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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Chanata

Name (modern):

El-Qanawat

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher XX     Rhose     
Toponym nachher XXXVII     Aenos     
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/678082
Großraum:

Syrien/Palästina/Arabien

Toponym Typus:

Ortsname ohne Symbol

Planquadrat:

9C2

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Kanatha [1] - https://elexikon.ch/RE/X,2_1857

Barrington Atlas:

Canatha/*Gabinia/*Septimia (69 E4)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Chanata

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Miller, Itineraria, Sp. 817:
Chanata, it. – τὰ Κάνατα (Jos, Pt, Steph), Kenat (AT), Kanat (LXX, Euseb. Onom.), Κανόθα (Hl), Κανωθά (Conc. Chalc.); die östlichste Stadt der Dekapolis, nicht weit von Bosra, später Nobach genannt (Jud. 8,1), in Auranitis. Danach benannte sich die coh. aux. der Canatheni (cf. CIL III p. 2493); j. Kawât, El Kanawat; mit nicht unbedeutenden Ruinen. Iss: CIL III 121. CIG 4612-4615.
Dazwischen Soada; j. Sueide. I: CIL III 6036.
Nach der Ta müsste man annehmen, dass die Straße von Damaskus bis Hatita westlich von Bosra gelaufen wäre; da aber Chanata an der Strecke über Bosra liegt und ferner die Römerstraße von Damascus Chanata Philadelphia zweifellos erhalten ist, und da ferner westlich von einer Straße nichts bekannt ist, so liegt Bosra an dieser Straße, und somit ist die Verbindung nach Philadelphia nicht von Hatita, sondern von Bosra aus zu ziehen.

Kommentar (RE):
1) Stadt in der Landschaft Ḥaurân, etwa 85 km südsüdöstlich von Damaskus, noch heute Kanawât. Der Wasserreichtum des Ortes macht es wahrscheinlich, daß K. zu den ältesten Ansiedlungen des Landes gehört und schon in biblischer Zeit (4. Buch Mos. 32, 42) existiert hat. Die Quellen nutzte der Legat Cornelius Palma (unter Traian) zur Wasserversorgung der Stadt aus. Sein Kanalbau ist aber wohl nur Erneuerung eines älteren, denn der Ortsname bedeutet Kanäle. Früher zu Coele-Syrien bezw. Dekapolis gerechnet (Joseph. Plin. Ptolem.), kam sie später (Eusebios) zur Provincia Arabia. Nach den vorhandenen, noch recht beträchtlichen Resten bestand K. aus einer Ober- und einer Unterstadt. Die hauptsächlichsten Ruinen, die aus der nachchristlichen Zeit stammen, sind zwei Tempel (ein Peripteros des Helios und ein Prostylos), zwei Kirchen verschiedener Perioden, ein Hippodrom, Theater, Grabtürme, Privathäuser mit gepflasterten Straßen usw. Die Blütezeit der Stadt fiel in die ersten Jahrhunderte n. Chr., später wurde sie von Bostra verdunkelt — Einwohner Καναθηνός; Waddington 2216. 2331a. 2343; Κανατηνων 2412d. Vogüé Syrie Centrale. Architecture civile et religieuse pl. 19 und 20. Dussaud und Macler Mission en Syrie 19. 20. 245. Brünnow und Domaszewski Die Provincia Arabia III 106–144. Publications of an Americ. Arch. Expedition to Syria vol. II. [Moritz. ]

Datierung (Barrington):
Canatha/ - Hellenistic/Roman/Late Antique
*Gabinia/ - Hellenistic Antique
*Septimia - Roman Antique
(Schürer 1973 II, 138-42; Sartre 1981; MacAdam 1986, 75-79)

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 817;

Moritz, Bernhard, Kanatha [1], in: RE X.2 (1919), Sp. 1856.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

09.03.2026 16:45


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2913 [zuletzt aufgerufen am 20.03.2026]

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