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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Insula Cypros

Name (modern):

Zypern

Bild:
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Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/707498
Großraum:

Mittelmeerinseln

Toponym Typus:

Insel

Planquadrat:

9B2 / 9B3 / 9B4

Farbe des Toponyms:

rot

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Cyprus / Kyprus [1] Zypern

RE:

Kypros [1] - https://elexikon.ch/RE/XII,1_61.png, - https://elexikon.ch/RE/SVI_213.png

Barrington Atlas:

Cyprus Ins. (72 C2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

 

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

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Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Miller, Itineraria, Sp. 827:
Insvla Cypros, Cyprus, Κύπρος (autores); die größte der griechischen Inseln nach Kreta und die östlichste derselben, 700 st von der Küste Ziziliens entfernt (St), 1400 st lang (St, Oros), die größte Breite 680 st (St), 3420 st Umfang (St, Pl); die Form einem ausgebreiteten Felle vergleichbar (Agathem); gebirgige Insel, reich an Produkten; der Venus geweiht: Κύπρις (CIL: III 12166 – gefunden in Budrun in Zilizien), Cuprigenia (ib. 7623, 2 - gefunden in Olbia). – Cohors IIII Cypria civium Romanorum (D. XXXVI a. 110 in Dacia – gefunden in Pappenheim); procurator familiae gladiatoriae per … Cyprum … (ib. 6753 – gefunden in Ancyra); - leg. Prov. Cypri pr. procons. (ib. 218 – gefunden in Pissuri); pro quaestore prov. Cypri (ib. 551 – gefunden in Athen); j. Cypern (Kypros, Kibris); cf. Cesnola, L. P. di, Cypern, seine alten Städte, Gräber und Tempel; deutsch von Stern, 2 Bde. Jena 1879, 80, mit 2 Karten, 10 Tafeln. Hogarth, Devia Cypria (London 1889).

Datierung (Barrington):
C2 Cyprus Ins. CYP / CYX NPauly Kypros

DNP1:
Cyprus
Die Insel Kypros (h. Zypern) wurde 58 v.Chr. von Rom eingezogen und war bis 48/47 v.Chr. Teil der Prov. Cilicia. Kurzzeitig von Caesar und Antonius dem Ptolemaierreich zurückgegeben, blieb C. ab 30 v.Chr. endgültig in röm. Besitz. Als eigene Prov. zunächst von einem legatus, seit 22 v.Chr. vom Senat durch einen jährlich wechselnden procurator verwaltet; nach der diocletian. Neuordnung der Prov. dem consularis der dioecesis Oriens in Antiocheia [1] unterstellt. Nach anfänglicher finanzieller Ausbeutung in der späten Republik zeugen viele Bauten in den größeren Städten und Heiligtümern von Prosperität in der Kaiserzeit. Nur der jüd. Aufstand von 115/6 und mehrere Erdbeben richteten Verwüstungen an. Nach völliger Zerstörung durch ein Erdbeben 342 n.Chr. wurde Salamis unter dem Namen Constantia wiederaufgebaut und löste Paphos als Sitz der Verwaltung ab. Christl. Mission (schon 45 n.Chr. durch Barnabas und Paulus) begründete die Autokephalie der Kirche von C.
Senff, Reinhard (Bochum)

DNP 2:
Kypros
[1] Zypern
(Κύπρος, lat. Cyprus, Zypern).

I. Geographische Lage
Mit 9250 km2 ist K. die drittgrößte Insel des Mittelmeers, 227 km lang und bis 95 km breit. K. ist vom nächsten Punkt Kleinasiens, Kap Anemurion, ca. 65 km, die Ostspitze der langen, schmalen östl. Landzunge Karpass von der syr. Küste etwa 96 km entfernt. K. ist geologisch gesehen recht junger, tertiärer Entstehung. An der Nordküste erstreckt sich ein schmaler, steiler Kalkkamm, der im Westen mit 1019 m gipfelt. Der SW ist ausgefüllt von dem jungvulkanischen Massengebirge Troodos mit der höchsten Erhebung auf 1953 m. Im Süden und Osten sind dem Gebirge Kalktafeln angelagert. Die große Hauptebene dazwischen, h. Mesaria, besteht aus jungtertiären Mergeln mit aufgelagerten Sandsteinschichten und Konglomerat, z.T. in Form von durch Erosion entstandenen isolierten, steilen Tafelbergen. Der größte Fluß ist der Pediaios, h. Pidias, der zusammen mit dem Yalias die Mesaria in östl. Richtung durchfließt, aber nicht dauernd Wasser führt. Für sein bes. heißes Klima war K. schon im Alt. berüchtigt (Mart. 9,90,9). Die Niederschläge - nur im Winter - liegen an der unteren Grenze des Durchschnitts im östl. Mittelmeer. Doch wird die Fruchtbarkeit von K. von den ant. Autoren gerühmt (Aischyl. Suppl. 555; Strab. 14,6,5; Ail. nat. 5,56; Amm. 14,8,14); Aphrodite soll an der Südküste dem Meer entstiegen sein und besaß in Paphos ihren in der Ant. berühmtesten Kultort. Die Insel war im Alt. sehr waldreich (Strab. l.c.; Amm. l.c.) und daher wichtiger Holzlieferant für den Schiffbau (Holz) und die Verhüttung von Erzen. Bes. das an den Abhängen des Troodos gewonnene Kupfer, das nach der Insel benannt ist, war schon im 2. Jt.v.Chr. von großer Bed. Im Alt. wird auch etwas Gold und Silber erwähnt (Aristot. fr. 266 Rose), außerdem lieferte K. Asbest und Salz. Die wichtigsten Städte sind an der Nordküste von Osten nach Westen Karpasia, Keryneia, Lapethos, Soloi, Marion, an der Südküste von Westen nach Osten Paphos, Kurion, Amathus, Kition, Salamis, im Inneren Tamassos, Idalion, Golgoi. Ant. Beschreibungen: Skyl. 103; Strab. 14,6,1f.; Ptol. 5,14; Stadiasmus maris magni 297-317; Plin. nat. 5,129-130.

