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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Fluvius Aspia

Name (modern):

Fiume Aspio

Bild:
Zum Bildausschnitt auf der gesamten TP
Toponym vorher
Toponym nachher
Alternatives Bild ---
Bild (Barrington 2000)
Bild (Scheyb 1753) ---
Bild (Welser 1598) ---
Bild (MSI 2025) ---
Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/413038
Wikipedia https://it.wikipedia.org/wiki/Aspio_(fiume)
Großraum:

Italien

Toponym Typus:

Fluss

Planquadrat:

4B3

Farbe des Toponyms:

rot

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

 

RE:

Aspia - https://elexikon.ch/RE/II,2_1733.png

Barrington Atlas:

Aspia fl. (42 F2)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Fl` Aspia

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

bislang nicht bestimmbar

Begründung zur Datierung:

Fehlende literarische oder epigraphische Belege.

Kommentar zum Toponym:

Kommentar (Köhner)
a) Lesung und Rekonstruktion des Namens
Fluvius Aspia

b) Moderne(r) Name(n) und Verortung(en)
Fiume Aspio

c) Namensformen belegt bei antiken Autoren
Der Flussname ist nur auf der TP belegt.

d) Datierung der Namensform auf der TP
Der Flussname ist nur auf der TP belegt, sein Eintrag auf der Karte damit bisher nicht bestimmbar.

e) Bedeutung des Toponyms in der Antike
Miller, Itineraria, Sp. 389:
Fl` Aspia, nördlicher Nebenfluß des Miscus zwischen Ancona und Numana; j. Aspio.

RE: Aspia, Flüsschen in Picenum, nur erwähnt auf der Tab. Peut., die es zwischen Ancona und Numana unmittelbar ins Meer münden lässt; der Fiume Aspio, mit dem man ihn zu identificieren pflegt, fällt aber jetzt in den Muscione (Miscus). [(Hülsen)]

Nissen II 418: [Kontext Ancona und Numana]
Eine Einsenkung trennt den M. Conero von der Masse des Subappennin. In ihr fließt in Südrichtung der kleine Aspia Aspio (Fßn.3: Tab. Peut.), der in den vom Appennin kommenden Misco Musone (Fßn.4: Tab. Peut. Die Lesung ist schwerlich richtig), einmündet.

Luciano Bosio:
Fl(uvius) Aspia (Fiume Aspio), Misco Fl(umen) (Fiume Musone) TabPeut, IV, 3 Tra la vignetta di Ancone e la posta di Numana sfocia in mare il Fl. Aspia (idronimo in rosso a cavaliere della foce). Ha sorgente negli Appennini e ha un corso breve, ma nella Tabula è messo in evidenza da una grande e pronunciata ansa che lo viene così a caratterizzare (Fig. 54). L’idronimo e la sua posizione prossima ad Ancona richiamano immediatamente l’odierno fiume Aspio1152, che ha origine presso Croce San Vincenzo e scorre con direzione nord-sud parallela alla costa tra le colline osimane e le pendici occidentali del Conero. Avvicinandosi al mare, confluisce nel Musone come suo maggiore affluente. Anche il Musone è segnalato dalla Tabula con la vicina posta di Misco Fl.1153, scritta in nero lungo la via costiera dopo Numana. Ha le sue sorgenti nel monte Mazzolare a est di Matelica e sbocca in Adriatico a settentrione di Porto Recanati1154. La Carta segnerebbe quindi come indipendenti i due corsi, Aspia e Misco, mentre oggi, a differenza che in tempi antichi, essi confluiscono ed escono uniti in mare con il nome di Musone. Precisa infatti Alfieri che l’Aspia sfociava in mare dove oggi è il Musone “mentre il Misco sboccava 1500 metri più a Sud, davanti a Loreto, alla cosiddetta ‘sbocca del Sasso’, dove il nome è tratto da un rudere informe, riferibile al ponte romano (non considerato da Galliazzo-ndr) sul quale la litoranea Numana-Potentia varcava il fiume”. Lo spostamento del Musone a nord cominciò per cause naturali ancora nel XV secolo e in seguito fu reso definitivo nel XVI con opere artificiali come scrive Calcagni: “… et allontanato (dalla sua foce vecchia -ndr) Moscione altrettanto (quasi due miglia -ndr) fin là dalla torre dell’Aspi, perciocché ingorgando in certe valli vicino a Loreto, vi rendeva l’aria molto cattiva”1155. Pertanto le indicazioni della Tabula, che ricordano questi due fiumi separati, corrispondono a una precisa realtà risalente. Risulta inesatta, invece, la posizione di Numana alla destra della foce dell’Aspia, in quanto il centro si trova alla sinistra del corso d’acqua1156. Ma anche questo caso può essere spiegato, come il precedente, con la sequenza itineraria che ha condizionato il disegno idrografico.

