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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Obilonna

Name (modern):

Conflans (Miller) / La Bâthie (Barrington)

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher III     Ad Publicanos     
Toponym nachher XIII     Darantasia     
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/167858
Großraum:

Gallien/Germanien

Toponym Typus:

Ortsname ohne Symbol

Planquadrat:

2B2

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

Obilunnum (346,2)

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Obilinnum - https://elexikon.ch/RE/XVII,2_1717.png

Barrington Atlas:

Obilonna (17 G2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Obilonna

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Miller, Itineraria, Sp. 137:
Obilonna, Obilinnum (It), Obelonon (Ra – bis); j. Conflans. I: 2344.
Diese und die folgenden Orte gehören zum Gebiet der Centrones.
13, it. (It).

Kommentar (RE):
RE Goessler XVII,2 1715–1716 — Obilinnum, gallorömischer Ortsname; vermutlich an der Stelle oder wenig südlich des heutigen La Bâthie nahe der Isère im Dep. Savoie (Canton et arrond. Albertville) zu lokalisieren. S. Keune Art. Sapaudia u. Bd. I A S. 2315. Über den Namen s. Holder Altcelt. Sprachsch. II 822 (und 858 über Suffix -onna). Es ist der Name eines Rastorts an der Hauptstraße Vienne zum Kl. St. Bernhard im Allobrogen- und Ceutronengebiet und hat zahlreiche Varianten: 1. Obilonna in Tab. Peut. segm. III A 1 als Station der Straße Vigenna (Vienna)–Darantasia (Moûtiers-en-Tarantaise) mit Fortsetzung über Alpes Graiae nach Augusta Praetoria (Aosta); Strab. IV 6, 7. Mommsen CIL V p. 765. Hirschfeld CIL XII p. 299. 650; 2. Obilunnum im Itin. Ant. p. 346, 2 an derselben Straße „Graias–Vienna“ mit Varianten: Oblimum, Obilinnum, Bilumnum; 3. Obelonon (als Ort in Burgund) im Rav. anon. Cosm. IV 26 p. 239, 1 an derselben Straße „Vienna–Darantasia“ und ebd. p. 237, 18, hier jedoch in gestörtem geographischen Zusammenhang. S. auch Desjardins Géogr. de la Gaule Rom. IV 45. 154. 207, der Obilunnum als richtig bezeichnet. Die verschiedenen Lokalisierungen zählt Desjardins Table de Peut. 56 auf. Während neuerdings Miller Itin. Rom. 137 sich für h. Conflans entscheidet, erscheint als das Wahrscheinlichste die auch von der Commission de la Carte des Gaules sowie von Desjardins, Kiepert, Holder und Keune angenommene Gleichsetzung mit La Bâthie. H. Kiepert zeichnet CIL XII Tab. II Bh den Ort wenig südlich davon am Einfluß des T. de Benetan bei „Arbine s. Albine“ ein. Für die Ansetzung in dieser Gegend entscheidet vor allem die in Tab. Peut. und Itin. Ant. gleich angegebene Entfernung von den zwei Nachbarstationen: 1. 3 Meilen von Ad publicanos und 2. 13 Meilen von Darantasia. Letzteres ist gesichert, und die Lokalisierung von Ad publicanos, d. h. einer größeren Station für die Erhebung der quadragesima Galliarum bei Albertville (= heut. Conflans–Hôpital), wo von der genannten Straße eine Verbindung über Boutae (h. Annecy) nach Genava (h. Genf) abzweigt, ist sehr wahrscheinlich. Funde können bis jetzt nichts entscheiden. Aus La Bâthie stammt eine Grabschrift CIL XII 2345; Albertville und weitere Umgebung weisen eine Anzahl Inschriften CIL 2344. 2346–2348 auf. Auf Namensähnlichkeit beruht wohl die bei Forbiger und darnach bei Uckert mitgeteilte Ansetzung „nördlich von Aubl(e)y oder Albene“. Einen ehemaligen Ort „Aubley“ auf den Höhen links der Isère wenig südwestlich von La Bâthie und „Arbine s. Albine“ verzeichnen ältere Karten. O., ein Ort in der Gallia Narbonensis, liegt wenig nördlich der Grenze der um Darantasia zentralisierten Ceutronen bereits im Gebiet der Allobrogen, also nicht mehr in dem der Ceutronen, wie Herzog Gallia Narbonn. 146f. annimmt; s. die genannten Karten der FOA und des CIL XII. [Goessler.]


Datierung (Barrington):
Obilonna - Roman/Late Antique (Barruol 1969, 315).

"TP-Online-ID: 3427 — Obilonna

Desjardins S. 56.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Obilonna; normalisierte Form: OBILINNUM.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Alpes Graiae et Penninae. Typ: nicht näher bestimmt. Route/Abschnitt: LXX. de Vigenna, VIENNE, — à In Alpe Graia, PETIT-SAINT-BERNARD, par la TARENTAISE.

Quellenstellen bei Desjardins: It. Ant. 346,2: Obilinnum, mit Varianten Oblimum, Belumnum, Bilummum, Billumum, Bilumnum; Rav. 4,26: Obelonon.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Unsicher: La Bâtie; Conflans; nördlich/bei Ablène; Aigueblanche.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins vergleicht die Varianten des Itinerarium. Lapie und die Commission setzen den Ort bei La Bâtie; d’Anville näher bei Conflans, weitere Vorschläge reichen von Ablène bis Aigueblanche.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 72 und 77): In der systematischen Einzelprüfung der Narbonensis führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft.

Bearbeitungshinweis: TP/Desjardins Obilonna, Normalisierung OBILINNUM nicht angleichen."

Literatur:

Desjardins, Table, p. 56, col. 3, no. 5.

Miller, Itineraria, Sp. 137.

Goessler, Peter, Obilinnum, in: RE XVII.2 (1937), Sp. 1715 f.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

25.08.2026 13:05

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=3427 [zuletzt aufgerufen am 02.09.2026]

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