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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

[Fl. Strymon] (Miller)

Name (modern):

Strymon / Struma / Strymonas

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
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Bild (MSI 2025) ---
Großraum:

Balkanraum südlich

Toponym Typus:

Fluss

Planquadrat:

7B1 / 7B2

Farbe des Toponyms:

ohne Farbe

Vignette Typus :

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Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Strymon (DNP)

RE:

Strymon 1

Barrington Atlas:

 

TIR / TIB /sonstiges:

Strymon fl. (TIR K 34 121f)

Miller:

[Strymon]

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Στρυμών (1,15,7; 3,13,9; 3,13,18)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

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Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Wenn es sich bei dem unbenannten Fluß Nr. 67 in 6B5, wie Miller 599 wohl mit Recht vorgeschlagen hat, um den Haliakmon oder den Axios handelt, müsste es sich bei diesem Fluss Nr. 98 um den Strymon handeln (s. Kommentar Talbert).

Der Strymon wird erstmals erwähnt bei Hes. Theog. 339.
Mela 2,17 nennt den Strymon unter den drei berühmtesten Flüssen Thrakiens; 2,30; Strabo 7,7,4 (von den paionischen und makedonischen Bergen bis zum Strymon siedeln Makedonen, Paionier und einige Bergthraker, jenseits des Strymon bis zur Schwarzmeermündung und dem Haimosgebirge die Thraker); 7 frg. 3 Radt; frg. 16 u. ö.; Plin. nat. hist. 4,38 Macedoniae terminus amnis Strymon; Verg. georg. 1,120 Strymoniaeque grues; Aen. 10,265; Mart. 9,29,8; Schol. Iuven. 13,167; Στρυμών Ptol. 1,15,7; 3,13,9; 3,13,18 (entspringt in den Bergen des Grenzgebiets zwischen Thrakien und Makedonien); Polyb. 36,10,4.

Der thrakisch-maked. Fluß entspringt im Skombros/Scomius (Hdt. 8,115; Thuk. 2,96,3, heute: Witoschagebirge), der auf der TP als unbenanntes Gebirge (Nr. 68) relativ richtig bei Pautalia südl. von Sardica eingetragen ist (s. ItMiller 600). Aristot. met. 1, 173,22 nennt allgemeiner das Rhodope-Gebirge; Ptol. 3,13,18 den höchsten Bergen Thrakiens und Makedoniens; Plin. nat. 4,38 verlegt seinen Ursprung in den Haemus.
Die Reise von Byzantion bis zu seinem Ursprung dauerte mind. 13 Tage (Thuk. 2,97,2).
(s. Oberhummer, RE 391f).
Ein Nordwind ist nach ihm benannt bei Hdt. 8,118; Kallim. 4,26; Steph. Byz. s. v.; vgl. auch Aisch. Ag. 192; in Verbindung mit winterlicher Kälte bei Aisch. Pers. 496f; Ov. trist. 5,3,21f adusque nivosum / Strymona venisti (s. Oberhummer, RE 391).

Er fließt durch das Siedlungsgebiet der Maidoi, Agrianes, Laioioi, Sintoi, Bisaltai und Odomantoi (Thuk. 2,96,3; Strabo 7,7,4; 7 frg. 7a; frg. 16a), dann durch den See Prasias, der auf der TP fehlt. Nach 408 km mündet er westl. von Eion in die Ägäis. Sein Unterlauf war schiffbar. Xerxes ließ 481 v. Chr. bei Ennea hodoi (nachmals Amphipolis) eine Brücke über ihn schlagen (Hdt. 7,24-25,1; s. von Bredow, DNP).
Früher umwohnt vom thrakischen Stamm der Bithyner, die Hdt. 7,75 daher Στρυμόνιοι nennt, (vgl. Plin. nat. 5,143). Als thrakisch wird er auch bei Hekat. 125 und Mela 2,17 geführt. Später lebten am Oberlauf hauptsächlich Paionen (Hdt. 5,1; 13; 98).
Nach Ausdehnung des makedonischen Herrschaftbereichs im 5. Jh. wurde er Grenzfluss,
lt. Thuk. 2,96,2; 99,3 zwischen Makedonien und dem freien Paionien einerseit und dem Reich der thrakischen Odrysen andererseits. Ebenso auch Skyl. 67 M. trotz wechselnder politischer Verhältnisse, Strabo 7,7,4 mit Thuk.; Plin. nat. 4,38 (von Sen. nat. quaest. prol. 8 ironisiert; s. Oberhummer, RE 391). Grenzfluß auch schon bei Aisch. Hiket. 255.
Ein im Verlauf stilisiertes Berg-Fluß-System dient auf der TP häufig als Grenzmarkierung; allerdings verläuft der Stymon auf der Karte innerhalb von Macedonia.

Er verläuft dann tatsächlich, wie auf der TP abgebildet, südlich von Herakleia Sintike (TP 7B2 Heracleasantica). Doch dann fließt er in Wirklichkeit, anders als auf der TP weit nordöstlich von 7B2 Melissirgin und 7B2 Appollonia, und mündet erst in der Nähe von Amphipolis (7B2/3), und nicht schon bei Thessalonike, in den – auf der TP nicht berücksichtigten - Strymonischen Golf.

Die seeartige Verbreiterung der Strymonmündung, erwähnt bei Thuk. 5,7,4 τὸ λιμνῶδες τοῦ Στρύμονος; Mela 2,30 Strymon … amnis est longeque ortus et tenuis. alienis subinde aquis fit amplior, et ubi non longe a mari lacum fecit, maiore quam venerat alveo erumpit; Plin. nat. 4,38 memorandum in septem lacus eum fundi erscheint auf der TP nicht. Zur Lage der Mündung Ptol. 3,13,9 (s. Oberhummer, RE 393).

Die Straßenstation Strymon auf 7B3 bezieht sich auf einen nicht auf der TP eingetragenen anderen Fluß gleichen Namens lt. ItMiller 585 (s. Art. dort).







DNP:
Strymon
(Στρυμών). Thrakisch-maked. Fluß, der im Skombros (Hdt. 8,115) entspringt, durch das Siedlungsgebiet der Maidoi, Agrianes, Laioioi, Sintoi, Bisaltai und Odomantoi (Thuk. 2,96,3; Strab. 7,7,4), dann durch die Prasias limne fließt und nach 408 km westl. von Eion in die Ägäis (Aigaion pelagos) mündet, h. Struma. Der S. war im Unterlauf befahrbar. Xerxes ließ 481 v. Chr. bei Ennea hodoi (nachmals Amphipolis) eine Brücke über den S. schlagen (Hdt. 7,24-25,1). Vor Philippos [4] II. war S. Grenzfluß zw. Thrake und Makedonia (Strab. 7 fr. 4; 34; 36 f.).
von Bredow, Iris

Literatur:

Miller, Itineraria Sp. 599.

Oberhummer, Eugen: Strymon 1, RE II 4,1 (1931), 390-393.

von Bredow, Iris, “Strymon”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 02 August 2019
First published online: 2006.

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Letzte Bearbeitung:

10.12.2022 20:01

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https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2643 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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