Fl(uvius) Aspia (Fluss Aspio), Misco Fl(umen) (Fluss Musone) TabPeut, IV, 3 Zwischen der Bucht von Ancona und der Poststation von Numana mündet der Fluss Aspia (Flussname in roter Schrift über der Mündung) ins Meer. Er entspringt in den Apenninen und hat einen kurzen Lauf, wird aber in der Tabula durch eine große und ausgeprägte Schleife hervorgehoben, die ihn charakterisiert (Abb. 54). Der Flussname und seine Lage in der Nähe von Ancona erinnern sofort an den heutigen Fluss Aspio1152, der bei Croce San Vincenzo entspringt und parallel zur Küste zwischen den Hügeln von Osimo und den westlichen Hängen des Conero in Nord-Süd-Richtung fließt. Wenn er sich dem Meer nähert, mündet er als dessen größter Nebenfluss in den Musone. Auch der Musone ist auf der Tabula mit dem nahe gelegenen Ort Misco Fl.1153 verzeichnet, der in schwarzer Schrift entlang der Küstenstraße nach Numana geschrieben steht. Er entspringt im Monte Mazzolare östlich von Matelica und mündet nördlich von Porto Recanati1154 in die Adria. Die Karte würde also die beiden Flüsse Aspia und Misco als unabhängig voneinander kennzeichnen, während sie heute, anders als in der Antike, zusammenfließen und unter dem Namen Musone vereint ins Meer münden. Alfieri präzisiert nämlich, dass die Aspia dort ins Meer mündete, wo heute der Musone mündet, „während der Misco 1500 Meter weiter südlich, vor Loreto, an der sogenannten „Mündung des Sasso”, wo der Name von einer formlosen Ruine stammt, die sich auf die römische Brücke (von Galliazzo nicht berücksichtigt – Anm. d. Red.) bezieht, über die die Küstenstraße Numana-Potentia den Fluss überquerte”. Die Verlagerung des Musone nach Norden begann aus natürlichen Gründen bereits im 15. Jahrhundert und wurde später im 16. Jahrhundert durch künstliche Maßnahmen endgültig vollzogen, wie Calcagni schreibt: „... und Moscione (von seiner alten Mündung – Anm. d. Red.) ebenso weit (fast zwei Meilen – Anm. d. Red.) vom Turm von Aspi entfernt, da er in bestimmten Tälern in der Nähe von Loreto staut und dort die Luft sehr schlecht macht”1155. Daher entsprechen die Angaben der Tabula, die an diese beiden getrennten Flüsse erinnern, einer präzisen historischen Realität. Die Lage von Numana rechts der Mündung des Aspia ist hingegen ungenau, da sich das Zentrum links des Wasserlaufs befindet1156. Aber auch dieser Fall lässt sich wie der vorherige mit der Reiseroute erklären, die das hydrografische Bild beeinflusst hat.

f) Kommentar zur Einzeichnung auf der TP (Gestaltungsfehler/Folgefehler)
Kommentar (Talbert): There is no room for the name by the river`s source, so it is placed near the mouth.

Der Fluss entspringt aus dem [Mons N.N. 15c ID 3526] und fließt in die Adria.

Kommentar Köhner: Heute fließt der Fluss Aspio in den Musone und dann als solcher in die Adria, die TP gibt beide Flussläufe getrennt voneinander an, siehe Bosio: „Die Karte würde also die beiden Flüsse Aspia und Misco als unabhängig voneinander kennzeichnen, während sie heute, anders als in der Antike, zusammenfließen und unter dem Namen Musone vereint ins Meer münden. […] Daher entsprechen die Angaben der Tabula, die an diese beiden getrennten Flüsse erinnern, einer präzisen historischen Realität.“ [1]

Literatur:

[1] Bosio/Rosada

[2] Desjardins, Table, p. 84, col. 1, no. 54.

[3] Hülsen, Christian, Aspia, in: RE II.2 (1896), Sp. 1733.

[4] Miller, Itineraria, Sp. 389.

[5] Nissen II 418.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

08.12.2025 17:20


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/einzelanzeige.php?id=2566 [zuletzt aufgerufen am 02.01.2026]

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