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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Igevm Mare (Igeum Mare)

Name (modern):

Aegean Sea / Aigaio Pelagos (Barrington)

Bild:
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Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
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Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/560221
Großraum:

Mittelmeerinseln

Toponym Typus:

Wasser (ohne Flussname)

Planquadrat:

6C1 / 6C2

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

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Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Αἰγαῖον πέλαγος - https://elexikon.ch/RE/I,1_949.png

Barrington Atlas:

Aegaeum Mare (57 C2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Igevm Mare

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Αἰγαῖον πέλαγος (3,11,1; 3,11,9; 3,11,14; 3,12,3; 3,13,7; 3,13,47; 3,15,1; 3,15,8; 3,15,23; 5,2,1; 5,2,4; 5,2,29; 7,5,3; 7,5,10; 8,11,2; 8,12,2; 8,17,2)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

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Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Talbert):
Although placed with evident care, this name is in fact far from its appropriate location.

Miller, Itineraria, Sp. 953:
Igevm Mare, Aegaeum (Eb, Ho, Or, Is, Be), Egeum (Be); j. das Ägäische Meer. Das Adriatische Meer, ohne Bezeichnung, sonst Sinus [H]adriaticus (Pt, Or, Is, Be); dagegen erscheint von der Südspitze Italiens an.

Kommentar (RE):
Αἰγαῖον πέλαγος (Αἰγαῖος πόντος), als Bezeichnung für das an drei Seiten, von Griechenland, Thrakien, Kleinasien bestimmt begrenzte Meeresstück begegnet, gewiss zufällig, erst im 5. Jhdt. v. Chr. Herod. II 97. IV 85. VII 55. Aisch. Agam. 664. Soph. Ai. 461. Eurip. Troad. 1103. Xenoph. Oikon. XX 27 u. a. Während aus den meisten dieser Zeugnisse nicht zu entnehmen ist, ob der Name mehr als etwa die nördliche Hälfte des Meeres zwischen Griechenland und Kleinasien umfasste, muss Herodot nach II 113 es doch wohl bis Kreta ausgedehnt haben, da er anscheinend das ägyptische Meer unmittelbar anstossen lässt. Skylax freilich (§ 58) scheint es erst von Skyros an nach Norden zu rechnen und behandelt demgemäss auch die Kykladen als nicht zugehörig, hingegen hat Eudoxos das aegaeische Meer nach Süden sogar bis über Kreta hinaus ausgedehnt, nach Strab. X 474. Dieser selber lässt es an eben der Stelle offenbar bis zur Nordostküste Kretas reichen, während er II 124 im Süden nur Kos einschliesst, eine Angabe, die sich mit der Länge von über 4000 Stadien (a. O.) auch besser verträgt. Für die Breite giebt er 2000 Stadien. Im Westen oder besser Südwesten bezeichnet Sunion und die Kykladen die Grenze (Strab. II 124), nur Plinius (IV 9. 19) lässt es auch den Peloponnes bespülen, womit freilich seine eigene Umgrenzung des mare Myrtoum (IV 19) nicht recht stimmen will. Im weiteren Sinne scheint allerdings die gesamte Einbuchtung zwischen Griechenland und Kleinasien als ἀ. π. begriffen worden zu sein (Ptol. VII 5, 10); dann waren das Myrtoische und Kretische Meer nur Teile des Aegaeischen, wie das Ikarische und Thrakische. Die Vorliebe der Griechen für örtliche Specialbezeichnungen lässt den Sachverhalt nicht immer klar erkennen.

Die besten Karten sind die englischen Seekarten, besonders das Übersichtsblatt nr. 2836. [948] und dazu die Beschreibung im Pilot of the Mediterranean, ebenfalls herausgegeben von der englischen Admiralität, 1882. Was die Entstehung des Namens anlangt, so erklären die Alten denselben teils mythologisch von des Theseus Vater Aigeus (s. d.), teils geographisch von dem euboeischen Aigai (s. d. Nr. 1), oder von einer Αἴξ genannten Klippe zwischen den Inseln Tenos und Chios. Plin. a. a. O. Doch fand die antike Schiffahrt das aegaeische Meer nicht unbedenklich (Hor. c. II 16, 2. III 29, 63. Verg. Aen. XII 365. Ovid. met. XI 663. Himer. Ecl. 13 p. 210 u. a.), und in der That gerät es leicht in Aufregung, um sich freilich ebenso schnell zu beruhigen, eine Eigenschaft der griechischen Meere, die schon aus der homerischen Dichtung erkennbar ist. Das aegaeische Meer bildete die älteste und bequemste, schon von den Phoinikern viel befahrene Verkehrsstrasse zwischen Griechenland und Asien, aber wenn auch die Schiffahrt besonders zur Zeit der (um die Hundstage 40 Tage lang wehenden) Etesien (ἐτησίαι βορέαι) nicht ohne Gefahr war, so galt sie doch immerhin im Vergleich zu der auf dem ionischen und sikelischen Meere für sehr sicher, wie schon das alte Sprichwort Μαλέας δὲ κάμψας ἐπιλάθου τῶν οἴκαδε (Strab. VIII 378) lehrt. Vgl. Curtius Peloponnesos II 298f. [Hirschfeld. ]

Datierung (Barrington):
Aegaeum Mare – ? (Burr 1-11; NPauly Aigaion Pelagos)

Pleiades:

Hdt. (Godley: Perseus) 4.85
Str. (Meineke: Perseus) 10.4.2
Str. (Meineke: Perseus) 7.7.4
TP (Talbert: CUP) 6C1 (Talbert 3015)

BAtlas 57 C2 Aegaeum Mare
Burr 1932 1-11
New Pauly, Aigaion Pelagos
Smith 1854 (Perseus), AEGAEUM MARE
Wikipedia (English) Aegean Sea

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 953.

Desjardins, Table, p. 88, col. 3, no. 10.

Köhner, Nordafrika, S. 180.

Hirschfeld, Gustav, Αἰγαῖον πέλαγος, in: RE I.1 (1893), Sp. 947f.

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Letzte Bearbeitung:

31.08.2026 16:59

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2181 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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