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Ausschnitt aus der Tabula Peutingeriana - Rom

Tabula Peutingeriana – Einzelanzeige

Toponym TP (aufgelöst):

Meote

Name (modern):

 

Bild:
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Toponym vorher
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Alternatives Bild ---
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Pleiades: https://pleiades.stoa.org/places/854705
Großraum:

Skythien

Toponym Typus:

Ethnikon

Planquadrat:

8A1

Farbe des Toponyms:

schwarz

Vignette Typus :

---

Itinerar (ed. Cuntz):

 

Alternativer Name (Lexika):

Maiotai (DNP)

RE:

Maiotai - https://elexikon.ch/RE/XIV,1_589.png

Barrington Atlas:

Maiotai (84 C3)

TIR / TIB /sonstiges:

 

Miller:

Meote (619)

Levi:

 

Ravennat:

 

Ptolemaios (ed. Stückelberger / Grasshoff):

 

Plinius:

 

Strabo:

 

Autor (Hellenismus / Späte Republik):

 

Datierung des Toponyms auf der TP:

---

Begründung zur Datierung:

 

Kommentar zum Toponym:

Der Eintrag Meote bezeichnet die Maioten, also die Völker an der Maiotis (Asowsches Meer). Es handelt sich also um einen Sammelnamen für die Stämme an der Ostküste der Maiotis und am Unter- und Mittellauf des Kuban im nordestlichen Kaukasos (Hdt. 4, 123; Strab. 11, 2, 2-4; 11). Dazu gehören die wahrscheinlich iranischen und kaukasischen Stämme wie z.B. die Sindoi, Kerketai, Toretai, Dandarioi, Psessioi. Anders als die anderen Sarmaten-Stämme (z.B. Aorsen, Jazygen, Alanen, Roxolanen) waren die Maioten sesshafte Ackerbauern. Zu den Maioten zählen auch die auf der Tabula Peutingeriana ebenfalls eingetragenen Aspurgiani. Zu den Maioten zählen auch die auf der Tabula Peutingeriana ebenfalls eingetragenen Aspurgiani. Die Lebensgrundlage der Maioten stellten vor allem Ackerbau und Fischfang dar (Strab. 11, 2, 4 [494]). Insbesondere mit Tanais betrieben sie einen intensiven Warenaustausch. Der Name dieser Völkerschaften ist von Hydronymen wie Maeotis lacus, Maeotius lacus u.ä. abgeleitet. Demetrios zufolge (Anon. Periplus Ponti Euxini 74/45) sind jedoch die Maioten namengebend für das Gewässer (vgl. auch Plin. nat. 4, 88: Maiote, a quibus lacus nomen accepit). Die Maioten hatten dem Bosporanischen Reich Tributzahlungen zu leisten (Xen. mem. 2, 1, 10; Polyain. 8, 55). Seit dem 1.Jh. v.Chr. ist eine kulturelle und ethnische Annäherung an die Sarmatae zu beobachten.
Die Platzierung des Ethnonyms am Unterlauf des Tanais entspricht den Angaben von Herodot (4, 123) und Plinius zu den Siedlungsgebieten dieser Stammesverbände (Plin. nat. 4, 88). Die Maioten sind in der antiken Literatur wiederholt bezeugt: Μαιῆται (Hdt. 4, 123), Μαιῶται (Strab. 11, 2, 1 [493]. 4 [494]. 11 [495] u.ö.), Maeotae (Plin. nat. 4, 88), Maeotici (Mela 1, 2, 6; 1, 19, 17; Plin. nat. 6, 7; Anon. Periplus Ponti Euxini 74/45: Μαιωτῶν γένος Ἰαζαμάτων λεγόμεωον) oder Maeotidae. - Vgl. auch zu Aspvrgiani (Aspurgiani) und Lacvs Meotidis (Lacus Meotidis).

Literatur:

Albert Herrmann, in: RE XIV / 1, 1928, 590 s.v. Maiotai; Miller, Itineraria, Sp. 619; Viktor F. Gaidukevič, Das Bosporanische Reich, 1971 (2. Aufl.), 71f. 293; Iris von Bredow, in: DNP 7, 1999, 717 s.v. Maiotai (Μαιῶται); Alexander V. Podossinov, Eastern Europe in Roman Cartographic Tradition, Moscow 2002, 343 [in Russian]; Ders., Das Schwarze Meer in der geokartographischen Tradition der Antike und des frühen Mittelalters. II. Die Halbinsel Krim, das Asowsche Meer und die Straße von Kertsch, in: East & West 3 / 2, 2004, 338-353.

   [Standard-Literatur-Liste im PDF-Format]

Letzte Bearbeitung:

24.01.2026 14:40


Cite this page:
https://tp-online.ku.de/einzelanzeige.php?id=2295 [zuletzt aufgerufen am 27.05.2026]

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