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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Insula Cytera

Name (modern):

Kythira

Bild:
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Toponym vorher
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Alternatives Bild ---
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Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/570186
Großraum:

Mittelmeerinseln

Toponym Typus:

Insel

Planquadrat:

7B2

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Kythera (DNP)

RE:

Kythera [1] Insel vor der S-Küste der Peloponnes

Barrington Atlas:

Cythera Ins. (58 inset)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

 

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Miller, Itineraria, Sp. 602:


Datierung (Barrington):


RE:
Kythera [1] Insel vor der S-Küste der Peloponnes
https://elexikon.ch/RE/XII,1_209.png

DNP:
Kythera

A. Geographie der Insel
Vor der SO-Spitze der Peloponnesos, 30 km lang und 18 km breit, nimmt K. eine Fläche von etwa 262 km2 ein und ist von mehreren kleinen unbewohnten Inseln umgeben. Die zumeist steile Felsenküste ist durch kleine Buchten gegliedert, von denen enge und steile Täler ins Landesinnere führen. In der Ant. galt K. als günstig für die Seefahrt (εὐλίμενος, “mit guten Häfen”, vgl. Strab. 8,5,1). K. besteht aus Kalk und Schiefer und bildet im Inneren eine Hochfläche von 300 bis 380 m ü.M., die im Süden auf etwa 200 m absinkt und im SW mit dem Gipfel des Mirmingari bis auf 510 m ansteigt. Siedlungsreste stammen aus dem FH und bes. aus dem SH [1. 11; 2; 3. 148ff.].

B. Wirtschaft und Handel
Die bes. Bed. der Insel lag im Handel, der sich offensichtlich ins östl. Mittelmeer und den Vorderen Orient erstreckte (verschiedene Funde aus dem 3. bzw. 2. Jt.v.Chr.). In einem ägypt. Itinerar (z.Z. Amenophis` III., 1402-1363 v.Chr.) heißt die Insel Kutira. Die brz. Funde konzentrieren sich auf das Gebiet von Kastri im Süden an der Bucht von Avlemona. Als Produkte der Insel werden bes. gen.: Feigen, Käse, Wein und Honig (Herakleid. FHG 2 fr. 24). Wichtig war die Purpurfischerei (vgl. die Bezeichnung der Insel als πορφύρουσα, Dion. Per. 498; Steph. Byz. s.v. Κ.). Diese mag auch Phoiniker nach K. gezogen haben; für das Jahr 303 v.Chr. ist ein Hafenplatz Phoinikús bezeugt (Xen. hell. 4,8,7). Auch der Kult der Aphrodite Urania (Aphrodite B.2) kann auf phoinik. Urspr. zurückgehen (Hdt. 1,105; Paus. 1,14,7; 3,23,1; Aphrodite Kythereia, Hes. theog. 198).

C. Lage der Stadt
Phoinikus lag möglicherweise in der Bucht von h. Avlemona. Hier lag auch die ant. Stadt K. mit ihrem Hafen Skandeia (Hom. Il. 10,268; Paus. 1,27,5; Thuk. 4,53,1), die noch bis ins 6./7. Jh.n.Chr. besiedelt war. Oberhalb von Skandeia lag auf steilem Kreidefelsen die Akropolis, h. Paleokastro, mit einem Heiligtum der Aphrodite. Teile eines ehemaligen Tempels sind in den dortigen Kapellen verbaut. Das Nord-Kap trug die Bezeichnung Platanistos (Paus. 2,34,6).

D. Geschichte
Bei Homer mehrfach erwähnt (Il. 15,432; Od. 9,81), gehörte K. in gesch. Zeit wohl bis ins 6. Jh.v.Chr. zu Argos (Hdt. 1,82), dann zu Sparta (Thuk. 4,53,2). K. war Periökengebiet und wurde von einem Kythērodíkēs (Κυθηροδίκης, “Richter auf K.”, Thuk. 4,53,3) verwaltet. Den Wert von K. für Sparta betonen Hdt. 7,235 und Thuk. 4,53,3. Daher wurde K. mehrfach von Athen besetzt (456, 426-410 und 393-387/6 v.Chr.: Paus. 1,27,5; Thuk. 4,53,1ff.; 57,4; 5,14,3; 18,7; 7,26,2; 57,6; Xen. hell. 4,8,7; Isokr. or. 4,119), wo man die günstige Lage der Insel für den Handel mit Libyen und Äg. erkannt hatte. Nach 195 v.Chr. scheint K. von Sparta unabhängig geworden zu sein. Jedenfalls prägte K. zu dieser Zeit eigene Mz. In augusteischer Zeit gehörte K. wieder zu Sparta und war im Besitz des C. Iulius Eurykles aus Sparta, der als Teilnehmer an der Schlacht von Aktion mit dem röm. Bürgerrecht geehrt worden war (Cass. Dio 54,7,2). Inschr.: IG V 1,935-947; SEG XI 895-897; Mz.: HN 436 (3./2. Jh.v.Chr.); JNG 8, 1957, 81 Nr. 100; 102f.

Im 4. Jh.n.Chr. wurde das Christentum von der Peloponnesos her nach K. übertragen.

Kalcyk, Hansjörg (Petershausen)
Meyer, Ernst † (Zürich)

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 602;

Bürchner, Ludwig, Kythera [1] Insel vor der S-Küste der Peloponnes, in: RE XII.1 (), Sp. 207-211;



DNP.

1 D. Fimmen, Die kret.-myk. Kultur, 1924, 11

2 V. Stais, Ἀνασκαφαὶ ἐν Κυθήροις, in: AD 1, 1915, 191ff.

3 H. Waterhouse, R.Hope Simpson, Prehistoric Laconia 3, in: ABSA 56, 1961, 114-175

4 G. Doux, Chronique des fouilles 1964, s.v. Cythère, in: BCH 89, 1965, 879-881.

L. Bürchner, O. Maull, s.v. K., RE 12, 207-215

W. Helck, Die Beziehungen Ägyptens und Vorderasiens zur Ägäis bis ins 7. Jh.v.Chr., 1979, 15, 31, 130, 160, 162

G.L. Huxley, J.N. Coldstream, K., 1973

G.E. Ince u.a., Paliochora, in: ABSA 82, 1987, 95-106

G.E. Ince, Th. Kukulis, Paliochora, K., in: ABSA 84, 1989, 407-416

H. Kaletsch, S.Grunauer v. Hoerschelmann, s.v. K., in: Lauffer, Griechenland, 362f.

H. Leonhard, Die Insel K., in: Petermanns Mitt., Ergh. 128, 1899 mit Karte

Philippson/Kirsten 3, 509ff.

J.A. Sakellarakis, Minoan Religious Influence in the Aegean, in: ABSA 91, 1996, 81-99

R. Weil, K., in: MDAI(A) 5, 1880, 224ff., 293f.

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Letzte Bearbeitung:

02.09.2026 18:18

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