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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

[Insula Girba]

Name (modern):

Djerba (Miller)/ Gerba (Barrington)

Bild:
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Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/344440
Großraum:

Mittelmeerinseln

Toponym Typus:

Insel

Planquadrat:

5C5 / 6C1

Farbe des Toponyms:

ohne Farbe

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Meninx (DNP)

RE:

Meninx

Barrington Atlas:

Meninx/Lotophagitis/Girba Ins. (35 C1)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Girba insula

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Λωτοφαγῖτις νῆσος (4,3,45)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

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Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Talbert):
The island is not named as such. Even though four settlements are marked there, ample space remains for marking its name too; compare how Corsica, for example, is named (2B5).

Miller, Itineraria, Sp. 952 (no. 1):
Girba insula, unter diesem Namen erst im It ma (90 st von Giti) und von Sextus Aurelius Victor erwähnt; Pt hat 2 Städte: Meninx und Gerrapolis. Der ältere Name der Insel ist Meninx mit gleichnamiger Stadt und Purpurfärberei (Pl, Pol, St, Scyl, Ml), Lothophagitis (Pl, Pt, Pol); Heimat der Kaiser Vibius Gallus und Volusianus; j. Djerba.
Die Ta ist die ausführlichste Quelle aus dem Altertum für die Insel. Aber bei dem Mangel an Entfernungsangaben ist es unmöglich, die 4 Städte sicher zu lokalisieren. Maltzan hat es versucht in folgender Weise (Karte 292):
Girba, Gerapolis (Pt); bafium (Purpurfärberei) Girbitanum provinciae Tripolitanae (ND); Bischof a. 525 als Legat der TRipolitana [ep. Girbensis zu Cyprians Zeit, a. 255, gehört nicht hierher, sondern zu der Stadt Girba in der Proconsularis]; j. Haumt Suk, der heutige Hauptort der Insel im Norden.

Datierung (Barrington):
Meninx/ – Hellenistic/Roman (Toutain 1903, 285; Desanges 1980, 430-34; EncBerb 16 Djerba)
Lotophagitis/ – Hellenistic
Girba Ins. – Roman
§ Uchium Ins. – Roman/Late Antique

RE:
Meninx (Μήνιγξ, daneben die Varianten Menix und Menax; Ethnikon Μηνίγγιος; vgl. Steph. Byz. s. Meningitanus nach einer, auf etwa 104–106 zu datierenden Inschrift, CIL VIII 22, 785), die heutige Insel Dscherba oder Dschirba, ein Name, den sie schon im Altertum führte (Aur. Vict. Epit. 31. Itin. marit. p. 518), wahrscheinlich nach ihrer Hauptstadt Girba; vgl. o. Bd. VII S. 1369 in der kleinen Syrte gegenüber von Africa propria. Die Deutung des Namens ist unsicher; Tissot Géogr. comp, de l’Afrique I 198 sieht ihn für berberisch an. Sie wurde von Eratosthenes (Plin. V 41) λωτοφαγῖτις benannt und ist identisch mit der von Skylax § 116 (GGM I 86) allein erwähnten Insel Βραχείων (o. Bd. III S. 803), [860] was nicht mit Mannert X 2, 144 zu streichen oder mit anderen in Ταριχειῶν zu ändern ist. Ihre Länge wird von Plin. V 41 auf 25 mp., ihre Breite auf 22 mp. angegeben (= Agath. 22 in GGM II 483. Strab. XVII 844). Sie galt als sehr fruchtbar (vgl. Tissot) und reich an Purpurmuscheln (Plin. IX 60). Die Insel wird oft erwähnt (Polyb. I 39. Strab. III 157. Ptolem. VIII 14, 13. Mela II 7. Stadiasm. m. m. § 103. 104. 112. 124), da sie als einer der Sitze der Lotophagen galt, und das Lotos genannte Gewächs auf ihr heimisch sein sollte. Ihre Entfernung vom Festlande wird verschieden angegeben (Plin. V 41 auf 1500 Schritt, Stadiasm. m. m. § 103 auf 8 Stadien, Skyl. § 110 nur 3 Stadien). Die Verschiedenheit mag sich aus der wechselnden Gestaltung der Ufer (Agath. b. c. μεγάλαι δ’ εἰσὶ περὶ αὐτὴν παλίρροιαι) erklären. – In der Geschichte wird die Insel selten erwähnt. Marius landet auf ihr bei seiner Flucht nach Afrika (Plut. Mar. 40). Sie war die Heimat der Kaiser Vibius Gallus (251–253) und Volusenus (Aur. Vict. Epit c. 31). Als Städte werden auf ihr genannt Plin. V 41 Meninx ab Africae latere et Thoar (var. Troar, Troiar) ab altero. M. nach Tissot im Südosten der Insel = Henchir el Kantara, Troar an der Nordküste = Henchir Borgo. Ptolem. IV 3, 12 (p. 661 M.) nennt die Städte Girba und M. Die Tab. Peut. führt die Orte Girba, Tipasa, Haribus, Uchium auf. Von Tissot wird Tipasa = Houmt Adjin im Südwesten, Hares (von Haribus) = Kelela, Uchium = M. im Südosten (= Henchir el Kantara) gesetzt. – Über die jetzige Insel Girba vgl. die Literatur bei Müller zu Skyl. (GGM I 87) und vor allem Tissot Géogr. comp. I 190ff.

DNP
Meninx
(136 words)

[English version]

(Μῆνιγξ). Insel (h. Djerba) und Stadt (h. al-Kantara) in der Prov. Africa Tripolitana (Afrika [3]). Eratosthenes (fr. p. 308 Berger, bei Plin. nat. 5,41) bezeichnet die Insel als ‘lotosfressende’ (λωτοφαγῖτις). Belegstellen: Ps.-Skyl. 110 (GGM 1,85-89); Pol. 1,39,2; 34,3,12; Strab. 3,4,3; Mela 2,105; Ptol. 4,3,35; 8,14,13; Stadiasmus Maris Magni 103; 104; 112; 124 (GGM 1,465f.; 468; 471). Im J. 253 v.Chr. geriet die röm. Flotte bei M. in Bedrängnis (Pol. 1,39,2). Im J. 217 v.Chr. wurde die Insel von den Römern verwüstet (Liv. 22,31,2). Marius [I 1] landete auf ihr bei seiner Flucht nach Afrika (Plut. Marius 40,4). Entgegen [Aur. Vict.] epit. Caes. 30,1-31,1 war M. nicht die Heimat der Kaiser Trebonianus Gallus und Volusianus (251-253).
Huß, Werner (Bamberg)

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 952;

Schwabe, Ernst, Meninx, in: RE XV.1 (1931), Sp. 859-860;

Huß, Werner, Meninx, in: DNP ?

S. Chaker u.a., s.v. Djerba, EB, 2452-2460

S. Lancel, E. Lipiński, s.v. Djerba, DCPP, 134.

Köhner, Nordafrika, S. 203;

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

14.09.2026 18:28

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2719 [zuletzt aufgerufen am 02.10.2026]

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