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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Petenisca

Name (modern):

Studen (Barrington) / Worben o. Büttingen (Miller)

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher XIIII     Auenticum Heletiorum (Aventicum Helvetiorum)     
Toponym nachher X     Salodurum     
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000) ---
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/177603
Großraum:

Gallien/Germanien

Toponym Typus:

Ortsname ohne Symbol

Planquadrat:

2A3

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

Petinesca (353,1)

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Petinesca - http://elexikon.ch/RE/XIX,1_1153.png

Barrington Atlas:

Petinesca (18 E2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Petenisca

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Miller, Itineraria, Sp. 125:
Petenisca, Petinesca (It); j. Worben oder Bütingen. Eine Backsteinstraße mündet von Jensberg her in die von Avenches gegen Solothurn führende Hauptstraße ein. Gegenüber links von der Aar sind zwischen Bürglen (5165) und Jensberg (Haller, Helvetien unter den Römern II S. 283/7) oberhalb Biel (Bienne) (5166) Inschriften gefunden worden, in Büren, Aarberg, Jensberg, Bruck (Brugg), Studenberg s. CIL VIII, S. 31, ib. Iss: 5164-5168. 10, it. (It).

Kommentar (RE):
RE E. Linckenheld XIX,1 1152 — Petinesca, so Itin. Ant. 353, 1, Petenisca in der Tab. Peut., ist eine befestigte Station an der Straße von Aventicum Helvetiorum (Avenches) (leug. XIII) — Petinesca (leug. X) — Salodurum (Solothurn) (leug. XXII) — Augusta Rauracorum. Die in den genannten Itinerarien annähernd übereinstimmenden Distanzen führen an den Studenberg bei Biel, Kanton Bern, wo am östlichen Abhang des Jensberges ein Stück Ringmauer und ein mächtiges Tor erhalten und von Unterkunftsräumen u. ä. Fundamente festgestellt sind. Der Platz war stark befestigt und nach einem Ziegelstempel der 21. Legion aus Vindonissa mit einem militärischen Posten belegt. Auf der Höhe des Jensberges bedeutende Reste eines gallischen Refugiums in Form einer Ellipse mit 325 m langem Wall mit Brandspuren. Der Name mag ursprünglich dies Refugium bezeichnet haben und später auf die Straßenstation übertragen worden sein. Das von Ptolem. II 9, 10 erwähnte Forum Tiberii scheint nach den Entfernungsangaben damit identisch zu sein. Dann wäre in letzterem Namen die offizielle Form zu erblicken, die in der Folge von der althergebrachten Bezeichnung verdrängt worden wäre; vgl. CIL XIII 2 p. 31. Plan der durch Ausgrabungen 1898–1904 festgestellten Siedlung bei Stähelin Die Schweiz in röm. Zeit² 311. Inschriften: CIL XIII 2 nr. 5164. 5166. Über die technisch außerordentlich schwierige Straßenführung bei P. s. Stähelin 309f. Dort auch die vollständige Literatur p. 525; dazu Grenier II 385. [E. Linckenheld.]

Datierung (Barrington):
Petinesca – Hellenistic/Roman/Late Antique (Römer Schweiz 519-23; Petit 1994, 130)

"TP-Online-ID: 3405 — Petenisca

Desjardins S. 35.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Petenisca; normalisierte Form: PETINESCA.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Maxima Sequanorum. Typ: Station. Route/Abschnitt: XLVIIII. de Cabillione, Chalon-sur-Saône, à Augusta Ruracum, Augst, près Bâle, — par Vesontine, Besançon, et Auenticum Heletiorum, Avenches.

Quellenstellen bei Desjardins: It. Ant. 353,1: Petinesca.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Nach Desjardins am ehesten zwischen Bürglen und Jensberg; ältere Vorschläge Bienne/Biel, Büren, Aarberg, Lyss und weitere.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins referiert zunächst Bienne/Biel bei Cluvier, Germ. ant. II, S. 17, d’Anville, Notice, S. 515–516, Cellarius II,III,1, Bd. I, S. 225, Ausg. 1731, Katancsich I, S. 163, Reichard und Smith II, S. 582. Büren wird von Simler, Valois, Notit. Gall., S. 444, Lapie S. 224 und Willimann, De rebus Helvetiorum, S. 38, vertreten; Aarberg bei Menson Alting, Lyss bei der Commission, nördlich Lyss bei Walckenaer III, S. 34, zwischen Aarberg und Bürglen bei Ukert II,2, S. 494, Jensberg bei Plantin, Helvetia antiqua et nova, S. 217. Desjardins folgt besonders de Haller, Helvetien unter den Römern II, S. 283–287: sichtbare Römerstraßen von Calnach nach Worben, Brückenreste an der Thiele/Zihl und Befestigungsreste am Jensberg sprächen für eine Lage zwischen Bürglen und Jensberg. Entscheidend sei, dass die Entfernung nach Solothurn mit X Leugen exakt passe.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 78–79): In der systematischen Einzelprüfung der Belgica führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft.

Bearbeitungshinweis: Moderne Identifikation nicht einfach mit Biel gleichsetzen: Desjardins bevorzugt nach de Hallers Geländebeobachtungen die Lage Bürglen/Jensberg. It. Ant. modern 353,1."

Literatur:

Desjardins, Table, p. 35, col. 1, no. 7.

Miller, Itineraria, Sp. 125.

Linckenheld, Émile, Petinesca, in: RE XIX.1 (1937), Sp. 1152.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

25.08.2026 12:15

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=3405 [zuletzt aufgerufen am 02.09.2026]

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