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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Flumen Pamisus

Name (modern):

Pamisos

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/570110
Großraum:

Balkanraum südlich

Toponym Typus:

Fluss

Planquadrat:

7B1 / 7C1 / 6B5 / 6C5

Farbe des Toponyms:

rot

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Pamisos (DNP)

RE:

Pamisos 1

Barrington Atlas:

Pamisos fl. (58 B3)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Fl` Pamisus

Levi:

 

Ravennat:

Pictis (p. 100,11)

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Παμίσου ποταμοῦ ἐκβολαί (3,16,8)

Plinius:

Pamisus (4,15)

Strabo:

Παμισός (8,4,6)

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Der Lage auf der TP ist dort, wo man eigentlich den Eurotas erwarten würde (s. ItMiller 599 mit Verweis auf Eurotis bei Rav 5,22 p. 100,12).


Gleiche (übliche) Namensform:
- Plin. nat. 4,15 ibi regio Messania duodeviginti montium, amnis Pamisus
- Παμισός Polyb. 16,16,3; 16,16,8; Strabo 8,4,6 (mündet links nahe Korone, etwa in der Mitte der Bucht; Anrheinerstädte sind Pylos, Kyparissia, dazwischen Arene, Thuria und Pharai zur Linken. Größter Fluss im Isthmos, obschon nur 100 Stadien lang; strömt wasserreich durch die Ebene von Messene und die Makaria; Messene liegt 50 Stadien entfernt; kleinerer honoymer Fluss beim lakonischen Leuktron); Paus. 4,3,10 (heilige Quelle); 4,31,4; 4,34,1 (Mündung 80 Stadien von Messene, 10 Stadien weit schiffbar, Fischwanderungen, vor allem im Frühling); Hesych s. v.; Ptol. 3,16,8 Παμίσου ποταμοῦ ἐκβολαί (Mündung im Golf von Messene).

Verschrieben zu:
Pictis Rav 5,22 p. 100,11 Per quam cersonisson transeunt diversa flumina, inter cetera quae dicuntur Pictis – Leutis – Alfos – Eurotis – Melas – Iaon.
Rav nennt also auf der Peloponnes außer den beiden auch auf der TP eingetragenen Pamisos (Pictis/Pamisus) und Eurotas (Eurotis/6B/C4 – 6B5 Burotas, verwechselt mit dem Alpheios) noch vier weitere. Die Namen sind hier stark verstümmelt. Sie waren vielleicht schon auf der gemeinsamen Vorlage(nkarte?) von TP und Rav schlecht lesbar, möglicherweise aufgrund einer unübersichtlich hohen Dichte von Einträgen, was auch auf der TP die Verwechslung von Pamisos und Eurotas sowie von Eurotas (s. Art. Burotas) und Alpheios erklären könnte.

Weitere Quellen und ausführliche Beschreibung bei Bölte, RE.

Nebenform:
- Παμισόν Strabo 8,5,6 (var. lect. cod. A)
- Pamisum (Vossius; Panypsum A) Mela 2,51 in Asinaeo flumen Pamisum

In Wirklichkeit bildet der Pamisos, der aus drei Quellflüssen gespeist wird, den Hauptfluß der Landschaft Messana, verläuft also sehr viel weiter westlich. Er ist der perennierend wasserreichste Fluß der Peloponnesos, kurz vor der Mündung mit Booten schiffbar (s. Lienau, NDP).

Es gab weiter südöstlich des Pamisos noch einen weiteren, kleineren Wasserlauf dieses Namens in Messenien (BAtlas 58 C4, heute: Milia) an der Ostküste des Messenischen Golfes (dazu und zu möglichen Verwechslungen in der Antike s. Bölte, RE 293-296). Auch diese Homonymie könnte hier Verwirrung gestiftet haben.







Miller, Itinneraria, Sp. 599:
Fl` Pamisus^1 [1: Nicht Panus (Ve, Bt, Bg).], [...], der größte Fluss Messeniens, entspringt 40 Stadien östlich von Ithome (Paus), 10 Stadien vor seiner Mündung schiffbar; j. Pirnatza, an der Mündung Dhipotamo.
Als Pamisos gezeichnet, der Lage nach der Eurotas (cf. Ra p. 401). Es waren also im Peleponnes ursprünglich die 3 Flüsse Alfeios, Pamisos und Eurotas angegeben.

Datierung (Barrington):
Pamisos fl. - / (Paus. 4.34.1).

DNP:
Pamisos
(Παμισός).
[1] Hauptfluß der Landschaft Messana [2]

Hauptfluß der Landschaft Messana [2], der in der obermessenischen Ebene aus drei Quellflüssen gespeist wird. In der Ant. galten die starken Quellen von Hagios Floros in der untermessenischen Ebene als Ausgangspunkt des P., weshalb der Fluß erst von hier ab P. hieß. Er ist der perennierend wasserreichste Fluß der Peloponnesos, kurz vor der Mündung mit Booten schiffbar. An den Quellen von Hagios Floros lag ein Heiligtum des P. mit einem kleinem dor. Antentempel des 6. Jh. v.Chr. Belegstellen: Strab. 8,4,6; Paus. 4,3,10; 31,4; 34,1-4.
Lienau, Cay
Olshausen, Eckart

Literatur:

Bölte, Felix: Pamisos 1, RE 18,3 (1949), 290-293.

Lienau, Cay (Münster), Olshausen, Eckart (Stuttgart) and Kramolisch, Herwig (Eppelheim), “Pamisos”, in: Der Neue Pauly, Herausgegeben von: Hubert Cancik,, Helmuth Schneider (Antike), Manfred Landfester (Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte). Consulted online on 02 December 2019
First published online: 2006.

Miller, Itinneraria, Sp. 599.

Philippson, Alfred: Der Peloponnes: Versuch einer Landeskunde auf geologischer Grundlage., Berlin 1892, 202; 378f; 496.

Philippson, Alfred/Kirsten, Ernst: Die griechischen Landschaften 3: Der Peloponnes, Frankfurt a. M. 1959, 400-403

Valmin, M. Natan: The Swedish Messenia Expedition, Lund u. a. 1938, 417-421


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Letzte Bearbeitung:

15.01.2025 19:51

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2620 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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