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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Insula Erkronis

Name (modern):

Otok Silba? (Pago/Pag Miller)

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753)
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Großraum:

Mittelmeerinseln

Toponym Typus:

Insel

Planquadrat:

4B2

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Erraonis

Barrington Atlas:

 

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

NS. Erkronis

Levi:

 

Ravennat:

Erafronia (p. 101.44)

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

Spätantike (ab Diokletian & 4. Jh.)

Begründung zur Datierung:

Archäologische Funde vor der Spätantike sehr spärlich (s. Kommentar); literarisch vor der TP nicht belegt.

Kommentar zum Toponym:

Schon Welser las Ins. Erkronis, und so auch die späteren Herausgeber. Doch die Namensform ist sonst nicht belegt. Verdächtig an dieser gängigen Transkription ist vor allem auch, daß der Buchstabe „k“ anscheinend kein weiteres Mal auf der TP vorkommt. Sollte man also besser mit Patsch, RE „Erraonis“ lesen (oder: „Errnonis“)?
Oder vielleicht handelt es sich bei dem vermeintlichen überlangen „K“ auch in Wirklichkeit um eine a-f-Ligatur, so daß man „Erafronis“ lesen müßte, vgl. Erafronia bei Rav 5,24 p. 101,44.

Alternative Namensform:
Erafronia Rav 5,24 p. 101,44 (s. Patsch, RE 548).

Die ursprüngliche Toponymform lautete nach Mayer 1957, 141 *Er-arfonia, bzw. *Er-arbonia, lt. ibd. 144 vielleicht zu Ferfinium (auf Curica/Krk) gehörig.

Der TP zufolge handelt es sich um eine größere Insel südlich von Senj. ItMiller 490 glaubte, die in Wirklichkeit langgestreckte vielarmige Insel Pag könne gemeint sein. Diese wird von BAtlas S. 293 (Karte 20B5) jedoch zu Recht mit der Insel Cissa (Sissa auf der TP 4B3, s. Art. dort)/Mentorides Insulae identifiziert. Wurde also hier einer der Ausläufer Pags als eigene Insel dargestellt?
Oder es handelt sich um die fruchtbare, klimatisch begünstigte Insel Silba an einer vielbefahrenen Schiffsroute zwischen Pag (TP 4B3 Sissa) und Premuda (wohl TP 4B3 Pamon.as), wo u. a. Überreste einer spätantiken Hafenanlage (dazu Parica 2015), frühchristliche Sarkophage, Amphorenreste im Wasser (1. - 5. Jh. n. Chr.) und ein Schiffswrack aus dem 1. Jh. n. Chr. gefunden worden sind (s. dazu Glusčević 2015 mit Überblick über die Grabungsgeschichte und weiterer Literatur S. 246-249).



Miller, Itineraria, Sp. 490:
NS. Erkronis (So lesen alle edd.), statt Erraonis?, Erafronia (Ra); j. etwa die große langgestreckte vielarmige Insel Pago.

Datierung (Barrington):

Literatur:

Gluščević, Smiljan: Arheologija Silbe i silbenskih Grebena / The Archaeology of Silba and its Reefs, Archaeologia Adriatica 9 (2015), 187-249.

Mayer, Anton: Die Sprache der alten Illyrier, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Schriften der Balkankommission, Linguistische Abteilung 15, Band I, Wien 1957, 141; 144.

Miller, Itineraria, Sp. 490.

Parica, Mate: Kasnoantičko pristanište u uvali Pocukmarak na otoku Silbi / Late Antique quay in Pocukmarak bay on the island of the Silba, Archaeologia Adriatica 9 (2015), 307-322.

Patsch, Carl: Erraonis RE 6,1 (1907), 548.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

17.08.2026 18:24

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2128 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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