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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Gesocribate

Name (modern):

Brest

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher XLV     Vorgium     
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Großraum:

Gallien/Germanien

Toponym Typus:

Ortsname ohne Symbol

Planquadrat:

1B1 / 1B2

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Gesocribate

Barrington Atlas:

Gesocribate/Osismis (7 B3)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Gesocribate

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Talbert):
There are no previous stretches.

Miller, Itineraria, Sp. 115:
Gesocribate, cf. civ. Ossismorum (ng in Lugd. III), Osismis (N D – praef. militum Osismiacorum), cf. Ebris (Ra – in Britania in paludibus); j. Brest. Römische Mauerreste am Schlosse.
45.

Datierung (Barrington):
Gesocribate - Roman/Late Antique
Osismis - Late Antique
§ Osismii - Hellenistic/Roman/Late Antique
(TIR Condate 31, 76-77; CAG 29.10)

RE:
Gesocribate
RE Ihm VII,1 1323 — Gesocribate, Ort im nordwestlichen Teil von Gallia Lugdunensis bei den Osismii, in der Gegend des heutigen Brest (dép. Finistère) anzusetzen (Tab. Peut.). d’Anville möchte Gesobrivates oder Gesobricates lesen und damit den portus Brivates des Ptolem. II 8, 1 identifizieren. Desjardins Table de Peut. 29; Géogr. de la Gaule I 313. Holder Altkelt. Sprachsch. s. v. [Ihm.]


"TP-Online-ID: 3126 — Gesocribate

Desjardins S. 29.

Lesung und Namensform bei Desjardins: Gesocribate; normalisierte Form: GESOCRIBATE.

Lage und Route bei Desjardins: Region/Lage: Lugdunensis III. Typ: Station maritime / Endpunkt der Route. Route/Abschnitt: XL. de Juliomago, Angers, à Gesocribate, Brest, par Portus Namnetum, Nantes, Dartoritum, Vannes, et Vorgium, Carhaix.

Quellenstellen bei Desjardins: Not. Gall.: civitas Osismorum, als spätantiker Vergleich zum Gebiet der Osismii; Not. Dign. Occ. 37: militum Osismiacorum, genaue Unterstelle zu sichern; weitere Osismii-Belege werden im ethnographischen Zusammenhang herangezogen.

Moderne Identifikation bei Desjardins: Brest, mit ausdrücklicher Diskussion alternativer Küstenlokalisierungen.

Kommentar und Forschungsstand bei Desjardins: Desjardins setzt Gesocribate in die Gegend von Brest und versteht den Ort als maritimen Endpunkt der von Nantes über Vannes und Carhaix führenden Straße. Römische Mauerreste am Schloss von Brest und die Straßenführung werden als Argumente herangezogen. Zugleich bleibt die genaue Küstenlokalisierung problematisch; spätere Diskussionen haben unter anderem Castel Ac’h/Fort-Cézon und weitere Plätze erwogen. Die Distanz Vorgium–Gesocribate von XLV Leugen spielt in der Debatte eine zentrale Rolle.

Zusatz aus Desjardins’ Gallien-/Germanienanalyse (S. 78): In der systematischen Einzelprüfung der Lugdunensis führt Desjardins diesen Namen unter den Ortsnamen, die er ausdrücklich als sicher vor dem Tod des Augustus bzw. spätestens augusteisch einstuft.

Bearbeitungshinweis: TP Online nennt Brest. Keine spätere Hypothese als Desjardins’ eigene Identifikation ausgeben. Gesocribate darf nicht automatisch mit dem spätantiken civitas-Namen Osismis gleichgesetzt werden."

Literatur:

Desjardins, Table, p. 29, col. 3, no. 6.

Miller, Itineraria, Sp. 115.

Ihm, Maximilian, Gesocribate, in: RE VII/1 (1910), Sp. 1323.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

24.08.2026 14:22

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=3126 [zuletzt aufgerufen am 02.09.2026]

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