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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Fossa Facta Per Seruos Scutarum (Fossa Facta Per Servos Scutarum)

Name (modern):

 

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Großraum:

Skythien

Toponym Typus:

chorographische Information

Planquadrat:

8A1

Farbe des Toponyms:

rot

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Taphrai

Barrington Atlas:

Taphros (23 G2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Fossa facta per servos Scutarum (618. 958)

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Τάφρος (3,6,5)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Millers Rekonstruktion der Beischrift (ItMiller 618. 958) dürfte nicht richtig sein, da die zerstörte Stelle Platz für 2-3 weitere Buchstaben bietet: Anstatt Scutarum ist eher Scutaeorum anzusetzen. Für die Präposition per wird die gängige Abbreviatur mit Querstrich durch den Schaft des p benutzt. Miller (Weltkarte 111; Itinerarium 618. 958) identifiziert diese Örtlichkeit mit der Landenge von Perekop, die von einem Graben durchzogen und auf der Südseite von einem Wall begrenzt ist. Der Graben wird bei Strabo und Plinius als künstlicher Abfluss für das Wasser aus dem Byce- oder Bucessee in das Meer (Plin. nat. 4, 84: lacus Buces, fossa emissus in mare) verstanden. Strabo berichtet auch von einer anderen, ähnlich konstruierten Befestigungsanlage auf dieser Landenge, die von den Kimmeriern angelegt worden sei (Strab. 11, 2, 6 [494]). Von Miller nicht in Erwägung gezogen, aber z.B. von Podossinov gesehen wurde die Verbindung dieser Beischrift mit Herodots Skythen-Logos: Die geblendeten Sklaven der Skythen, die die Stuten melken und die Milch rühren mussten, zeugten mit den skythischen Frauen Kinder, als deren Männer im Krieg waren. Die aus diesen Verbindungen hervorgegangenen Söhne stellten sich den Heimkehrern zur Schlacht entgegen (Hdt. 1, 3; 4, 3, 1; vgl. 28, 1) und hoben einen Graben (τάφρος) aus, der von den taurischen Bergen bis zur Maiotis-See reichte (Hdt. 4, 3, 2). - Vgl. lac· salinar(um)· hic sal p(er)se c(on)ficitur· (Siwasch).

Kommentar (Talbert):
"Ditch dug by slaves of the Scythians."

At the end, "r" and "vm" are separated by a gash about one-quarter inch across. Evidently, therefore, the copyist took into account the gash. On the other hand, there seems to be just the start of a "v" visible immediately following the "r". Possibly the "vm" now visible is a later replacement for letters removed by the gash. Note that the "C" of LACVS in the water immediately below has simply disappeared in the gash.

Below the word Fossa is a small hole in the parchment, not a lake.

It is not clear whether the map shows linework for the course of the ´ditch´. The dark line under "Fossa Facta" may be interpreted thus, or this could be just an extended smudge. It does not appear to continue below the hole to link lake and sea.

Literatur:

Wilhelm Tomaschek, in: RE III / 1, 1897, 1104f. s.v. Byke; Matija P. Katančić, Orbis antiquus ex tabula itineraria quae Theodosii Imp. et Peutingeri audit ad systema geographiae redactus et commentario illustratus, Pars I, Buda 1824, 212-214; Miller, Weltkarte 111; Ders., Itineraria, Sp. 618. 958; Albert Herrmann, in: RE IV A / 2, 1937, 2258f. s.v. Taphrai; Alexander V. Podossinov, Das Schwarze Meer in der geokartographischen Tradition der Antike und des frühen Mittelalters. II. Die Halbinsel Krim, das Asowsche Meer und die Straße von Kertsch, in: East & West 3 / 2, 2004, 338-353, hier 340.

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Letzte Bearbeitung:

20.03.2023 21:55

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2297 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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