II. Historischer Überblick

A. Geschichte bis zum Ende des Hellenismus

Die Herkunft der Urbevölkerung und der kypr. Sprache (Kyprisch) ist nicht gesichert. Die ältesten bekannten Siedlungen reichen bis in das vorkeramische Neolithikum (ca. 7000/6800-6000 v.Chr.; zur Chronologie Zypern) zurück, auf das eine Kultur mit hochentwickelter geritzter und bemalter Keramik folgt. Am E. des Chalkolithikums deuten bei manchen Artefakten Parallelen mit der südanatolischen Kultur und Fortschritte in der Metallurgie auf Einwanderer aus diesem Raum; auch ist bei den ON neben den überwiegenden griech. ein “kleinasiat.” Bestandteil vorhanden. Die bald einsetzende Kupfergewinnung verlieh der Insel große Bed. und war Grundlage einer eigenen Metallgeräteindustrie [1]. Bedingt durch seine geogr. Lage und seine Bodenschätze stand K. von frühester Zeit an mit den umliegenden großen Kulturkreisen in engem Kontakt, behielt kulturell jedoch trotz aller äußerer Einflüsse seinen eigenen Charakter bis in hell. Zeit.

Der Name der Insel in den oriental. Sprachen ist Alaschia , ägypt. Alas̆a, hebr. nach den Einwohnern der phoinik. Stadt Kition: Kittim. Die Beziehungen zur Ägäis und dem min. Kreta waren zunächst gering. Daher ist es nicht sicher, ob die seit etwa 1550 v.Chr. nachweisbare, der kret. Linearschrift A (Linear A) ähnliche Silbenschrift aus Kreta übernommen ist (Kyprominoische Schriften). Sie setzt sich fort in der “klass.” kypr. Silbenschrift [2], in der Inschr. in eteokyprischer Sprache (Eteokyprisch) in Amathus und an anderen Orten bis ins 4. Jh.v.Chr. vorliegen (Kyprische Schrift). Die Griechen übernahmen diese Schrift und benutzten sie neben der griech. bis E. des 3. Jh.v.Chr.

Eine Intensivierung der Beziehungen zu Griechenland zeigt der zunehmende Import spätmyk. Keramik seit ca. 1400 v.Chr.; die Einwanderung der Griechen begann aber erst um 1200 v.Chr. im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der mykenischen Kultur und der Dorischen Wanderung. Die sagenhafte Gründung kypr. Städte durch griech. Heroen nach dem Troianischen Krieg (Troianischer Sagenkreis) spiegelt diese Ereignisse wider (Strab. 14,6,3). Um und nach 1200 v.Chr. sind auch auf K. manche Orte zerstört worden. Die Einwanderer stammten aus der Peloponnes, wie einerseits der dem Arkadischen verwandte Dial., anderseits ON wie Achaion Akte (Ἀχαιῶν ἀκτη) und Keryneia, Lakedaimon, Korone/Koroneia, Asine (Steph. Byz. s.v.) und Epidauros (Plin. nat. 5,130) zeigen. Zu der griech. Einwanderung trat die phoinik. etwa um 800 v.Chr., die sich auf das von Tyros aus gegr. Kition konzentrierte (Inschr.: CIS 1 Nr. 10-96). Aus Inschr. der Zeit Sargons II. [3] und Asarhaddons [3. Nr. 690, 709] (8. bzw. 7. Jh.v.Chr.) geht hervor, daß die assyr. Jadnana gen. Insel in kleine Fürstentümer aufgeteilt und damals den Assyrern tributpflichtig war. In den nächsten Jh. wechselte die Hegemonialmacht [4. 9-79], doch blieben bis zur Annexion von K. durch Ptolemaios I. die einzelnen Stadtkönigtümer bestehen und prägten seit E. 6. Jh. eigene Mz. [5]. Lediglich die große Inschr. von Idalion belegt im 5. Jh.v.Chr. einmal auch demokratische Institutionen in einer Monarchie [2. 235-244]. Gegen E. des 7. Jh.v.Chr. nahm der Einfluß Ägyptens auf kulturellem und polit. Gebiet zu; unter den Pharaonen Apries und Amasis fanden Kriegszüge gegen K. statt, die zur Unterwerfung der Insel führten (Diod. 1,68,1; 6; Hdt. 2,182,2).

