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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

(mountain, no. 101) [Tmolus, Tmolos]

Name (modern):

Boz Dağ

Bild:
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000) ---
Bild (Scheyb 1753)
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Großraum:

Asia Minor

Toponym Typus:

Berg/Gebirge

Planquadrat:

8B4 / 8B5

Farbe des Toponyms:

ohne Farbe

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Tmolos 1

Barrington Atlas:

Tmolus M. (56 F5)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

(Tmolus)

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

ὁ Τμῶλος ὄρος (5,2,13)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

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Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Τμῶλος/Tmolus (Homer u. a.), Nebenformen Timolus (z. B. Ov. met. 6,14; Plin. nat. 5,110 angeblich die ältere Form, tatsächlich wohl durch Epenthese enstanden, s. Zgusta 1984, 623) und Τύμωλος (laut Steph. Byz. s. v. eine poet. Umbildung)

Auf der TP wird dieses Gebirge, wie üblich stark stilisiert abgebildet, zwar als Quellgebiet der Flusses 8B4/5 Hermon (Hermus) dargestellt, der in Wirklichkeit weiter östl. am Berg Dindymos entspringt, jedoch ist der Positionierung nach wohl am ehesten an den Tmolos gedacht (so auch ItMiller 847), aus dem in der Tat der Kaystros (8B5 Castur) entspringt, wie auf der TP angedeutet. Der Tmolos verläuft in Wirklichkeit südl. des Hermos.
Das “gesegnete Gebirge” steigt oberhalb der Stadt Sardes auf (Strabo 13,4,5 ὑπέρκειται δὲ τῶν Σάρδεων ὁ Τμῶλος, εὔδαιμον ὄρος; Ov. met. 11,150 u. a.), der namenlosen Vignette Nr. 54, die auf 8B4 links etwas entfernt vom Gebirgspiktorgramm placiert ist (vielleicht im Kopierprozess verschoben?).

Der lydische Gebirgszug (bis 2157 m hoch) erscheint häufig in der Literatur seit Homer Il. 2,866; 20,385 (Τμώλῳ ὕπο νιφόεντι Ὕδης ἐν πίονι δήμῳ). Wirtschaftlich bedeutend wegen Transhumanz und Mineralienvorkommen (s. BAtlas S. 841; Goldstaub erwähnt Hdt. 1,93); s. BAtlas S. 841). Hier entspringt auch der in der Antike für seinen Goldsand oft erwähnte Paktolos (z. B. Hdt. 5,101; Plin. nat. 5,110). Außerdem bekannt für Weinbau (Strabo 14,1,15; Plin. nat. 14,74; Vitr. 8,3,12; Vibius Sequester 310) und Safran (Verg. georg. 1,56; Solin. 40,10). Ptol. 5,2,13 führt den Τμῶλος ὄρος unter den Gebirgen Asias.
In Religion und Mythologie heilig als Sitz der Kybele und des Zeus-Dionysos-Sabazios sowie als Kultbereich des Bakchos (Ov. fast. 2,313; Anth. Pal. 9,645; s. Kaletsch, DNP; Keil, RE 1627. Auch als Gottheit personifiziert (Ov. met. 11,150–193).

Literatur:

Foss, C.: Explorations in Mount Tmolus, in: California Studies in Classical Antiquity 11 (1978), 21-60.

Kaletsch, Hans, “Tmolos”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 24 February 2021
First published online: 2006.

Keil, J.: Tmolos 1, RE II 6,2 (1936), 1627f.

Miller, Itineraria Sp. 848.

Müller, D.: Topographischer Bildkommentar zu den Historien Herodots. Kleinasien
und angrenzende Gebiete mit Südostthrakien und Zypern, Tübingen 1997, 744-747.

Zgusta, Ladislav: Kleinasiatische Ortsnamen, Heidelberg 1984, 623f.

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Letzte Bearbeitung:

08.01.2026 18:59

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=3610 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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