnada E3; sinade D und R); Stat. silv. 1,5,37f sola cavo Phrygiae quam Synnados antro / ipse cruentavit maculis lucentibus Attis.

Der Eintrag wurde offenbar aus einer Itinerarliste übernommen. Dabei wurden vom Kartographen, wie die inkonsequente Verwendung der Toponymformen vermuten lässt, verschiedene Quellen zusammengefügt, ohne sie miteinander zu harmonisieren.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Verwendung des Ablativus separativus Euforbio (der auch neben der Ortschicane in 8B5 zu lesen ist): Zu erwarten wäre ein Akkusativ der Richtung.
Das lässt den Schluss zu, dass sich schon der Verfasser der Itinerarvorlage über die korrekte Namensform nicht im Klaren war und die flektierte Form für den Nominativ bzw. den Ortsnamen für indeklinabel gehalten hat, was bei dieser Textsorte häufig zu beobachten ist.

Literatur:

Köhner, Nordafrika, S. 188;

RE: -

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Letzte Bearbeitung:

08.01.2026 19:39

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=3658 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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