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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Nagmvs (Nagmus)

Name (modern):

Relizane-Tiaret area (Barrington)

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/285493
Großraum:

Mauretanien

Toponym Typus:

Ethnikon

Planquadrat:

1C4 / 1C5

Farbe des Toponyms:

rot

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Nakmusioi

Barrington Atlas:

Nakmousioi? (29 G1)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Nagmus

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

Νακμούσιοι (Ναγμούσιοι) (4,2,17)

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

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Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Talbert):
NAG and MVS are placed a short distance apart to accommodate a distance figure, but the absence of a stop after "G" reinforces the likelihood that they are to be taken as forming one name.

Miller, Itineraria, Sp. 949:
Nagmus, Nacmusii (Pt – am Ursprung des Malvaflusses).

Datierung (Barrington):
Nakmousioi? – Roman (Desanges 1962, 66)

RE:
Nakmusioi XVI.2 1600 Windberg.
Nakmusioi. Völkerschaft in Mauritania Sitifensis. Nach Ptolem. IV 2,17 zwischen den Gariphi montes und dem Gebirge Durdus. Nach Tab. Peut. II 4 im Quellgebiet des Flusses Chulchul, der sich in den Ampsaga ergießt, nördlich der Straße Sitifis-Cirta. Der Name hat sich in der geographischen Nomenklatur Kabyliens erhalten. Das Massiv auf dem rechten Ufer des Oued Akbou heißt heute noch Djebel Nakmous. Tissot Géogr. comp. I 451. Miller Itin. Rom. 910. 949.

Desanges:
Cités par Ptolémée après les Eloulii et les Tolotae et avant les monts Garapha, dans un ordre qui semble aller d`Est en Ouest. On est donc tenté de les situer dans la région de Relizane ou de Tiaret. Par ailleurs la Table de Peutinger semble désigner une tribu sous le nom de Nagmus, indiqué au Nord d`une ligne Cuicul (Djemila), Tucca fines africae et mauretaniae, Igilgili (Djidjelli), c`est-à-dire en fait au N.-W. de Cuicul (Djemila). On en a souvent rapproché le nom de l`actuel Djebel Nagmous, au milieu de la tribu des M`sisna, sur la rive droite de la Soummam bien que les emplacements ne correspondent pas. Faut-il admettre qu`entre le Ier et le IIie siècle les Nakmpusii soient passés des Hauts-Plateaux, voisins du Chélif, à la Soummam, puis aux Babors? A moins qu`il ne s`agisse d`un fractionnement. On remarquera qu`un problème assez comparable se pose pour les Bavares signalés simultanément sur les plateaux du Sud-Oranais et dans les Babors.

Übersetzung:
Zitiert von Ptolemaios nach den Eloulii und Tolotae und vor den Garapha-Bergen in einer Reihenfolge, die von Ost nach West zu gehen scheint. Wir sind daher versucht, sie in der Region Relizane oder Tiaret zu lokalisieren. Darüber hinaus scheint die Tabula Peutingeriana einen Stamm unter dem Namen Nagmus zu bezeichnen, der nördlich einer Linie Cuicul (Djemila), Tucca Bußgelder africae et mauretaniae, Igilgili (Djidjelli), dh der N, angegeben ist .-W. von Cuicul (Djemila). Wir haben oft den Namen des gegenwärtigen Djebel Nagmous mitten im Stamm der M`sisna am rechten Ufer des Soummam verglichen, obwohl die Orte nicht übereinstimmen. Müssen wir zugeben, dass die Nakmpusii zwischen dem 1. und 2. Jahrhundert vom Hochland, den Nachbarn von Chélif, nach Soummam und dann nach Babors übergingen? Es sei denn, es ist eine Fraktionierung. Es wird angemerkt, dass ein ziemlich vergleichbares Problem für die Bayern auftritt, die gleichzeitig auf den Hochebenen von Süd-Oran und in den Babors berichtet werden.

Kommentar (Köhner):
Volksstamm, der von Ptolemaios als Νακμούσιοι (Ναγμούσιοι) (Ptol. geogr. 4,2,17) zwischen dem Garapha- und dem Durdon- Gebirge in Mauretania Caesariensis verortet wird, (vgl. STÜCKELBERGER/ GRAßHOFF, Ptolemaios II, S. 822f., Afrika, 1. Karte: Mauretania Tingitana, Mauretania Caesariensis: Nakmusier, so auch BAtlas 29 G1) auf der TP jedoch im Quellgebiet des Flusses Chulchul, der in der Mauretania Sitifensis in den Ampsaga mündet, eingezeichnet ist (Vgl. WINDBERG, Nakmusioi, Sp. 1600. Interessant ist die Positionierung der Buchstaben NAG und MVS jeweils links und rechts neben der Distanzangabe LX. Auch hier wird erkennbar, dass die Ethnika erst nach dem Straßennetz und wohl mit als Letztes auf der Kopie der TP eingetragen wurden). Bezüglich der unterschiedlichen Positionierung des Volksstammes bei Ptolemaios und auf der TP stellt DESANGES sich die Frage, ob die Nakmousier etwa das Hochland verlassen und in die Eben gezogen seien oder ob sich der Volksstamm eventuell geteilt habe, womit er das generelle Problem der Lokalisation nomadischer, das heißt umherziehender Stämme, anspricht. (Vgl. DESANGES, Tribus, S. 66, laut DESANGES sei dies etwa auch das Problem beim Volk der Bavares. Alternativ könnte es auch an einem Fehler des Ptolemaios in der Darstellung des westlichen und östlichen Endes der Caesariensis liegen, vgl. DESANGES, Gedalusii, Sp. 3007).

Literatur:

Miller, Itineraria, Sp. 949; Desanges, Tribus, S. 66;

Windberg, Friedrich, Nakmusioi, in: RE XVI.2 (1935), Sp. 1600.

Köhner, Nordafrika, S. 184;

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

30.12.2024 12:35

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Cite this page:
https://tp-online.ku.de/trefferanzeige.php?id=2024 [zuletzt aufgerufen am 03.10.2026]

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