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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Caput Fluminis Nusacus

Name (modern):

Dnipro ?

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000) ---
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/226544
Großraum:

Skythien

Toponym Typus:

Fluss

Planquadrat:

7A5

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Borysthenes [1] - https://elexikon.ch/RE/III,1_737.png

Barrington Atlas:

Borysthenes (23 F2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

 

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Βορυσθένης (3,5,6f; 3,10,13f; 3,5,16f; 3,5,28f)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

(Dieser Kommentar ist noch unvollständig.)

Der Name "Nusacus" ist sonst nicht belegt.

Der Fluss entspringt in der TP aus einem kleinen namenlosen See südlich des gleichfalls namenlosen Gebirges (in Wirklichkeit aus den Waldaihöhen), aus dem laut TP auch der Tanais (Don) entspringt.

Aufgrund der Lage wird er identifiziert mit dem Borysthenes (heute: Dnipro), dem bedeutendsten Fluss der Region, durch ItMiller 598 und Podossinov 2019.
ItMiller 598 vermutet eine Verschreibung aus „Nusapris“ und vergleicht den späteren Namen „Danapris“.
Eine alternative Namenserklärung wäre die Vermutung, dass (wie im im Fall des Agalingus) der Oberlauf des Dnipro/Borysthenes den Namen Nusacus trug. Die Etymologie ist nicht-iranisch: Vasmer 1971, I, 161 vermutet ein german. *nusags oder *nōsags ‚mit Klippen versehen‘, das zu ags. nôse, ‚Vorgebirge‘ gehören könnte, also evtl. eine Benennung nach den Stromschnellen. Diese Interpretation wurde von Schramm 1973, 222 akzeptiert und weiterentwickelt (s. Podossinov 2019, 207).

- laut Ptol. entspringt der Βορυσθένης im Amadoka-See (3,5,16) und hat zwei Hauptquellen: eine südlichere (westl.) im See Amadoka am Südabhang des Peuke-Gebirges (Strabo), eine nordöstliche auf dem Mons Budinus (3,5,16) (s. ItMiller 598).
Er mündet 3,5,6f; 3,10,13f.
3,5,17; 3,5,28f.

Der Borysthenes ist als der bedeutendste Fluss der Region in den antiken Quellen mehrere Hundertmal belegt seit Hekat. BNJ 1 F 217

In der Nennung der östlich der Donau (Hister) in den Pontus mündenden Flüsse schwankt die Reihenfolge bei den antiken Autoren:
- Herodot 4,51-57: Donau, Tyres/Tyras, Hypanis, Borysthenes, Pantikapes (der sich mit dem Borysthenes vereinige), Hypakyris, Gerrhos (der sich mit dem Hypakyris vereinige) und den Tanais als östliche Begrenzung des Skythenlandes (vgl. Hdt. 4, 21). Die nördlicheren Gebiete, also die Oberläufe der großen Flüsse, sind unbekanntes Gebiet: Eine elftägige Reise am Borysthenes flussaufwärts führe in „vollkommen ödes Land“ (Hdt, 4, 18, 1: … ἔρημος ἐστὶ ἐπὶ πολλὸν).
- Strabo 2,4,6; 7,3,15-17 zählt die „großen Flüsse“ (μεγάλοι ποταμοί) zwischen Hister und Tanais in der Abfolge Tyras, Borysthenes, Hypanis auf (s. Roller 2018, 100); die Quellen dieser drei Flüsse seien aber unentdeckt und erst recht unbekannt sei das noch weiter nördlich gelegene Land (Strabo 2,4,6, s. Schuol Kommentar zu Caput [Hyp]anis Paludis).







Kommentar (Talbert):
The river`s source is placed quite distinctly below, and apart from, the mountain range #69. This is no doubt why its course bulges initially to signify that it flows from, say, a spring or small lake; compare river #124, and possibly #111.
On 8A1 the river course becomes faint.
For "Cap.", see note under river #86A.

Miller, Itineraria, Sp. 598:



Literatur:

Podossinov2002 338;
Miller, Itineraria, Sp. 598

Tomaschek, Wilhelm, Borysthenes [1], in: RE III.1 (1897), Sp. 736-739.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

24.01.2026 14:56

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2639 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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