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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

[Fl. Lathon] (Miller)

Name (modern):

Bu Shatin (Barrington)

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/373839
Großraum:

Kyrenaika

Toponym Typus:

Fluss

Planquadrat:

7C4

Farbe des Toponyms:

ohne Farbe

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Lathon

Barrington Atlas:

Lathon/Leton fl. (38 B1)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

[Lathon]

Levi:

 

Ravennat:

138, 6: Leon

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Λάθωνος ποταμοῦ ἐκβολαί (4,4,4)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

Klassik (5./4. Jh.)

Begründung zur Datierung:

Lokalisierung des Lethon bei Berenike entsprechend der kyrenäischen Tradition.

Kommentar zum Toponym:

Auf der Tabula Peutingeriana ist der Fluss, der in die Große Syrte bzw. den als Teil der Syrte eingetragenen Tritonsee mündet, zwar eingezeichnet; der Kopist hat aber keinen Namen eingetragen. Der Zeichner folgt hier also der kyrenäischen Version, die den Fluss in der Nähe von Berenike lokalisiert (vgl. Lucan. 9, 355f.: Lethon tacitus amnis; Plin. nat. 5, 31: fluvius Lethon; Ptol. 4, 4, 4: Λάθωνος ποταμοῦ ἐκβολαί; u.a.; vgl. Wick, 129-134; Seewald, 138. 206f.). Auf anderen mittelalterlichen Karten (Sawley Map: Lethon fl.,Hereford Map und Ebstorfer Weltkarte: Lethon fluvius) hingegen ist der Fluss weiter im Westen mit der Mündung in die Kleine Syrte in der Tripolitana eingetragen.

Kommentar (Talbert):
In this instance, too, the name is omitted despite ample space to mark it (compare rivers #89 and 90).

Miller, Itineraria, Sp. 881:
[Lathon], gezeichnet ohne Namen (St, Pt), Lethon fl. infernalis (Eb bei Berenice), – fl. oblivionis (Hf, Hn), Lethon bei den Hesperiden in Libyen), entspringt auf dem Sandberge des Herkules, stand mit einem See in Verbindung (St), hier irrtümlich mit dem Lacus Tritonum (= Hesperidum?), mündete zwischen Tenchira und Berenice; ein solcher Fluss und See existiert nicht, die kleinen Lagunen kommen, deshalb j. das kleine, bei Bengasi ausmündende Tal mit Höhle und See und den Gärten der Hesperiden des Pt.

Datierung (Barrington):
Lathon/ – Hellenistic/Roman (Jones 1971, 78-79)
Leton fl.
§ Lethe fl.

erwähnt bei Pomp. Mela (I 36)
Über dieser nimmt ein gewaltiger Sumpfsee den Triton-Strom in sich auf, selbst Tritonis genannt; von ihm hat auch Athene ihren Beinamen erhalten, die, wie die Eingeborenen meinen, dort geboren ist; sie verschaffen dieser Sage eine gewisse Glaubwürdigkeit, weil sie den Tag, den sie für ihren Geburtstag halten, durch Wettspiele der Jungfrauen feiern.

erwähnt bei Plin. 5,5,31:
Die Kyrenaika, auch das Gebiet der Pentapolis , ist berühmt durch das Orakel des Ammon, das von Kyrene 400 Meilen entfernt ist, durch die Sonnenquelle und besonders durch die fünf Städte Berenike, Arsinoë, Ptolemaïs, Apollonia und Kyrene selbst. Berenike liegt in der äußersten Ecke der Syrte, einst nach unzuverlässigen Berichten der Griechen (die Stadt) der oben erwähnten [§ 3] Hesperiden genannt. Nicht weit vor der Stadt ist der Fluß Lethon und ein heiliger Hain, wo die Gärten gewesen sein sollen.

Pliniuskommentar:
Triton
Zufluss einer Lagune [Plin. Sumpf] südl. von Banghazi; vgl. Apoll. Rhodos IV 149; Solinus 27,43. Gewöhnlich wurde allerdings der See Tritonis mit dem großen Salzsee im südl. Tunesien, h. Schott El-Djerid gleichgesetzt; vgl. Hdt. IV 178 ff.

Kommentar (Köhner):
Der Fluss ist zwar eingezeichnet, jedoch fehlt sein Name. Er fließt „in die Große Syrte bzw. den als Teil der Syrte eingetragenen Tritonsee […]; der Zeichner folgt hier also der kyrenäischen Version, die den Fluss in der Nähe von Berenike lokalisiert" (SCHUOL, Kommentar zu Fl. Lathon (TP 7C4 / ID 2646), Lethon tacitus amnis (Lucan 9,355f.), fluvius Lethon (Plin. nat. 5, 31), Λάθωνος ποταμοῦ ἐκβολαί (Ptol. geogr. 4,4,4)), wie SCHUOL kommentiert. Er befindet sich auch auf mittelalterlichen Karten, so etwa auf der Ebstorfer Weltkarte (Lethon fl. infernalis (Eb 41/12)), dort jedoch weiter westlich in der Kleinen Syrte eingetragen.

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 881;

Köhner, Nordafrika, S. 176.

Konrad Miller, Die Ebstorfkarte. Eine Weltkarte aus dem 13. Jahrhundert, Stuttgart 1900, 98; Curt Th. Fischer, in: RE XII/1, 1924, 908 s.v. Lathon; Claudia Wick, M. Annaeus Lucanus: Bellum civile, Liber IX: Kommentar, München/Leipzig 2004 (= Beiträge zur Altertumskunde 202), 129-134; Martin Seewald, Studien zum 9. Buch von Lucans Bellum Civile. Mit einem Kommentar zu den Versen 1-733, Berlin 2008, 138. 206f.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

31.12.2024 01:04

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2646 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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