Die archa. Epoche war eine neue Blütezeit der Insel, deren Kultur von der Verschmelzung griech., vorderasiat. und ägypt. Elemente geprägt ist [6]. Davon zeugen nicht nur zahlreiche Importe, sondern v.a. die Erzeugnisse der einheimischen Kunst. Einen großen Aufschwung erlebten bes. die Architektur, die Plastik mit Werken aus Ton und Kalkstein und die Vasenmalerei in orientalisierendem Stil [7]. Seit dem letzten Viertel des 6. Jh. bis zu dessen E. befand sich K. unter der Herrschaft des pers. Großreiches [8]. K. stellte ein wichtiges Flottenkontingent; so nahmen kypr. Könige am Zug des Xerxes gegen Griechenland mit 150 Schiffen teil. Vergeblich hatten sich zuvor die meisten Städte im Ionischen Aufstand gegen die Perser erhoben. Erfolglos blieben die wiederholten Bemühungen Athens, die Insel dem Attisch-Delischen Seebund anzuschließen, wie beim Zug Kimons 450 v.Chr. Auch der Versuch Euagoras` [1] I. von Salamis, seine Herrschaft Anf. des 4. Jh. v.Chr über die ganze Insel auszudehnen und vom Perserreich unabhängig zu machen, mißlang [9]. Einen neuen Aufstand 350 v.Chr. schlug Artaxerxes III. 344 nieder. Während der Belagerung von Tyros schloß sich K. Alexander d.Gr. an. Schon 321 v.Chr. verbündeten sich vier Könige von K. mit Ptolemaios I., der die Insel erfolgreich gegen Antigonos [1] Monophthalmos verteidigen und nach vorübergehendem Verlust 306 v.Chr. an Demetrios [2] Poliorketes 294 wiedererobern konnte.

Die kypr. Königshäuser gingen in diesen Kämpfen unter. Die Insel blieb bis zum E. des Ptolemaierreiches ununterbrochen unter dessen Herrschaft und bildete in den dynastischen Zwistigkeiten des 2. und 1. Jh. zeitweilig ein Nebenkönigtum für sich. Sie war durchBesatzungen in einzelnen Städten gesichert und wurde von einem in Salamis, seit dem 1. Jh.v.Chr. in Nea-Paphos residierenden Gouverneur regiert, der gleichzeitig Flottenkommandant und Oberpriester der Insel war [10]. In dieser Zeit verschwanden das Phoinik., das Eteokypr. und die Silbenschrift. Theater, Gymnasien und Tempel veränderten das Gesicht der Städte und Heiligtümer. Auf die fortschreitende Hellenisierung suchten die Herrscher Einfluß zu nehmen; so wurden unter Ptolemaios II. (285-224) drei Städte mit dem Namen Arsinoe gegr. und Kulte für das Königshaus eingerichtet [11].

B. Römische Zeit
Im J. 58 v.Chr. wurde Kypros von Rom annektiert, 30 v.Chr. endgültig zur röm. Provinz; Cyprus.
Meyer, Ernst † (Zürich)
Senff, Reinhard (Bochum)

[Spätantike, Byzantinische Zeit, Religion]

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 827;

Brandenstein, Wilhelm, Kypros [1], in: RE S VI (1935), Sp. 212-216.

Oberhummer, Eugen, Kypros [1], in: RE XII.1 (1924), Sp. 59-117.

Senff, Reinhard, Cyprus, in: DNP ?

Meyer, Ernst / Senff, Reinhard, Kypros [1] Zypern, in: DNP ?

Literatur DNP:
G. Hill, A History of Cyprus 1, 21972, 226-256

T.B. Mitford, Roman Cyprus, in: ANRW II 7.2, 1980, 1285-1384.

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Letzte Bearbeitung:

10.09.2026 12:41

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https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2373 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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