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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Lacus As[paltidis] (Lacus Aspaltidis)

Name (modern):

Bahr Lut

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/697709
Großraum:

Syrien/Palästina/Arabien

Toponym Typus:

Wasser (ohne Flussname)

Planquadrat:

9C1

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Ἀσφαλτῖτις λίμνη - https://elexikon.ch/RE/II,2_1729

Barrington Atlas:

Mortuum Mare/Asphaltitis L. (71 A2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Lacus Aspaltidis

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

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Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

[Kommentar (BH):
Welster liest "Lac· Aspaltidis·", Scheyb liest "Lac as[.]"]

Kommentar (Talbert):
The name is best seen on the 1976 photograph. "LAC" is extremely faint.

Miller, Itineraria, Sp. 958-959:
Lacus Aspaltidis (So Bt, Bg, Ve; Lacus As … (Sch, Ma, Pd, Kt – alles andere fehlt), Lac´ Asph (Dj – am Schluss noch t zu erkennen)), L. Asphaltites (Ἀσφαλτίτης oder -τῖτις (Arist, St, Galen, Diod, Pt, Hesych, Suid, Jos, Pl, Tac, Sol, Steph), mare Mortuum – θάλασσα ἡ νεκρά (Just, Paus), ἡ Σοδομῖτις λίμνη (Jos), im AT das Salzmeer, Meer der wüsten Ebene, das Vordere Meer; bei den Arabern Loths Meer. - 300 st östlich von Jerusalem (Jos), 500 st lang, 60 breit nach Diod.; dagegen 580 st lang und 150 breit nach Jos, nach Pl 100 mp lang, 25 breit. Salzsee in öder Umgebung. Der See enthielt viel Asphalt, womit die Nabatäer starken Handel trieben (Diod mehrmals, Pl); j. Bahr Lut, Logar, türk. Uglu Deughiz, das Tote Meer, in Wirklichkeit 55 mp lang, 15 breit.

Kommentar (RE):
Ἀσφαλτῖτις λίμνη (Strab. XVI 763. Plin. n. h. V 71. 72. Jos. bell. Iud. IV 8, 4 u. ö. Paus. V 7, 4f. Tac. hist. V 6. Diod. II 48. XIX 98. Iustin. XXXVI 3. Itin. Hieros. 597), auch θάλασσα ἡ Νεκρά (Paus. V 7, 4), Mare mortuum (Iustin. XVI 3), im hebräischen Altertum ‚Salzmeer‘ genannt, bei Strab. XVI 763 Σιρβωνὶς λίμνη [1730] in Verwechslung mit dem See dieses Namens in Ägypten; noch heute das ‚tote Meer‘, bei den Arabern Baḥr Lûṭ, der grosse einzigartige Binnensee von Palaestina, in welchen der Jordan ausmündet. Seine Grösse wird von den Alten verschieden angegeben: Plin. V 71 100 Millien lang, 6–25 Millien breit; Jos. bell. IV 8, 4 580 Stadien lang, 150 Stadien breit, etwas weniger bei Diodor. XIX 98. Schon die Alten kannten die merkwürdigen Eigenschaften des Wassers (vgl. die angeführten Stellen) und beschreiben es als bitter und stinkend, obgleich es das süsse Wasser des Jordan aufnimmt, tötlich für Fische und Vögel, verderblich für die Anwohner; es ist so schwer, dass der menschliche Körper von selber schwimmt und niemand untertauchen kann. Zu bestimmten Zeiten wirft der See grosse Mengen von Asphalt aus, daher der Name. Die Sage, dass der See durch eine Eruption entstanden ist an der Stelle der früher blühenden Städte des Sodomitergebietes, berichten ausser Josephus auch Strabon und Tacitus hist. V 6. Noch zu Josephus Zeit wurde der See befahren. Das tote Meer ist 76 km. lang, 4,5–15,7 km. breit, grösste Tiefe 399 m., am Südende nur 3,6 m.; sein Wasserspiegel liegt 393,8 m. unter dem Mittelmeer, die Gesamttiefe der Erdspalte ist demnach 792,8 m. unter Mittelmeer. Es ist einer der ältesten Seen der Erde; am Ende der Tertiärperiode stand das Wasser bedeutend höher, 106 m. über dem jetzigen Wasserspiegel finden sich am Gebirge Ablagerungen von Mergel etc. Das Wasser des Jordan (6 Millionen Tonnen täglich) verdunstet, weil kein Abfluss vorhanden ist; daher die Schwere des Wassers (1,166 specifisches Gewicht), das 24 bis 26% feste Bestandteile enthält; Siedepunkt 105° Cels. In dem Wasser kommen keinerlei Lebewesen vor, auch nicht Korallen oder Muscheltiere, dagegen ist Flora und Fauna des Ufers, wo sich Süsswasser findet, reich entwickelt. Asphalt wird noch heute ausgeworfen, das Salz wird, wie von jeher, ausgebeutet. Ritter Erdkunde XV 557ff. Robinson Palaestina II 448ff. Lynch Bericht über die Expedition der vereinigten Staaten etc., deutsch bearb. von Meissner, Leipzig 1850. Baedeker Palaest. u. Syrien³ 173f.
[Benzinger. ]

Datierung (Barrington):
Mortuum Mare/Asphaltitis L.
(TIR Iudaea 179)

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 958-959;

Benzinger, Immanuel, Ἀσφαλτῖτις λίμνη, in: RE II.2 (1896), Sp. 1729f.

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Letzte Bearbeitung:

10.02.2026 14:06

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2363 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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