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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Serapeum

Name (modern):

 

Bild:
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Alternatives Bild ---
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Großraum:

Ägypten/Nil/Äthiopien

Toponym Typus:

isoliertes Symbol mit Name

Planquadrat:

8C4

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

B Haus

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Serapeum [2] (DNP)

RE:

Serapeum

Barrington Atlas:

 

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Serapev̅ (855 a)

Levi:

Serapev̅ (B,1)

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Miller ordnet diese im östlichen Nildelta eingezeichnete Tempel-Vignette dem Ort Serapiu zu, der laut Itinararium Antonini (170, 3) die letzte Staltion vor Klysma ist. Allerdings liegt dieser Ort außerhalb des Nildeltas. Daher sollte meines Erachtens auch nach anderen Loklisierungsmöglichkeiten gesucht werden: So ist nicht auszuschließen, dass dieser Eintrag den Tempel des alten Stier- und Himmelsgottes Kem-wer („große Schwarze“) darstellt, der in Athribis (ägyptisch Kem-wer) verehrt wurde. Seit dem Neuen Reich wurde diese Gottheit mit Osiris und Chenticheti, dem Hauptgott von Athribis, gleichgesetzt. Dieser Kultplatz zählte zu dem wichtigsten Heiligtümern des ptolemäischen Ägypten („Heiligtum der ersten Ordnung“). - Vgl. auch zu Atribi· und Iseum· (2), hier allgemeine Bemerkungen zur Darstellung der Serapea und Isea auf der Tabula Peutingeriana.

Kommentar (Talbert):
This record is for the first of two such named symbols (with no link to the route network) in this square.

Miller, Itineraria, Sp. 855-856:
Serapev̅, Serapiu (It – von Clysmo 50, von Thubasio 8, von Hero 18 mp), an dem großen, nach dem Arabischen Meerbusen führenden Kanal und an den Bitter-Seen, 18 mp von Heroopolis und 50 mp von Clysma, Dienst des Serapis, an der Hauptstraße nach Aelana.

DNP:
Serapeum
[2] Name verschiedener Orte

Als Wiedergabe mutmaßlich äg. Bezeichnungen wie pr-wsjr-ḥp Ortsname in griech. und lat. Quellen (s. dazu [1]). Nach der Tabula Peutingeriana gab es drei derartige Orte im Nildelta; einer befand sich an der Straße, die von Heliopolis [1] durch das Wādī ṭ-Ṭumailāt über Hero (d. h. Hērōōnpolis) über S. nach Klysma führte. Die genaue Lokalisierung ist unsicher.

Quack, Joachim

Kommentar (RE):
https://elexikon.ch/RE/IIA,2_1665.png
Serapeum, von dem berühmten Serapeum bei Memphis, der Begräbnisstätte der heiligen Apisstiere, hergenommene und von den Griechen verallgemeinerte Bezeichnung für die zahlreichen Osiriskultstätten in ganz Ägypten, die eine Osirisreliquie zu besitzen behaupteten (im allgemeinen 16, vgl. Junker Götterdekret über das Abaton 86, nach der Theorie der spätägyptischen Religion 42, entsprechend der Zahl der Gaue; vgl. Zimmermann Ägypt. Religion und die Kirchenschriftsteller 45). Die Tabula Peutingeriana verzeichnet allein drei derartige nach ihren Kultstätten genannte Orte im Delta (Parthey Z. Erdk. d. alt. Ägyptens, Abh. Akad. Berl. 1858 Taf. 11, Petrie Naukratis I pl. 39). Lokalisiert ist Serapiu Itin. Ant. 170, Serapeum Tab. Peut., Ort auf dem Isthmus von Suez, nach dem Itinerar an der Hauptstraße, die von Heliopolis durch das heutige Wadi Tumilat über Hero (s. Heroonpolis) und S. nach Klysma am Arabischen Meerbusen führte, 18 mp. von Heroonpolis, 50 mp. von Klysma (Tell Kolsum) entfernt. Nach diesen Angaben wurde S. meist südwestlich des Wadi Tussun, westlich der heutigen Station S. und des Süßwasserkanals angesetzt (Deser de l’Egypt. Küthmann Ostgrenze Ägyptens 6, vgl. Karte des Suezkanals in Baedekers Ägypten) an einer Stelle, wo Trümmer bereits von der französischen Expedition festgestellt waren, die sich indessen lediglich als Reste einer der später gewaltsam zerstörten Gedächtnisstelen des Dareios zur Fertigstellung des Kanals nach dem Roten Meer herausgestellt haben (Lepsius S.-Ber. Akad. Berl. 1866, 287 bestätigt von Joaillon Rec. de trav. XIII. 97, von Cledat Rec. de trav. XXXII 194 zu Unrecht bezweifelt). Naville Pithom 25 erklärt die Lage von S. an dieser Stelle nach den Resten für ausgeschlossen und will S. etwa 8km weiter nördlich am Gebel Mariam, unmittelbar am Ufer des Timsahsees, demnach auch östlich des Zuges des früheren Roten Meerkanals ansetzen, wo ausgedehnte Reste von einer Stadtanlage aus römischer Zeit vorhanden sind (Clédat a. a. O. mit Karte), was einen beträchtlichen Fehler der im Itin. Ant. angegebenen Entfernungen von Heroonpolis und Klysma voraussetzt, dagegen der Tatsache, daß gerade von S. nordwärts eine Straße über Sile nach Pelusium abzweigte, besser Rechnung trägt. Der ägyptische Name des Ortes ist noch nicht festgestellt (der von Naville a. a. O. dafür in Anspruch genommene Name der Kultstätte einer Schlangengottheit scheint vorläufig eher für Tell el-Maschute charakteristisch zu sein; vgl. Brugsch Dict. geogr. 859. de Rouge Géogr. de la Basse Egypt 52f.; Rec. de trav. XXXVI 112). [Kees.]

Literatur:

Hans Bonnet, in: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte, Hamburg 2000 (3.Aufl.), 58 s.v. Athribis. 131-133 s.v. Chentechtai; Fritz Graf, Der ägyptische Glaube.

Miller, Itineraria, Sp. 855-856;

H. Kees, s. v. S., RE 2 A 2, 1923, 1665

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Letzte Bearbeitung:

18.02.2025 12:59

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2767 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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