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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Arcaia (Arcadia)

Name (modern):

Arkadia

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/570102
Großraum:

Balkanraum südlich

Toponym Typus:

Region

Planquadrat:

6C5 / 6B5 / 7C1

Farbe des Toponyms:

rot

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Arkadia (DNP)

RE:

Arkadia [1] - https://elexikon.ch/RE/II,1_1117.png

Barrington Atlas:

Arcadia, § Pelasgia (58 B2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Arcadia

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Ἀρκαδία (3,16,19)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Talbert):
The "d" is not inked properly. Its placement, too, suggests that this letter may have been added at a later stage to correct its omission previously. Perhaps the same hand also corrected LAONICE above.

Miller, Itineraria, Sp. 592:
Arcadia^1 [1: Das d ist mit anderer Farbe hineinkorrigiert.], it. (autt.), mit Tegea und Megalopolis.

Datierung (Barrington):
Arcadia, § Pelasgia - Archaic, Classical, Hellenistic, Roman (Paus. 8, 8.1.6).

DNP:
Arkadia
(Ἀρκάδες, Ἀρκαδία).
A. Geographie

Zentrale, küstenferne, gebirgige Landschaft auf der Peloponnesos mit durchschnittlicher Höhe über 500m. Die Grenzen der ant. A. decken sich nicht mit denen des h. Nomos A. mit dem Hauptort Tripolis (gegr. im 14.Jh., türk. Tripolitsa). Im Norden reichte A. bis an die Gebirgsstöcke von Kyllene (Ziria, 2376 m), Oroania (Chelmos, 2355 m) und Erymanthos (Olonos, 2224 m), im Südwesten gehörte das h. im Nomos Messenien liegende Heiligtum von Bassai zu A. In die nadelwaldreichen Kalkgebirge sind oberirdisch z.T. abflußlose Karstbecken eingelagert, die teilweise von Seen und Sümpfen stark wechselnden Umfangs eingenommen werden und durch Katavothren entwässern (Takasee, Stymphalischer See). Das Mainalongebirge (1980 m) und ein sich südwestl. anschließendes, dünn besiedeltes, verkarstetes Bergland trennen die über 600 m hohen ostarkadischen Becken (Beckenreihe der Poleis Tegea, Mantineia, Orchomenos, Pheneos und Stymphalos) von den westarkadischen (bes. Becken von Megalopolis, ca. 430 m über NN). Die Becken bilden die Kernräume von Siedlung und Landwirtschaft in A.; Zentrum ist das Becken von Tripolis, 8 km nordwestl. von Tegea. Fast die gesamte A. wird über den Alpheios [1] und seinen größten Nebenfluß, den Ladon (ehemals Rufias) entwässert. Das mediterrane Klima ist aufgrund der Höhenlage rauher als in den umgebenden Küstenlandschaften, die Niederschläge sind relativ hoch und fallen im Winter als Schnee. Große Unterschiede in der Niederschlagshöhe zw. Luv- und Leelage (Tripolis 661 m über NN, mittlerer Niederschlag 932 mm, Jahresmitteltemperatur 13,7° C; vgl. Athen 107 m über NN, 402 mm, 17,8° C). In den abflußlosen Becken sich bildende Kaltluftseen verhindern den Anbau mediterraner Kulturpflanzen (Oliven, Agrumen). Nur von Süden (Lakonien) leichter zugänglich, führte die große Landverkehrsroute in der Ant. von Mittelgriechenland und Korinthos nach Sparta durch A. Heute Autobahnverbindung mit Athen.
Lienau, Cay

B. Geschichte

Die Vorgesch. von A. ist durch Funde kaum bezeugt. Die A., der südachäischen Dialektgruppe zugerechnet, blieben von der Dorischen Wanderung im wesentlichen verschont. Während sich nur in den nördl. (Alea, Stymphalos, Pheneos, Kynaitha, Kleitor, Psophis, Telphusa) und östl. (Tegea, Mantineia, Orchomenos, Pallantion, Kaphyai) Randregionen Poleis - anfangs unter Königen (vgl. Aristokrates [1] - entwickelten, lebten die A. in Zentral- (Eutresioi; Mainalioi um Mainalon) und West-A. (Aigytis im Quellbereich, Kynuria am Mittellauf, Parrhasia am Oberlauf des Alpheios) noch lange überwiegend in dörflich siedelnden Stammesgemeinschaften. ΑΡΚΑΔΙΚΟΝ auf Mz. des 5. Jh. v.Chr. mag eine kult., nicht staatliche Vereinigung der A. bezeugen [3. 444]. Zur Bildung eines Koinon der A. (unter Einschluß der Triphylioi, Xen. hell. 7,1,26; Stammesheiligtum des Zeus Lykaios, Paus. 8,38,2-7) um die durch Synoikismos geschaffene Hauptstadt Megalopolis 368/67 v.Chr. kam es erst unter der thebanischen Hegemonie (371-362 v.Chr.), mit deren Schwinden es in der Auseinandersetzung zw. Mantineia und Tegea zerfiel. 338/37 v.Chr. traten die A. dem Korinthischen Bund bei; das von Alexandros [4] ausdrücklich auf die A. bezogene Verbot aller κοινοὶ σύλλογοι (koinoí sýllogoi, Hyp. in Demosth. col. 18) hat 324 v.Chr. allen Einigungsversuchen der A. ein Ende gesetzt; denn ein vielfach für 255 v.Chr. vermutetes 3. Koinon der A. ist kaum historisch [7. 97-116]. In der 2. H. des 3. Jh. v.Chr. schlossen sich nach und nach die meisten Städte von A. teils dem Aitolischen Bund (Aitoloi) (Mantineia, Orchomenos, Phigaleia, Tegea), teils (nach 196 v.Chr. insgesamt) dem Achaiischen Bund (Achaioi) an, in dem A. (vgl. Philopoimen, Lykortas, Polybios) bald den Ton angaben. Die Schilderung von A. in der Kaiserzeit durch Strabon als einer histor. Einöde wird allg. bezweifelt (8,8,1-4; vgl. Paus. 8).
Lienau, Cay


Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 592;

Chr. Callmer, Studien zur Gesch. Arkadiens, 1943.

J.-D. Gauger, Arkadien, in H.H.Schmitt, E. Vogt (Hrsg.), Kleines Wörterbuch des Hellenismus, 1988, 81-83.

Head 444ff.

E. Meyer, Peloponnesische Wanderungen, 1939.

A. Philippson, Der Peloponnes, 1892.

Philippson/Kirsten 3, 1, 1959, 200-300.

R. Urban, Wachstum und Krise des achaiischen Bundes, 1979.

Hirschfeld, Gustav/Hiller von Gaertringen, Friedrich/Wernicke, Konrad, Arkadia 1, in: RE II.1 (1895), Sp. 1118-1137.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

29.10.2025 14:45

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2231 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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