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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Colchi

Name (modern):

 

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/863770
Großraum:

Asien östl. d. Maiotis (Asowsches Meer), nördl. d. Taurus

Toponym Typus:

Ethnikon

Planquadrat:

10B2

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Kolchis (DNP)

RE:

Kolchis [1] - https://elexikon.ch/RE/XI,1_1069.png

Barrington Atlas:

Colchis/Lazike (88 A2 (region))

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

siehe Kommentar

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Talbert):
ItMiller duly reproduces this name on the lithograph at 637; but - curiously - it is missing from the list on 624, and from Index A at 967.

Miller, Itineraria, Sp. ?:
Siehe Kommentar (Talbert)

DNP:
Kolchis
I. Historischer Überblick seit der Frühzeit

Gebiet von der Ostküste des Schwarzen Meers (Pontos Euxeinos) bis zum westl. Transkaukasien, begrenzt vom Großen Kaukasos im Norden und der Meskheti im Süden. Günstige Klima- und Bodenbedingungen (fruchtbare Flußtäler, Wälder und reiche Bodenschätze) ließen in K. schon im 3. Jt.v.Chr. Hochkulturen entstehen. In urartäischen Dokumenten ist Kulcha mit der Hauptstadt Ildamuša erwähnt (Blütezeit im 8. Jh.v.Chr.). E. 8. Jh. wurde Kulcha wohl von den Kimmerioi zerstört. Bald danach kam es zu einer neuen westkartvelischen Stammesvereinigung und Staatsgründung nördl. der Č̣orochi-Mündung im h. Westgeorgien (Hdt. 4,37; Strab. 11,2,15-17; Xen. an. 5,6,37). Nach Plin. nat. 33,52 gab es hier einen König Saulakes; das Reich war in mil.-administrative Einheiten (“Skeptuchien”) eingeteilt. Wegen der dichten Besiedlung und polit. Konsolidation in K. konnten die Griechen nur wenige, unbedeutende Kolonien gründen (Phasis, Dioskurias, Gyenos). Im griech. Mythenkreis über die Argonautai ist die K. das goldreiche Land des Königs Aietes (des Sohnes des Helios) und der Medeia. Als solches blieb es im ant. Bewußtsein. Unter den Achaimenidai lag K. teilweise in der 13. und 14. Satrapie (Hdt. 3,97; 7,79). Reger Handel in hell. Zeit (Metallgegenstände, Leinen, Hanf, Wachs), bes. mit den südpont. Kolonien. Um 200 v.Chr. wurde K. dem Pont. Reich einverleibt (Strab. 12,3,1; 28) und teilte dessen weiteres Schicksal (Pontos).

Lazai

von Bredow, Iris (Bietigheim-Bissingen)

II. Byzantinische Zeit

Nach dem Untergang des alten Reiches K. bildeten sich neue ethnopolit. Gruppen, unter denen die Lazoi (Westgeorgien), die sich als Nachkommen der Kolcher verstanden, seit dem 4. Jh.n.Chr. allmählich an Einfluß gewannen und ihr Territorium (Lazikḗ, Λαζική) erweiterten. Zentrum der byz. Herrschaft wurde unter Iustinianus I. die zuvor unbed. Küstenstadt Petra Iustiniana.

Savvidis, Kyriakos (Bochum)

Literatur:

Liccardo, Names, S. 139–142.

A.V. Podossinov, Eastern Europe in Roman Cartographic Tradition (Moscow, 2002) [in Russian], 366;

Miller, Itineraria, Sp. ?: Siehe Kommentar (Talbert);

O. Lordkipanije, Das alte K. und seine Beziehungen zur griech. Welt, 1985.

S. Saprykin, Pontijskoe carstvo, 1996, 160-166.H. Brakmann, O. Lordkipanidse, s.v. Iberia II (Georgien), RAC 17, 70ff.

Ruge, Walther, Kolchis 1, in: RE XI.1 (1921), Sp. 1070f.

Herrmann, Albert, Lazai, in: RE XII.1 (1924), Sp. 1042f.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

19.06.2026 00:04

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2390 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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