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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Ango Portus

Name (modern):

Portoferraio (Barrington) / Porto Ferrajo (Miller)

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753)
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/403180
Großraum:

Mittelmeerinseln

Toponym Typus:

isolierter Name

Planquadrat:

2B4 / 2C4

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Ἀργῶος λιμήν

Barrington Atlas:

‘Argoos Limen’ (41 C4)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Ango portvs

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

λιμὴν Ἀργῷος (5,2,6)

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Talbert):
Note that the end of the second word of the second line runs into the shoreline of the distinctively shaped island. It is by no means clear whether "insvla" is to be taken with the two words preceding on the same line, or instead with what is written on the line above.

ItMiller 393 reads this upper line as "Portus longus in Naxo insula", and regards Naxus as an otherwise unattested variant name for Ilva/Aethalia. I am less confident. "Port(vs)" is clear enough. I am tempted to read the next three letters as "lvi"; or possibly the number LVI ? There is then plainly a stop. After it "g", with a superscript following. The next three letters seem to be "iii"; or possibly the figure III ? Then, after a gap, "naxo". Hence: Port(vs) lvi. g-iii naxo.

RE:
Ἀργῶος λιμήν,[WS 1] (Strab. V 224. Diod. IV 56), Stadt und Hafen auf Ilva (Elba), in welchem der Sage nach Iason gelandet sein sollte, so dass der Hafen seinen Namen von der Argo habe (Strab. a. a. O.; vgl. Apoll. Rhod. IV 658); jetzt Porto Ferrajo.
[Hülsen. ]

Miller, Itineraria, Sp. 394:
Ango portvs, Argous Portus (Diod, St), der schönste Hafen; hier soll der Sage nach schon Jason gelandet haben (St); j. Porto Ferrajo auf der Nordseite. Zwischen Corsica und Sardinien 4 Inseln:

Datierung (Barrington):
‘Argoos Limen’ – Archaic/Classical/Hellenistic/Roman (RE ’Αργῶος λιµήν)

[T.W.]: Zweifellos ist der Hafen ’Αργῶος λιµήν (Strab. 5,2,6; Diod. 4,56) gemeint. Das Ango portus nachfolgende Wort insula scheint aus mehreren Gründen nicht zu diesem Toponym zu gehören::::, sondern zu "port long in naxo" 1. der Abstand zwischen portus und insula wäre ungewöhnlich weit; 2. bezöge sich insula auf Ango portus, würde das Toponym "port long in naxo" nicht mit einem Punkt beschlossen werden, was höchst ungewöhnlich ist. 3. insula befindet sich nicht auf einer Linie mit Ango portus, sondern ist leicht nach oben verrückt eingezeichnet.
Dieser Hafen folgt nicht der auf der TP gängigen Bennungweise für Häfen (Port. + Name).

Strab. 5,2,6 C224:
In Aithalia ist ein Hafen Argoos, der seinen Namen, sagt man, von der Argo hat. Dorthin sei nämlich Iason gefahren auf der Suche nach dem Wohnsitz der Kirke, da Medea ihre Tante besuchen wollte; daher seien auch von den Abschabseln, die die Argonauten damals machten und die fest wurden, die Kieselsteine an der Küste noch heute verschiedenfarbig. Solche Fabeleien stützen unsere Behauptung (vgl. 20, 9 ff. und siehe zu 18,31 - 27,6), dass Homer nicht alles selber erfunden hat, sondern Vieles dieser Art hatte erzählen hören und selber nur Weiten der Entfernung und Entlegenheit hinzugefügt hat, und ebenso wie er Odysseus in den Ozean hinausversetzt, es ähnlich auch mit Iason gemacht hat, da sowohl dieser als jener, ebenso wie Menelaos, eine Irrfahrt zu bestehen hatte. Soviel über Aithalia.

Kommentar Schuol
- Dass es sich bei Ango portvs. um eine Verschreibung aus Argous portus (= Argoos limen, BAtlas 41 C4) handelt, wie es auch schon Miller gedeutet hat, scheint mir evident.
Der Punkt hinter portvs zeigt an, dass das Toponym hier zu Ende ist. Talberts Lesung, die "insvla" hinzunimmt, ist also evident falsch. Es handelt sich offenbar um das heutige Portoferraio im Norden Elbas.

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 394;

RE: -

Hülsen, Christian, Argoos limen, Stadt und Hafen auf Ilva (Elba), in: RE II.1 (1895), Sp. 787;

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

08.08.2026 14:17

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2060 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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