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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Serapeum

Name (modern):

 

Bild:
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Großraum:

Ägypten/Nil/Äthiopien

Toponym Typus:

isoliertes Symbol mit Name

Planquadrat:

8C4

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

B Haus

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Serapeum [2] (DNP)

RE:

Serapeum

Barrington Atlas:

 

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Serapev̅ (ItMiller 856b)

Levi:

Serapev̅ (B,1)

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Ein wichtiger Kultort für Osiris/Serapis ist das zusammen mit Thmuis eine Doppelstadt bildende Mendes (ägypt. Ḏdt = Djedet) im östlichen Nildelta, die Metropole des unterägyptischen 16. Gaues während der 29. Dynastie. Der dort verehrte, auch in den griechischen Texten (z.B. Hdt. 2, 46; Strab. 17, 1, 19 [802]) oft erwähnte Widder ist die Seele des Osiris, wobei insbesondere in der Ptolemäer- und Kaiserzeit der Widder in seiner Osirisform verehrt wurde. - Vgl. auch zu Iseum· (2), hier allgemeine Bemerkungen zur Darstellung der Serapea und Isea auf der Tabula Peutingeriana.

Miller, Itineraria, Sp. 856 b:
Lage unbestimmt.

DNP:
Serapeum
[2] Name verschiedener Orte

Als Wiedergabe mutmaßlich äg. Bezeichnungen wie pr-wsjr-ḥp Ortsname in griech. und lat. Quellen (s. dazu [1]). Nach der Tabula Peutingeriana gab es drei derartige Orte im Nildelta; einer befand sich an der Straße, die von Heliopolis [1] durch das Wādī ṭ-Ṭumailāt über Hero (d. h. Hērōōnpolis) über S. nach Klysma führte. Die genaue Lokalisierung ist unsicher.

Quack, Joachim

Kommentar (RE):
https://elexikon.ch/RE/IIA,2_1665.png
Serapeum, von dem berühmten Serapeum bei Memphis, der Begräbnisstätte der heiligen Apisstiere, hergenommene und von den Griechen verallgemeinerte Bezeichnung für die zahlreichen Osiriskultstätten in ganz Ägypten, die eine Osirisreliquie zu besitzen behaupteten (im allgemeinen 16, vgl. Junker Götterdekret über das Abaton 86, nach der Theorie der spätägyptischen Religion 42, entsprechend der Zahl der Gaue; vgl. Zimmermann Ägypt. Religion und die Kirchenschriftsteller 45). Die Tabula Peutingeriana verzeichnet allein drei derartige nach ihren Kultstätten genannte Orte im Delta (Parthey Z. Erdk. d. alt. Ägyptens, Abh. Akad. Berl. 1858 Taf. 11, Petrie Naukratis I pl. 39). Lokalisiert ist Serapiu Itin. Ant. 170, Serapeum Tab. Peut., Ort auf dem Isthmus von Suez, nach dem Itinerar an der Hauptstraße, die von Heliopolis durch das heutige Wadi Tumilat über Hero (s. Heroonpolis) und S. nach Klysma am Arabischen Meerbusen führte, 18 mp. von Heroonpolis, 50 mp. von Klysma (Tell Kolsum) entfernt. Nach diesen Angaben wurde S. meist südwestlich des Wadi Tussun, westlich der heutigen Station S. und des Süßwasserkanals angesetzt (Deser de l’Egypt. Küthmann Ostgrenze Ägyptens 6, vgl. Karte des Suezkanals in Baedekers Ägypten) an einer Stelle, wo Trümmer bereits von der französischen Expedition festgestellt waren, die sich indessen lediglich als Reste einer der später gewaltsam zerstörten Gedächtnisstelen des Dareios zur Fertigstellung des Kanals nach dem Roten Meer herausgestellt haben (Lepsius S.-Ber. Akad. Berl. 1866, 287 bestätigt von Joaillon Rec. de trav. XIII. 97, von Cledat Rec. de trav. XXXII 194 zu Unrecht bezweifelt). Naville Pithom 25 erklärt die Lage von S. an dieser Stelle nach den Resten für ausgeschlossen und will S. etwa 8km weiter nördlich am Gebel Mariam, unmittelbar am Ufer des Timsahsees, demnach auch östlich des Zuges des früheren Roten Meerkanals ansetzen, wo ausgedehnte Reste von einer Stadtanlage aus römischer Zeit vorhanden sind (Clédat a. a. O. mit Karte), was einen beträchtlichen Fehler der im Itin. Ant. angegebenen Entfernungen von Heroonpolis und Klysma voraussetzt, dagegen der Tatsache, daß gerade von S. nordwärts eine Straße über Sile nach Pelusium abzweigte, besser Rechnung trägt. Der ägyptische Name des Ortes ist noch nicht festgestellt (der von Naville a. a. O. dafür in Anspruch genommene Name der Kultstätte einer Schlangengottheit scheint vorläufig eher für Tell el-Maschute charakteristisch zu sein; vgl. Brugsch Dict. geogr. 859. de Rouge Géogr. de la Basse Egypt 52f.; Rec. de trav. XXXVI 112). [Kees.]

Literatur:

Heinrich K. Brugsch, Religion und Mythologie der Alten Ägypter, Leipzig 1885, 308-311; Reinhold Merkelbach, Isis regina - Zeus-Sarapis. Die griechisch-ägyptische Religion nach den Quellen dargestellt München / Leipzig 2002 (2. Aufl.), 476f.; Christian Leitz, Lexikon der ägyptischen Götter und Götterbezeichnungen, Leuven 2003 (= OLA 129), 190-192. 791f.

Miller, Itineraria, Sp. 856.

H. Kees, s. v. S., RE 2 A 2, 1923, 1665.

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Letzte Bearbeitung:

18.02.2025 13:03

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2768 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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